Nachdem mit dem MSV Duisburg, dem SC Verl und Rot-Weiss Essen gleich drei Konkurrenten von Energie Cottbus keinen Sieg einfahren konnten, hatte der Spitzenreiter am Sonntag die Chance, die vorzeitige Herbstmeisterschaft einzutüten. Doch auch der Tabellenführer ließ Federn und patzte beim SV Wehen Wiesbaden. Nach 95 Minuten verlor Cottbus in Unterzahl mit 1:3.

Der Frust der Lausitzer entlud sich anschließend in Richtung der Schiedsrichterin Davina Lutz, die an diesem Tag unfreiwillig im Mittelpunkt stand. Laut Schiedsrichter-Experte Babak Rafati, der für das Portal „liga3-online“ die strittigsten Szenen des Spieltags analysiert, traf die Schiedsrichterin gleich vier spielentscheidende Fehlentscheidungen.
RWE-Konkurrent Energie Cottbus fühlt sich betrogen: „Das ist ein Skandal“
Das brachte den Gast richtig auf die Palme. Sebastian Lemke, Präsident der Cottbuser, redete sich im Interview mit der „Lausitzer Rundschau“ anschließend in Rage. „Bei allem Respekt vor den Schiedsrichtern, da kann auch mal ein Fehler passieren. Aber nicht, wenn ich in einem Spiel bis zur 30. Minute schon fünf klare Fehlentscheidungen treffe. Das zieht sich ja komplett durch, die Mannschaft opfert sich mit zehn Mann hier auf und hat auch Torchancen. Mit Sicherheit ist es als Schiedsrichter nicht einfach, aber das ist ein Skandal“, ärgerte sich der FCE-Präsident und ergänzte:
„Dann sollen die Schiedsrichter wenigstens den Arsch in der Hose haben und sagen, dass sie einen Fehler gemacht haben oder drei, vier Fehler. Das kann alles mal passieren. Aber dann wird sich da mit einer Arroganz hingestellt und gesagt, das ist alles richtig entschieden.“

Auch Rechtsverteidiger Simon Straudi wählte klare Worte und sprach der Schiedsrichterin sogar die Ligatauglichkeit ab: „Wir haben gegen 12, 13 Leute gespielt. Was die Schiedsrichterin hier in dieser Liga zu suchen hat, ist fragwürdig. Von daher ist das Spiel einfach schwer zu bewerten.“
3. Liga: Schiedsrichterin traf mehrere Fehlentscheidungen
Zur Einordnung: Es hätte in der 21. Minute einen Elfmeter für Wehen Wiesbaden nach einem Foul an Kapitän Fatih Kaya geben müssen. Die Pfeife blieb stumm und fälschlicherweise wurde dann noch auf Eckball entschieden, obwohl Kaya den Ball zuletzt berührte. Aus dieser Ecke resultierte die Führung für die Hausherren. Laut Rafati hätte es bereits zuvor einen Strafstoß für Wehen geben müssen. Erik Engelhardt hatte Florian Hübner nach einer Ecke gefoult, aber auch diese Situation übersah das Schiedsrichterteam.
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In der zweiten Halbzeit hatte dann Cottbus Pech mit Fehlentscheidungen. Sowohl dem 2:1 als auch dem Treffer zum 3:1-Endstand seien Fouls vorausgegangen. Beim 2:1 stützte sich Hübner gegen Nyamekye Awortwie-Grant deutlich auf und vor dem 3:1 stieg Moritz Flotho dem Cottbuser Kapitän Axel Borgmann auf den Fuß. Auch diese Vergehen blieben ungeahndet. Für Davina Lutz war es der fünfte Einsatz in dieser Drittliga-Saison. Die ersten vier Spiele verliefen unauffällig und weitestgehend positiv, nun sorgte die 31-Jährige aber für negative Schlagzeilen – und großen Frust bei RWE-Konkurrent Energie Cottbus. Mit einem Sieg am Freitag gegen Jahn Regensburg kann der Drittligist trotzdem die Herbstmeisterschaft feiern.




