Das war eine bittere Nachricht für den Fußball-Drittligisten Rot-Weiss Essen: Wie diese Redaktion am Dienstagabend berichtete, musste Klaus Gjasula vom DFB nach seiner Roten Karte am Samstag im Spiel bei Waldhof Mannheim (1:6) eine Sperre für vier Meisterschaftsspiele befürchten. Zudem sollte der 35-Jährige für seine Schiedsrichter-Kritik im Interview mit Magenta Sport eine Geldstrafe in Höhe von 1000 Euro zahlen.

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Dieses Strafmaß hatte der DFB-Kontrollausschuss gefordert und beantragt. RWE wollte das nicht akzeptieren und ging dagegen vor. „Wir haben Einspruch eingelegt und schauen jetzt, was dabei herauskommt“, sagte RWE-Sportdirektor Christian Flüthmann in der Halbzeitpause des Spiels gegen die TSG Hoffenheim II (3:1) am Mittwochabend. Das zahlte sich aus.

Rot-Weiss Essen: Klaus Gjasula ist im Derby gegen den MSV Duisburg dabei

Immerhin dürfen die Essener einen Teilerfolg feiern. Der Mittelfeldspieler wurde vom DFB-Sportgericht nur für drei Partien gesperrt. Ursprünglich sollte der 35-Jährige vier Partien aufgebrummt bekommen. Im Derby beim MSV Duisburg steht Gjasula wieder zur Verfügung. Somit wird er „nur“ noch die Ligaspiele bei Erzgebirge Aue und gegen Viktoria Köln verpassen.

Fussball  3.Liga, SV Waldhof Mannheim - Rot-Weiss Essen
Rot für Klaus Gjasula (m.), eine Fehlentscheidung. Der Ärger bei Rot-Weiss Essen war am Samstag groß. Nun wird er seiner Mannschaft für drei Spiele fehlen.© Daniel Meyer/Jan Huebner | Daniel Meyer

Mit seinem emotionalen Interview bei Magenta Sport, das er nach der 1:6-Klatsche der Essener in Mannheim gegeben hatte, geriet der ehemalige albanische Nationalspieler bundesweit in die Schlagzeilen. Gjasula regte sich massiv darüber auf, dass er in der 68. Minute mit glatt Rot vom Platz gestellt wurde. Der Ärger war nachvollziehbar, es handelte sich um eine Fehlentscheidung. Der Mittelfeldspieler forderte daraufhin Strafen für Schiedsrichter. „Wenn ein Arbeiter scheiße baut, kriegt er von seinem Arbeitgeber eine Strafe. Genauso muss es bei Schiedsrichtern sein“, polterte Gjasula.

Rot-Weiss Essen: Klaus Gjasula hat sich beim DFB keine Freunde gemacht

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Für Wohlwollen bei den Entscheidungsträgern des DFB hatte er mit diesem Interview nicht gesorgt. Das unterstreicht die Forderung nach einer Vier-Spiele-Sperre. DFB-Schiedsrichter-Sprecher Alex Feuerherdt wies die Forderung auf Nachfrage dieser Redaktion „entschieden“ zurück.

Obwohl er Gegenspieler Kennedy Okpala nicht voll traf, wurde er vom Platz gestellt. Für das Foulspiel allein hätte er eine Strafe für zwei Spiele bekommen, doch es sollen nun zwei Partien mehr werden. Grund dafür ist Gjasulas Reaktion, nachdem ihm Lechner die Rote Karte gezeigt hatte. Der RWE-Spieler griff dem Unparteiischen in den linken Arm. Das hat zu einer Erhöhung des geforderten Strafmaßes geführt.

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