Ein Jahr mussten die Fans am Niederrhein darauf warten, nun war es wieder soweit: Derby-Zeit in der 3. Liga. Rot-Weiss Essen war zu Gast beim MSV Duisburg. Nach dem Wiederaufstieg der Meidericher gibt es dieses Duell nun wieder zweimal pro Saison in der Meisterschaft, ein großes Fest für beide Fanlager. Am Ende gab es keinen Sieger in der Schauinsland-Reisen-Arena: Mit 1:1 (1:1) trennten sich die Mannschaften. Florian Krüger (23.) und Ramien Safi (25.) erzielten die Tore für ihre Mannschaften.
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In den ersten 60 Minuten hatte RWE mehr vom Spiel und machte ein gutes Auswärtsspiel. Doch in den letzten 30 Minuten zeigten die Meidericher vor knapp 28.000 Zuschauern, warum sie vor dem Spieltag Tabellenführer der 3. Liga waren. Die Zebras übernahmen das Kommando und setzten die Gäste massiv unter Druck. Rot-Weiss Essen hatte Glück, dass der MSV seine Chancen auf den Siegtreffer nicht nutzen konnte.

„Der MSV hat unfassbar viel Druck gemacht, hatte einen Standard nach dem nächsten“, sagte RWE-Trainer Uwe Koschinat zur Drangphase der Gastgeber. „Die Auswechslungen von Dietmar Hirsch haben ganz viel Energie auf den Platz gebracht. Da muss man ehrlich sagen: Wir haben da wie ein Boxer in den Seilen gehangen, haben aber die entsprechende Mentalität gezeigt, in den engen Situationen alles wegzuverteidigen. Daher müssen wir mit diesem Punkt sehr glücklich sein.“
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RWE-Trainer Uwe Koschinat war sich im Vorfeld der Bedeutung der Partie bewusst. „Es bedeutet den Menschen in den Fanlagern wahnsinnig viel“, sagt er. „Es ist innerhalb einer Saison ein besonderes Spiel. Das hat einen enormen Einfluss auf die Stimmungslage in einem Klub. Das wollen wir positiv für uns nutzen.“

Ausgerechnet vor diesem wichtigen Spiel hatten die Essener im Verlauf der Woche erstmals in dieser Saison größere personelle Probleme. Der Einsatz von vier Stammspielern war lange fraglich, bei drei Akteuren gab RWE-Trainer am Freitag aber Entwarnung. Ramien Safi, Jannik Mause und Tom Moustier stehen Rot-Weiss Essen heute Abend beim MSV Duisburg zur Verfügung.

Der Franzose Moustier hatte Probleme mit seinem Fuß, dieser ist jedoch nicht ernsthaft verletzt. Erwartbar ist dennoch, dass der gegen Viktoria Köln angeschlagene Torben Müsel in der Startelf steht. Klaus Gjasula ist nach abgesessener Rotsperre nach Informationen dieser Redaktion wieder gesetzt und steht in der Startelf.
Rot-Weiss Essen: Luca Bazzoli beim MSV Duisburg nicht im Kader
Überraschend war hingegen, dass Sommer-Zugang Luca Bazzoli nach Informationen dieser Redaktion nicht einmal im Kader stehen wird. Nach seinem schwachen Spiel in Oberhausen kam der 24-Jährige trotz Gjasula-Sperre gegen Viktoria Köln nicht zum Einsatz. Nun gibt es den nächsten Rückschlag für den defensiven Mittelfeldspieler.

Auf einen seiner aktuell besten Spieler wird RWE aber möglicherweise verzichten müssen. Lucas Brumme konnte aufgrund seiner Oberschenkel-Probleme auch am Freitag nicht trainieren. Ein finaler Test sollte auf den Samstag verschoben werden. Am Freitag wurde mit seinem Vertreter Franci Bouebari in der Startelf geplant, der nach seiner Einwechslung gegen Viktoria Köln ein gutes Spiel machte.
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RWE: Golz - Kostka, Rios Alonso, Kraulich, Bouebari - Gjasula, Müsel (Moustier) - Obuz, Arslan, Mizuta - Safi.
Auf Rot-Weiss Essen wartet ein sehr schwere Aufgabe. Die starken Meidericher grüßten vor dem Spieltag als Aufsteiger von der Tabellenspitze. Mit einem Sieg könnte RWE mindestens Platz fünf erobern und den Rückstand auf den ungeliebten Rivalen auf zwei Zähler verkürzen.
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Der Respekt vor dem Derby-Gegner ist groß, wie Koschinat am Freitag unterstrich. „Der MSV ist eine Mannschaft, die einen herausragenden Start hatte“, sagte Koschinat zum MSV. Der Aufsteiger zeige trotz den abfallenden Ergebnisse (nur ein Sieg aus den letzten fünf Spielen) keine abfallende Leistungen. Die Mannschaft sei eingespielt. Koschinat hebt Rasim Bulic auf der Sechser-Position hervor. Er und Zehner Christian Viet in der zentralen Achse prägen den MSV sehr. Auch auf den Flügeln müssen die Essener aufpassen.





