Als der Fußballer André Schürrle seine mit dem Weltmeistertitel gekrönte Karriere kürzlich für beendet erklärte, wollten ihn viele Kommentatoren in den Sozialen Netzwerken nicht verstehen. Mit 29? Warum so früh? Das reflexartig gefällte Urteil: Zu viel Geld verdient, zu satt geworden. Dabei hat Schürrle aufgehört, weil er erkannte, dass er starke Leistungen bei zunehmendem Druck nicht mehr regelmäßig abrufen konnte.
Benedikt Höwedes ist drei Jahre älter, auch er hätte noch etwas länger spielen können, aber auch er wollte nicht mehr. Er sehnt sich nach mehr Familienleben, und er weiß: Erfolge wie zu besten Zeiten, als er mit Schürrle Weltmeister wurde, waren nicht mehr in Sicht.


