Mit einem Sieg im Niederrheinpokalfinale beim Drittliga-Aufsteiger MSV Duisburg kann Drittligist Rot-Weiss Essen am kommenden Samstag (16:30 Uhr, ARD) ein herausragendes Halbjahr krönen und sich mit dem Titel-Hattrick in die verdiente Sommerpause verabschieden. Titelverteidiger RWE gewann die letzten beiden Pokal-Runden, nach zwei Heimerfolgen gegen den Regionalligisten Rot-Weiß Oberhausen wartet nun aber in der ausverkauften Schauinslandreisen-Arena aufgrund des fehlenden Heimvorteils eine wohl schwerere Aufgabe auf die Essener.

Um sich darauf bestmöglich vorzubereiten, hat sich der Klub dazu entschieden, in dieser Woche keine Trainingsgäste zuzulassen. Alle Einheiten auf dem Trainingsgelände an der Hafenstraße finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, das hat RWE auf seine Homepage vermeldet. Zuschauer, Fans und Medienvertreter dürfen sich in dieser Woche keinen Eindruck vom Team von Trainer Uwe Koschinat verschaffen. RWE-Medienchef Henrik Lerch begründete dies auf Nachfrage dieser Redaktion damit, dass der Fokus der Mannschaft voll auf der wichtigen Partie in Duisburg liegen solle.
Niederrheinpokal: Für Rot-Weiss Essen geht es um mehr als 200.000 Euro
In der Tat steht viel auf dem Spiel für die Essener, die als leichter Favorit in dieses prestigeträchtige Revierderby gehen werden. Vor allem finanziell wird sich ein Sieg lohnen. Die Qualifikation für die erste Runde des DFB-Pokals bringt dem Gewinner knapp über 200.000 Euro ein. Eine stolze Summe, auch wenn Prämien für die Mannschaft davon noch abgezogen werden. Hinzu kommen die Einnahmen des Heimspiels, das der Niederrhein-Vertreter sicher hätte. Auf dem Transfermarkt hätte die sportliche Leitung damit einen größeren Handlungsspielraum.

5000 RWE-Fans dürfen ihre Mannschaft am Samstag nach Duisburg begleiten, 27.000 Zuschauer werden insgesamt im Stadion sein. Wer keine Karten erhalten hat, kann die Partie live vor einem Endgerät schauen. Das Endspiel wird in der ARD im Rahmen des Finaltags der Amateure übertragen.
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