Es ist ein Hoffnungsschimmer zur rechten Zeit für Rot-Weiss Essen. An diesem Freitag durfte der akut abstiegsbedrohte Drittligist seinen Neuzugang Klaus Gjasula (35) wieder im Training begrüßen. Den Rückrunden-Auftakt bei Alemannia Aachen (0:2) hatte der Neuzugang von Darmstadt 98 aufgrund einer schweren Grippe verpasst, zwei Tage vor dem Kellerduell an diesem Sonntag (13:30 Uhr, MagentaSport) gegen die U23 von Hannover 96 setzte der Routinier ein Zeichen und betrat den Trainingsplatz an der Essener Hafenstraße.

Der mit Spannung erwartete Rückrunden-Auftakt in Aachen wurde für Rot-Weiss Essen zu einem Debakel. Mit 0:2 verlor RWE vor über 30.000 Zuschauern am Tivoli, die Pleite hätte sogar höher ausfallen können. "Die Lage ist beschissen", betont RWE-Kaderplaner Marcus Steegmann. Gemeinsam mit Sportdirektor Christian Flüthmann ist Steegmann nach der Demütigung in Aachen zu Gast in unserem RWE-Talk "vonne Hafenstraße". Es geht um die erschreckend schwache Leistung in Aachen, die Kaderplanung und die Kritik an den beiden RWE-Sportchefs.Nach der Niederlage beim Aufsteiger ist Rot-Weiss Essen auf Platz 19 gerutscht. Der Druck steigt an der Hafenstraße. Doch wie ist der bittere Auftritt zu erklären? Warum liefern vor allem die Führungsspieler nicht ab? Was passiert noch auf dem Transfermarkt? Diesen und mehr Fragen von Moderatorin Kira Alex und unserem RWE-Reporter Martin Herms stellen sich die beiden RWE-Sportchefs in unserer neuen Folge.

Ob es für den defensiven Mittelfeldspieler zu einem Einsatz gegen Hannover reicht, ist aber nach wie vor offen. „Klaus hat heute einen Trainingsversuch unternommen. Er sah auf dem Feld gut aus. Klaus möchte sich unbedingt der Situation stellen. Auf der anderen Seite wissen wir noch nicht, wie er diese Belastung vertragen hat und ob es Richtung Wochenende wirklich funktioniert. Darüber werde ich heute Abend mit ihm sprechen, auch morgen vor dem Training. Der Spieler ist hier, um zu helfen und will unbedingt auf den Platz. Das nehme ich dankend an, die Mannschaft auch.“

Rot-Weiss Essen: Grippe-Welle belastete die Spieler

Ekin Celebi, Manuel Wintzheimer und Thomas Eisfeld fallen verletzungsbedingt aus, alle anderen Spieler des RWE-Kaders könnten gegen Hannover zur Verfügung stehen. Der neue Linksverteidiger Matti Wagner hat seine muskulären Probleme auch überwunden und wird im Kader stehen. Zu Wochenbeginn hatte es nach dem Aachen-Spiel einige gesundheitliche Probleme innerhalb des Teams gegeben. Viren machten die Runde, Ramien Safi kehrte deshalb erst am Donnerstag ins Mannschaftstraining zurück.

Mit Blick auf Sonntag sehe es personell wieder besser aus, versichert Koschinat: „Unmittelbar nach dem Aachen-Spiel war es sehr eng, es sind viele Spieler ausgefallen aufgrund grippaler Probleme. Die Spieler sind aber zurückgekehrt und einsatzbereit.“