Im MSV-Fanblock waren schon zur Pause die Bockwürste knapp geworden. Die Anhänger des MSV Duisburg nahmen am Sonntagabend das Stadion des FC Viktoria Köln in Beschlag. Die Zebras mussten sich vor 7943 Zuschauerinnen und Zuschauern im letzten Drittliga-Fußball-Spiel des Jahres 2025 mit einem 0:0 begnügen. Da war mehr drin gewesen. Die Duisburger überwintern damit auf dem dritten Tabellenrang. Das wäre am Saisonende der Platz für die Relegationsspiele zur 2. Bundesliga. Gegner wäre nach aktuellem Stand übrigens Fortuna Düsseldorf.
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MSV-Trainer Dietmar Hirsch wartete bei der Aufstellung mit Überraschungen auf. Mit Tim Heike und Thilo Töpken standen zwei Stürmer im Team. Florian Egerer rückte für den gesperrten Rasim Bulic auf die Sechs. Egerer, einer der Leistungsträger aus der Aufstiegssaison, hat in dieser Saison noch keine Sekunde gespielt. Auf der Bank saß etwas überraschend Patrick Sussek. Die große Überraschung: Außenverteidiger Moritz Montag, der beim MSV keine Perspektive mehr hatte, gehörte erstmals dem Kader an und saß auf der Bank.
Das Stadion im Sportpark Höhenberg war am Sonntag fest in Duisburger Hans. Über 4000 Schlachtenbummler hatten sich zum Adventsausflug nach Köln auf den Weg gemacht. Die Zebra-Fans sorgten für Stimmung, der Kölner Anhang hatte dem nur wenig entgegenzusetzen.
MSV startet mit Dreierkette im Sturm
Der MSV griff mit einer Dreierkette an. Tim Heike, Thilo Töpken und Conor Noß bildeten in der Domstadt das offensive Dreigestirn des MSV. Die erste Chance verbuchte aber die Viktoria. MSV-Kapitän Alexander Hahn verschätzte sich bei einer Flanke von David Otto. Ley Tyger Lobinger brachte aus kurzer Distanz aber keinen Druck hinter den Ball. Der MSV mühte sich redlich, fand im Spiel nach vorne aber lange keim Mittel, um Nadelstiche zu setzen.

In der 28. Minute verbuchten die Gäste ihren ersten Abschluss. Conor Noß setzte sich auf der linken Seite durch. Viktoria-Torwart Arne Schulz sicherte den Ball beim Schuss des Iren erst im Nachfassen. Eine Minute später verzog Tim Kloss aus halblinker Position. In der 29. Minute war der MSV wieder an der Reihe. Christian Viet kam bei einem Noß-Zuspiel im Strafraum einen Schritt zu spät. Die Viktoria meldete sich in der 42. Minute wieder zu Wort. Lex Tyger Lobinger setzte den Ball aber weit über das Duisburger Tor.

MSV-Trainer Dietmar Hirsch brachte zur zweiten Halbzeit Patrick Sussek für Florian Egerer. Damit war Leon Müller als einziger Sechser noch unterwegs. Sussek, der sich sofort mit einem Seitfallzieher einbrachte, spielte auf dem linken Flügel, dafür rückte Conor Noß nach innen. In der 60. Minute bewahrte Keeper Max Braune vor einem Rückstand, indem er gegen Simon Handle mit einer Fußabwehr zur Stelle war. Eine Minute später schoss David Otto knapp über das Tor. Der MSV ließ in dieser Phase einiges zu.
Dietmar Hirsch legte in der 64. Minute doppelt nach. Max Dittgen und Steffen Meuer kamen für Conor Noß und Tim Heike. Der Duisburger Coach versuchte mit mehreren Varianten, die Offensive seiner Mannschaft in Schwung zu bringen. Immer wieder liefen die Angriffsbemühungen der Gäste ins Leere. In der 72. Minute kam dann der Moment, auf den der Coach gehofft hatte. Max Dittgen setzte sich stark auf der rechten Seite durch. Kölns Torwart Arne Schulz war aber mit einer Glanzparade zur Stelle. Dittgen hatte zuletzt in Cottbus in ähnlicher Situation getroffen. In der 75. Minute brachte Hirsch mit Andy Visser (für Thilo Töpken) einen frischen Stürmer.

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In der 76. Minute verdiente sich der Kölner Torwart den Namen „Teufelskerl“. Patrick Sussek scheiterte aus kurzer Distanz an Arne Schulz. In der 88. Minute war Max Braune der Keeper, der stark hielt. Er rettete bei einem Kölner Konter. In der Nachspielzeit scheiterte Patrick Sussek bei einem Sololauf am Viktoria-Torwart.
FC Viktoria Köln – MSV Duisburg 0:0
FC Viktoria Köln: Schulz – Dietz, Sponsel, Kloss – Ronstadt (65. Agyekum), Münst, Wolf (86. Eisenhuth), Handle (65. Tonye), Engelhardt – Otto (81. Zank), Lobinger (81. Popp).
MSV Duisburg: Braune – Bitter, Fleckstein, Hahn, Coskun – Müller, Egerer (46. Sussek) – Viet – Heike (64. Meuer), Töpken (75. Visser), Noß (64. Dittgen).
Gelbe Karten: Egerer, Co-Trainer Höner.
Schiedsrichter: Näther (Neschitz).
Zuschauer: 7943.
So geht‘s weiter: Hannover 96 – MSV Duisburg (Testspiel, Freitag, 9. Januar, 12 Uhr, in Belek/Türkei).
Für die Zebras haben nun die kurzen Weihnachtsferien begonnen. Die Spieler müssen in der freien Zeit ein paar Läufe absolvieren. Trainer Dietmar Hirsch ist es aber wichtig, dass seine Jungs die besinnlichen Tage genießen können. Am 2. Januar bittet der Coach bereits wieder zum Training. Einen Tag später brechen die Zebras ins Trainingslager auf. Bis zum 10. Januar arbeiten die Meidericher im türkischen Belek. Dort steht am Freitag, 9. Januar, um 12 Uhr (Ortszeit) ein Testspiel gegen den Zweitligisten Hannover 96 auf dem Programm. In der 3. Liga geht es für den MSV am Sonntag, 18. Januar, 13.30 Uhr, in Großaspach mit dem ersten Rückrundenspiel beim VfB Stuttgart II.





