Dietmar Hirsch hat Recht. Menschen sind keine Maschinen. Diesen Umstand reklamierte der Trainer des MSV Duisburg am Dienstagabend in der Pressekonferenz nach dem 2:1-Sieg gegen den TSV Havelse für seine Mannschaft. Seine Spieler hätten es nicht verdient, nach schwachen 45 Minuten ausgepfiffen zu werden, führte Hirsch weiter aus. Die Unmutsbekundungen in der Halbzeitpause hätten ihn enttäuscht.

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Es stimmt, Menschen sind keine Maschinen. Die auf den Rängen auch nicht. Das, was Dietmar Hirsch, wie er sagt, „erwartet“, und das, was passiert, sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Nun ist es so, das ließ sich später in den bekannt diskussionsfreudigen sozialen Medien nachlesen, dass auch unter den Fans viele waren, die für die Pfiffe kein Verständnis hatten. Das ist legitim. Jene, die das anders sahen und ihrem Missfallen im Stadion lautstark Luft machten, als verwöhnte Erfolgsfans zu bezeichnen, wird der Sache aber in keiner Form gerecht. Noch einmal: Menschen sind keine Maschinen. Bei vielen hatte die Derbyniederlage – auch das ist ganz normal – einiges an Frust hinterlassen, doch trotzdem wurde die eigene Mannschaft von Beginn an lautstark und eindrucksvoll unterstützt. Wenn dann aber auf dem Platz keine Wirkung erkennbar ist und der sicherlich mit Respekt behandelte, aber trotzdem immer noch zur Abstiegsregion zählende Gegner den besseren Auftritt hinlegt, mehr Chancen hat und sogar in Führung geht, während das heimische Team ratlos wirkt, ist es schlicht menschlich, dass der Jubel in ein Raunen und am Ende in Pfiffe mündet. Und es ist übrigens auch menschlich, wenn am Ende das ganze Stadion jubelt, weil in der Nachspielzeit ein gegnerischer Spieler den Ball ins eigene Tor geschossen hat. Da braucht‘s dann kein pikiert klingendes „Naja“ als Werturteil.

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Aber es darf nicht vergessen werden: Menschen sind keine Maschinen. Das gilt natürlich auch für Dietmar Hirsch. Vielleicht sieht er seine Reaktion mittlerweile auch in einem gelasseneren Licht.