Für Fußball-Drittligist Rot-Weiss Essen bricht die entscheidende Phase der Vorbereitung auf die neue Saison an. In weniger als drei Wochen (Freitag, 1. August, 19 Uhr) wird es ernst für den Revierklub, dann beginnt die Drittliga-Spielzeit mit einem Kracher-Spiel gegen den Aufstiegskandidaten 1860 München. „Wir werden im ersten Spiel gegen 1860 München in allen Bereichen maximal gefordert“, sagte RWE-Trainer Uwe Koschinat nach dem Testspiel am Samstag gegen Fortuna Köln, das die Essener sehr souverän mit 5:0 (3:0) für sich entscheiden konnten.

Edinburgh im Ausnahmezustand: Mehr als 2000 RWE-Fans haben sich für das Spiel gegen den Hibernian FC auf den Weg nach Schottland gemacht. Parallel wird noch ein Stürmer gesucht - kommt Potocnik aus Köln? Wie groß die Euphorie vor der neuen Saison ist, besprechen wir in einer Spezial-Folge unseres RWE-Talks "vonne Hafenstraße". Die beiden RWE-Reporter und Experten Martin Herms und Christian Brausch haben sich in einem Pub in Edinburgh mit Fans getroffen und sprechen über die Erwartungshaltung, Transfers und die Stürmersuche.

Am Montag brach die Mannschaft in Richtung Niedersachsen auf, um sich in den folgenden fünf Tagen intensiv auf die ersten wichtigen Aufgaben in der neuen Saison vorzubereiten. Am Montagmittag traf die Mannschaft Lavital Sporthotel in Wesendorf ein und bezog dort ihr Quartier. Mit dabei sind drei Youngster. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum RWE-Trainingslager.

Rot-Weiss Essen im Trainingslager: Alle wichtigen Infos

Wie läuft das RWE-Trainingslager ab?

Rot-Weiss Essen wird sich von Montag bis Freitag (14. bis 18. Juli 2025) in Wesendorf im Lavital Sporthotel aufhalten, einer kleinen Gemeinde mit rund 5900 Einwohnern in Niedersachsen. Die Mannschaft wird sich dort allein mit dem Staff aufhalten, ohne Fans. Der Fokus soll voll auf der Vorbereitung liegen.

Am Montagnachmittag werden die Essener ab 16:30 Uhr ihre erste Einheit absolvieren. Es folgen intensive Tage mit je zwei Trainingseinheiten. Am Freitag geht es für das RWE-Team nach Magdeburg, dort wird der Revierklub ab 14 Uhr gegen den ambitionierten Zweitligisten 1. FC Magdeburg testen und das Trainingslager damit abschließen.

Auch einige RWE-Fans haben sich angekündigt, sie werden in den umliegenden Hotels wohnen, um beim Essener Sommer-Trainingslager dabei sein zu können.

Wie ist der Stand bei den verletzten RWE-Spielern?

Lucas Brumme wird das Trainingslager definitiv verpassen, der Linksverteidiger wird aufgrund mehrerer Bänderrisse im Sprunggelenk rund vier Wochen fehlen und deshalb in Essen bleiben.

ETB Schwarz - Weiss Essen - Rot-Weiss Essen
Michael Kostka fehlt Rot-Weiss Essen aktuell aufgrund einer Zerrung.© ddp/Revierfoto | Revierfoto

Michael Kostka, Marvin Obuz und Torben Müsel werden am Montag im RWE-Bus sitzen. Rechtsverteidiger Kostka verpasste die letzten beiden Testspiele in Edinburgh und gegen Fortuna Köln aufgrund einer Zerrung, der 21-Jährige kann in Wesendorf deshalb nur Teile des Trainings absolvieren.

Rot-Weiss Essen: Entwarnung bei Obuz und Müsel

Bei Marvin Obuz (Leiste) und Torben Müsel (muskuläre Probleme) sieht es deutlich besser aus. Beide sollen möglichst schon am Dienstag wieder ins Training einsteigen.

Mit welchem Kader reist Rot-Weiss Essen ins Trainingslager?

Rot-Weiss Essen hat das Aufgebot für das Trainingslager mittlerweile offiziell verkündet. Der Kader umfasst 28 Spieler, darunter sind mit Torwart Romero Gerres, Abwehrspieler James Gnagnon und dem 16-jährigen Offensivmann Fadih Vasic drei Spieler aus der U19. Auch Ekin Celebi, aktuell noch vertragslos, ist mit im Trainingslager dabei und darf sich weiter zeigen. Jimmy Kaparos und Dion Berisha sind freigestellt, um sich neue Klubs zu suchen. Lucas Brumme fällt derzeit noch verletzt aus und fehlt deshalb ebenfalls in Wesendorf.

Wird es in der kommenden Woche weitere Transfers geben?

In den nächsten Tagen ist bei Rot-Weiss Essen nichts geplant. Alle wichtigen Position sind doppelt besetzt. Im Trainingslager wird es keine Verstärkung geben. Trainer Uwe Koschinat und die sportliche Leitung haben in den nächsten Tagen und Wochen die Möglichkeit, den Kader unter die Lupe zu nehmen. Die Eindrücke in der Vorbereitung und an den ersten Spieltagen werden darüber entscheiden, ob weitere Transfers getätigt werden. „Es liegt nun brutal an den Spielern, sich so zu zeigen, dass sie den Ansprüchen des Trainerteams gerecht werden“, betonte Koschinat.