Sensationelles hat sich ereignet: Viele Jahre hieß ein gängiges Motto rund um unseren Verein, womöglich aus Sorge geprägt: „Gott schütze Rot-Weiss Essen“. Nun hat der Adressat aktuell wesentlich Wichtigeres zu tun, als unseren Verein zu retten, steht doch weltweit ein wenig mehr auf dem Spiel. Aber dass ausgerechnet Rot-Weiss Essen vor langer Zeit ein Leben retten konnte, anstatt das seiner vielen Fans durchaus mal wieder zu erschweren, diese schöne Anekdote ist ganz vielen RWE-Koryphäen irgendwie durchgegangen.

Und so war es ein Hannoveraner Hopper, der einen RWE-Kollegen auf einen Artikel aufmerksam gemacht hat, der dieser Tage auf dem Hochamt für Fußballkultur, namentlich 11Freunde, zu lesen war. Die Anekdote dreht sich um den gebürtigen Essener Fußballlehrer Eckhard Krautzun, der in seiner langen Karriere jedoch niemals den Verein von der Hafenstraße trainiert hat. Wie auch, wenn man bei Vereinen wie Mazda Hiroshoma, CS Sfaxien, Al-Ahli Dschidda, oder auch vielen Verbänden weltweit an der Seitenlinie unterwegs war.
Haarscharf einer Tragödie entgangen
Im Dezember 1988 aber, da gab es tatsächlich einmal ein Gespräch zwischen dem damaligen Vorsitzenden Anton Döbbe und eben Eckhard Krautzun, um in einer Art geheimen Geheimtreffen unter vier Augen auszuloten, ob es nicht doch einmal was werden könnte zwischen dem Verein und dem Trainer aus Essen. Auf jeden Fall trat Eckhard Krautzun deshalb einen fest geplanten Flug nach New York nicht an. Und rettete so das eigene Leben, denn die gebuchte Maschine wurde über dem schottischen Ort Lockerbie von Terroristen gesprengt. Es schaudert ein wenig bei dem Gedanken daran, was Eckard Krautzun wohl für ein tragisches Schicksal ereilt hätte, wäre er wie geplant mit dem Pan-Am-Flug 103 abgehoben. Aber so durfte er auch dank Rot-Weiss Essen und vor allem dank Anton Döbbe am 13. Januar seinen 85. Geburtstag feiern. Alles Gute dazu!

Weg von der fast unbekannten Anekdote mit Filmpotenzial hin zur Aktualität im noch relativ jungen neuen Jahr: Den Münchener Löwen fehlen zum Jahresauftakt der 3. Liga viele Spieler aus Verletzungsgründen oder, weil sie gesperrt sind. Das ist nicht schön und sicherlich ein Schlag ins Kontor der eigenen Ambitionen. Schließlich hat man doch auf Giesings Höhen das Motto ausgegeben, in der Rückrunde nochmal so richtig brüllen zu wollen in Richtung zweite Bundesliga. Allerdings kennt man das bei 1860, da brüllen manchmal so viele durcheinander, so dass das gemeinsame Ziel gerne mal aus den Augen verloren wird.
Mit breiter Brust nach München
In Anbetracht der extrem verdichteten Tabellenlage darf sich wohl fast jede Mannschaft bis runter zu Viktoria Köln auf Tabellenplatz zwölf irgendwie als Aufstiegsaspirant fühlen. Legitime Töne somit aus München, und sie werden trotzdem eine ordentliche Mannschaft gegen RWE auf den Rasen schicken. All das darf unsere Mannschaft natürlich nicht tangieren, reisen wir doch mit der breiten Brust des Vorjahresbesten an, belegen aktuell den vierten Tabellenplatz und haben bereits in der vorherigen Saison bei den Löwen gewonnen. Wurde ja auch dringend Zeit nach so vielen Jahren.
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Auch wenn wir noch nicht ganz genau wissen, mit welchem Kader konkret die Reise nach München angetreten wird, eines steht aber wieder fest: Der Auswärtsblock im Grünwalder Stadion ist auch diesmal wieder komplett in Essener Hand und somit ausverkauft. Großartige Unterstützung also erneut garantiert. Die Wetteraussichten für München sind auch moderat, sodass wohl kein Spielausfall den Löwen bei der Personalmisere helfen dürfte. Auf geht`s RWE. Auf ein gemeinsam gutes 2026.





