Pflichtaufgabe erfüllt, die Zebras dürfen weiter träumen! Fußball-Drittligist MSV Duisburg besiegte am Samstag vor 27.524 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Schauinslandreisen-Arena die TSG Hoffenheim II mit 3:1 (1:1). Die Meidericher stehen damit vorübergehend auf dem dritten Tabellenplatz, der am Ende in die Relegation führen würde. Stürmer Tyger Lobinger erzielte zwei Treffer für den MSV. Außerdem war Conor Noß erfolgreich.
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MSV-Trainer Dietmar Hirsch nahm in der Startaufstellung gegenüber dem 4:1-Sieg beim SV Waldhof Mannheim keine Veränderungen vor. Simon Symalla und Dominik Becker erhielten nach auskurierten Verletzungen Plätze auf der Bank.

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Schon vor dem Anpfiff gab es Gänsehautmomente in der Arena. Die Fans stimmten sich lautstark auf das Spiel ein. Ein Mitglied der Kohorte stand auf dem Feld und feuerte die Anhänger auf den Tribünen an. Mit aller Macht sollten diese drei Punkte an der Wedau bleiben.

Der MSV begann druckvoll, agierte aber mit Geduld. Hoffenheim stand kompakt. In der 17. Minute fanden die Meidericher jedoch ihr Schlupfloch. Dominik Kother setzte sich auf der linken Seite durch. Florian Krüger leitete im Zentrum mit der Hacke auf Tyger Lobinger weiter, und der Ex-Kölner schlenzte den Ball zur Duisburger Führung ins Netz. Der MSV hatte somit den erhofften frühen Brustlöser.

Dominik Kother hatte in der 27. Minute das 2:0 auf dem Fuß. Stark bedient von Rasim Bulic setzte sich der Flügelspieler im Strafraum durch. Valentin Lässig klärte vor der Linie für seinen bereits geschlagenen Keeper zur Ecke. Nach einem Foul von Yannik Lührs an Dominik Kother erhielt der MSV in der 33. Minute einen Freistoß aus gut 16 Metern. Christian Viet zirkelte die Kugel jedoch über den Hoffenheimer Kasten.
In der 38. Minute wurde es erstmals im Duisburger Strafraum brenzlig. Tiago Poller kam aus kurzer Distanz zum Abschluss, MSV-Keeper Max Braune konnte aber per Fuß klären. Es war ein Warnschuss. Zwei Minuten später ereilte die Zebras die kalte Dusche. Yannick Lührs nutzte die Unordnung in der MSV-Defensive aus und traf nach einer Kopfballvorlage von Luis Engelns aus 13 Metern zum Ausgleich. Zwei Minuten später hätten die Gastgeber wieder in Führung gehen können. Wieder lief der Angriff über Dominik Kother. Tyger Lobinger war unentschlossen und passte auf Florian Krüger, der den Ball aber verpasste. In der 41. Minute setzte Kother einen abgefälschten Ball ans Außennetz.
Der MSV schlug in der zweiten Halbzeit früh zu. Tyger Lobinger setzte sich in der 50. Minute auf Zuspiel von Dominik Kother stark gegen die Hoffenheimer Abwehr durch und traf aus 17 Metern flach ins untere Eck zur 2:1-Führung für den MSV.
Der MSV dominierte das Geschehen weiter. Die Hoffenheimer meldeten sich in der 67. Minute erstmals im zweiten Durchgang. MSV-Torwart Max Braune war aber beim Distanzschuss von Paul Hennrich auf dem Posten. In der 71. Minute nahm MSV-Trainer Dietmar Hirsch einen Dreifachwechsel vor. Für Florian Krüger, Can Coskun und Doppeltorschütze Tyger Lobinger kamen Conor Noß, Mert Göckan und Thilo Töpken in die Partie. Drei Minuten später kam Patrick Sussek für Dominik Kother.
In der 87. Minute feierte dann auch noch Dominik Becker sein Ligadebüt für den MSV. Der Winterneuzugang kam für Rasim Bulic. Der Ex-Saarbrücker trug dazu bei, dass in der Schlussphase nichts mehr anbrannte. In der Nachspielzeit fischte Torwart Max Braune noch einen langezogenen Ball der Hoffenheimer ab. In der dritten Minute der Nachspielzeit setzte der MSV dann noch die Kirsche auf die Torte. Conor Noß traf zum 3:0.
MSV Duisburg – TSG 1899 Hoffenheim II 3:1 (1:1)
MSV Duisburg: Braune – Bitter, Fleckstein, Schlicke – Jessen, Bulic (87. Becker), Coskun (71. Göckan) – Krüger (71. Noß), Viet, Kother (74. Sussek) – Lobinger (71. Töpken).
TSG 1899 Hoffenheim II: Petersson – Lührs, Lässig, Hör – Erlein (70. Abraha), Engelns (83. Honajzer), Duric – Hennrich (83. Hencke), Poller (65. El-Jiandaoui, Zeitler – Labes (65. Fields).
Tore: 1:0 Lobinger (17.), 1:1 Lührs (40.), 2:1 Lobinger (50.), 3:1 Noß (90./+3).
Gelbe Karten: Becker – Engelns, Lührs, Erlein.
Schiedsrichter: Nouhoum (Fürstenfeldbruck).
Zuschauer: 27.524.
So geht‘s weiter: TSV Alemannia Aachen – MSV Duisburg (Freitag, 24. April, 19 Uhr, Tivoli).
Weiter geht‘s für den MSV Duisburg am Freitag, 24. April, 19 Uhr, auf dem Tivoli mit dem Auswärtsspiel beim TSV Alemannia Aachen.




