- Die 3. Liga steckt in einer Englischen Woche. Am Dienstagabend gab es die ersten Partien, Rot-Weiss Essen ist heute gegen Waldhof Mannheim gefordert.
- Zwei Favoriten marschieren an der Tabellenspitze. Der VfL Osnabrück und Energie Cottbus konnten ihre Spiele gewinnen, der SC Verl verlor, 1860 München fuhr den nächsten Sieg ein.
- Im Tabellenkeller wird die Lage für Erzgebirge Aue und den SSV Ulm immer dramatischer. Ex-RWE-Trainer Christoph Dabrowski wartet auf seinen ersten Sieg als Aue-Coach.
Das war kein Drittliga-Abend nach dem Geschmack von Rot-Weiss Essen. Am Dienstagabend siegten gleich mehrere Essener Konkurrenten und setzten den Revierklub vor dem Heimspiel am Mittwoch gegen Waldhof Mannheim (19 Uhr, Magenta Sport) gehörig unter Druck.
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Tabellenführer VfL Osnabrück ist weiter im Aufwärtstrend, gewann zuhause souverän mit 2:0 gegen Viktoria Köln und liegt mit 52 Punkten für den Moment schon neun Zähler vor RWE. „Am Ende hatte ich das Gefühl, dass wir auch noch das dritte und vierte Tor nachlegen müssen. Wir haben aus dem Spiel heraus wenig bis gar nichts zugelassen“, lobte Trainer Timo Schultz seine Mannschaft bei Magenta Sport.

1860 München jetzt vor Rot-Weiss Essen
Einen weiteren Schritt Richtung Aufstieg machte auch Energie Cottbus. Die Truppe von Claus-Dieter Wollitz kam bei der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart nach 0:1-Rückstand zu einem 2:1-Auswärtssieg und hielt mit den punktgleichen Osnabrückern Schritt. Im Falle einer Niederlage des MSV Duisburg würde das Spitzenduo bereits fünf Punkte Abstand zum Relegationsplatz aufweisen. „Ich bin mir sicher, dieses Spiel hat uns nochmal ein Stück weitergebracht“, sagte ein erleichterter Wollitz nach Abpfiff.

Und noch eine schlechte Nachricht für RWE: Inzwischen mischt auch der TSV 1860 München im Aufstiegsrennen mit. Die Löwen, die zu Saisonbeginn als großer Aufstiegsfavorit gehandelt wurden, holten an der Grünwalder Straße einen harterkämpften 2:1-Heimsieg gegen den neuerdings von Ex-RWE-Coach Christoph Dabrowski trainierten Tabellen-17. Erzgebirge Aue. 1860 zog dank des vierten Sieges in Folge an den Essenern vorbei und belegt mit nun 45 Punkten Tabellenplatz fünf.
Für Ex-RWE-Trainer Dabrowski und Aue wird es jetzt richtig eng. Auch im fünften Versuch konnte der Ex-Profi keinen Sieg mit seinem neuen Verein feiern. Dabrowski wirkte im Interview mit Magenta Sport ratlos. „Was soll ich der Mannschaft heute vorwerfen? Dass sie nicht alles reinwerfen? Dass sie nicht bis zum Schluss versuchen, so ein Spiel zu drehen?“, fragt Dabrowski und antwortet selbst: „Wir haben limitierende Faktoren in unserem Spiel. Diesen Bann müssen wir durchbrechen.“ Weil die Mannschaft „lebendig“ sei, wolle er nicht „alles in Schutt und Asche reden: Mein Glaube wird nicht schwinden.“
Rot-Weiss Essen braucht heute dringend einen Heimsieg
Einziger Essener Lichtblick an diesem Abend war die überraschende Niederlage des SC Verl gegen Jahn Regensburg. Die offensivstärkste Mannschaft der Liga musste gegen die Bayern eine 1:2-Heimpleite hinnehmen. Verl blieb damit punktgleich mit 1860 München auf Platz vier stehen.
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RWE wiederum ist für den Moment auf Rang acht abgerutscht. Sehr viel wichtiger als der Tabellenplatz ist allerdings die Punkteausbeute: Bleiben die Essener, die im Zuge der jüngsten Pleiten gegen Osnabrück und Rostock bei 43 Punkten stehen geblieben sind, am Mittwoch gegen Mannheim erneut ohne Sieg, wären Osnabrück und Cottbus schon fast enteilt. Dann dürfte es auch für Trainer Uwe Koschinat nochmals ungemütlicher werden.






