Duisburg feierte am Freitag Bernard Dietz und den MSV Duisburg. Am Vormittag hatte der DFB den 77 -Jährigen in Frankfurt zum Ehrenkapitän der Nationalmannschaft ernannt. „Ennatz“ war rechtzeitig zum Spiel an der Wedau und sah einen Sieg seiner Zebras. Der MSV besiegte den SV Waldhof Mannheim vor 22.241 Zuschauern mit 2:1 (1:0). Nach fünf Spielen ohne Sieg verbuchten die Meidericher wieder einen Sieg und bestätigten die Tabellenführung in der 3. Fußball-Liga.
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Der DFB ernannte MSV-Legende Bernard Dietz am Freitag im Rahmen seines Bundestages zum Ehrenspielführer der Fußball-Nationalmannschaft. Die Laudatio hielt Jürgen Klinsmann, der ebenfalls Ehrenkapitän ist. Der frühere Stürmer sagte: „Das ist längst, längst überfällig.“ Bernard Dietz war überwältigt. „Ich hatte mir vorgenommen, noch etwas zu sagen. Aber es ging nicht mehr“, so der 77-Jährige später. In der Halbzeitpause des Spiels gegen den SV Waldhof ehrte Oberbürgermeister Sören Link den Europameister von 1980. Der OB hatte vorher sein Versprechen aus dem Mai eingelöst und im Stadtgebiet mehrere Ortseingangsschilder mit dem Schriftzug „Dietzburg“ aufstellen lassen. Eines dieser Schilder schenkte Sören Link dem neuen Ehrenspieführer.

MSV-Trainer Dietmar Hirsch veränderte seine Startaufstellung gegenüber dem Spiel beim VfL Osnabrück auf zwei Positionen. Für den verletzten Simon Symalla kam Mert Göckan als offensiver Flügelspieler ins Team. Auf der Stürmerposition erhielt der zuletzt dreimal nicht berücksichtigte Tim Heike eine Chance. Dafür war diesmal für Thilo Töpken kein Platz im Kader. Der schnelle Andy Visser saß erneut auf der Bank. Auf der Tribüne war die Bundesliga vertreten. Zwei Beobachter des 1. FC Heidenheim schauten am Freitag genau hin. Und noch ein Gast: Ex-MSV-Chef Walter Hellmich, seit einem Jahr wieder als Sponsor bei den Zebras an Bord, verfolgte die Partie von einer Loge aus.
Die Gäste begannen forsch. Schon in der zweiten Minute musste MSV-Torwart Max Braune gegen Arianit Ferati klären. Fünf Minuten später war der MSV an der Reihe. Patrick Sussek versuchte es mit einem Schlenzer, aber Thijmen Nijus im Mannheimer Tor war auf dem Posten. Die Zebras erkämpften sich ein Übergewicht. Das zahlte sich in der 20. Minute aus. Nach einer Hereingabe von Patrick Sussek von der linken Seite vertendelte Tim Heike den Ball, doch Conor Noß stand perfekt. Der Ire, der in einer Viererkette vor dem Sechser Rasim Bulic agierte, knallte den Ball zur 1:0-Führung ins Netz. Diesmal hatte der MSV-Schiri-Glück: Tim Heike stand knapp im Abseits. Ein VAR wäre hier ein Stimmungskiller gewesen.

In der 35. Minute war Noß nicht entschlossen genug. Der Mittelfeldspieler verpasste es, die gut positionierten Tim Heike und Patrick Sussek im Strafraum anzuspielen und blieb stattdessen in der Mannheimer Abwehr hängen. In der 40. Minute wurden die ;Mannheimer gefährlich. Masca köpfte den Ball nach einer Abifade-Flanke neben das Tor. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte war Patrick Sussek mit viel Tempo unterwegs, verzog aber – auch weil ihn ein Rempler aus der Bahn warf. Sussek beschwerte sich und kassierte Gelb.
Mannheim hatte in der zweiten Halbzeit den besseren Start. Julian Rieckmann setzte einen Seitfallzieher über das Duisburger Tor (52.). In der 60. Minute nahm Conor Noß einen Fehlpass der Gäste auf, konnte sein Solo aber nicht erfolgreich abschließen. Den Nachschuss von Tim Heike blockten die Mannheimer ab. Eine Minute später kam Christian Viet aus kurzer Distanz zu spät an den Ball. Joshua Bitter verpasste in der 65. Minute einen kuriosen Treffer. Der Abschluss des Verteidigers war viel zu schwach, doch SVW-Keeper Thijmen Nijhuis geriet ins Stolpern. Der Niederländer konnte dann aber doch noch für sein Team retten.

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In der 69. Minute war Bitters Abschluss auch nicht geradlinig, aber diesmal passte alles. Er setzte sich bärenstark auf der rechten Seite durch und düpierte den Gegner, der den Ball nicht festhalten konnte: Es stand 2:0 für den MSV. In dfer 74. Minute hatte Rasim Bulic das 3:0 auf dem Fuß, doch der Keeper war hier zur Stelle. In der 85. Minute wurde es wieder spannend: Der eingewechselte Terrence Boyd köpfte zum Anschluss ein. Es brannte aber nichts mehr an.
MSV Duisburg – SV Waldhof Mannheim 2:1 (1:0)
MSV Duisburg: Braune – Bitter, Fleckstein, Hahn, Coskun – Bulic – Göckan, Viet (90. Meuer), Noß (90. Müller), Sussek (78. Tugbenyo) – Heike (71. Krüger).
SV Waldhof Mannheim: Nijhuis – Klünter, Hoffmann, Karbstein, Abifade – Ferati, Michel (71 Mendes), Rieckmann (84. Sechelmann), Masca (71. Boyd) – Okpala, Lohkemper (84. Iwe).
Tore: 1:0 Noß (20.), 2:0 Bitter (69.), 2:1 Boyd (85.).
Gelbe Karten: Sussek, Tugbenyo, Bitter – Mendes.
Schiedsrichter: Ballweg (Zwingenberg).
Zuschauer: 22.241
So geht‘s weiter: SV Sonsbeck – MSV Duisburg (Niederrheinpokal, Viertelfinale, Sonntag, 16. November, 13.30 Uhr, Willy-Lemkens-Sportpark).
Es folgt jetzt die Länderspielpause. Der MSV Duisburg ist im Niederrheinpokal am Ball. Die Zebras bestreiten ihre Viertelfinalpartie beim Oberligisten SV Sonsbeck am Sonntag, 16. November. Anstoß im Willy-Lemkens-Sportpark ist um 13.30 Uhr.




