Der Ligastart rückt näher und es herrscht Euphorie beim Drittligisten Rot-Weiss Essen. Auf dem Trainingsgelände hinter dem Essener Stadion an der Hafenstraße war dies jüngst deutlich spürbar, als 1500 Fans dem Trainingsauftakt beiwohnten. Im Vorjahr waren es noch weniger als die Hälfte. RWE-Trainer Uwe Koschinat war begeistert. „Das ist eine Hausnummer“, sagte er. „Zum einen wird das die Belohnung für eine tolle Rückrunde sein und auf der anderen Seite sicherlich die Sehnsucht auf die neue Saison. Die Vorfreude ist riesengroß.“

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Und riesengroß ist sie nicht nur bei Koschinat und seinem Team. Die Fans fiebern den ersten Auftritten, u.a. am Samstag im Testspiel beim VfB Bottrop und im Jubiläumsspiel in Edinburgh beim schottischen Erstligisten Hibernian FC, entgegen. „Die Euphorie ist groß. Geile Rückrunde gespielt, kadertechnisch bislang viel richtig gemacht - die Erwartungshaltung ist groß“, sagt RWE-Fan Julian. „Ein paar Schwergewichte haben die Liga verlassen. Ich denke, dass wir oben angreifen können, wenn die Faktoren stimmen.“

Platz zwei in der Rückrunden-Tabelle, der Sieg im Niederrheinpokal-Finale beim MSV Duisburg und einige vielversprechende Transfers ließen die Herzen der Fans zuletzt höherschlagen. Dass Marvin Obuz (23, 1. FC Köln) zwei Tage vor dem Start verpflichtet wurde, trug einiges zur guten Laune bei. „Er ist fast eine Galionsfigur. Das ist schon ein Ausrufezeichen“, meint Julian.

Auf ihm ruhen die Hoffnungen: Rot-Weiss Essens Rückkehrer Marvin Obuz.
Auf ihm ruhen die Hoffnungen: Rot-Weiss Essens Rückkehrer Marvin Obuz.© FUNKE Foto Services | Thorsten Tillmann

„Bester Mann, jetzt steigen wir auf. Zweite Liga, wir kommen“, sagt auch Michaela zum Obuz-Transfer und den Zielen der Rot-Weissen. „Den Aufstieg haben wir uns schon jetzt verdient.“ Und RWE-Fan Lars findet, dass „in den letzten zwei Jahren schon viel los war beim Trainingsauftakt. Das sind jetzt noch mal ein paar Leute mehr.“ Auch er freut sich über die Rückkehr von Marvin Obuz: „Wir hoffen, dass er so einschlägt wie vor zwei Jahren und verletzungsfrei bleibt“

So verwunderte wenig, dass Obuz, RWE-Topscorer der Saison 2023/24, ähnlich wie Koschinat mit lautem Applaus begrüßt wurde. Als nach dem Training fast alle Spieler schon in der Kabine waren, stand Obuz noch für Selfies und Autogrammwünsche bereit. Er war der gefragteste Spieler an diesem sommerlichen Nachmittag. Einer, auf dem nun auch viele Hoffnungen ruhen.