Groß war der Wirbel, als Fan-Flyer aus dem Essener Stadion an der Hafenstraße in den Umlauf kamen. „Keine Weiber in den ersten Reihen“, hatten Anhänger von Rot-Weiss Essen darauf drucken lassen und damit große Empörung hervorgerufen. Im Anschluss zeigte man sich einsichtig.
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Nun wurde die Aktion von der Anhängerschaft eines anderen Drittligisten aufgegriffen – und auch das mit alles andere als schmeichelhaften Worten. „Westtribüne Essen, egal welche Reihe – Alles Fotzen“, so die Botschaft der Fans von Hansa Rostock aus dem Gästeblock in Ulm an die RWE-Ultras, die zeitgleich beim Spiel in Ingolstadt weilten.
Rot-Weiss Essen gewinnt 2:1 in Ingolstadt
Die nächste Episode einer tiefen gegenseitigen Abneigung beider Fanlager. Parallel spielte RWE auswärts beim FC Ingolstadt. Die Essener gewannen bei den Schanzern mit 2:1, Rostock wiederum mit 0:5 beim SSV Ulm.

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Es wurden Flyer mit den sogenannten „sieben Grundsätzen für W2“ verteilt. Zwischen bekannten Forderungen – etwa der bedingungslosen Unterstützung über 90 Minuten oder dem maßvollen Alkoholkonsum – stach besonders ein Punkt negativ hervor: „Keine Weiber in den ersten Reihen.“ Die Forderung löste große Empörung aus, RWE schrieb bundesweit Negativschlagzeilen. Angesichts der positiven sportlichen Entwicklung des Klubs war das aus Vereinssicht mehr als unnötig.

Wenige Stunden nach Bekanntgabe der Flugblätter meldete sich der RWE-Vorstand zu Wort, auch beim Klub-Fan-Dialog vertrat Alexander Rang zu diesem Thema eine klare Meinung. Wie die Fan- und Förderabteilung auf ihrer Homepage mitteilte, ärgerte sich der 47-Jährige über die schlechte Außendarstellung für den gesamten Verein.
Rot-Weiss Essen: Ultras reagierten auf Kritik
Die aktive Fanszene zeigte sich dabei einsichtig und äußerte, es sei weder ihre Absicht gewesen zu diskriminieren noch dem Verein zu schaden. Es sei ein Fehler gewesen, der in Zukunft nicht mehr vorkommen soll. Zudem kündigten die Ultras eine baldige und ausführliche Stellungnahme an.




