TRIATHLON

Wittener Teams mit schwacher Ausbeute am Rhein

Die Wittener Bundesliga-Männer enttäuschten in Düsseldorf, kamen nicht über Platz 13 hinaus.

Die Wittener Bundesliga-Männer enttäuschten in Düsseldorf, kamen nicht über Platz 13 hinaus.

Foto: tatjana kortmann

Düsseldorf.  Während vorne Potsdam und Buschhütten die Tagessiege unter sich ausmachen, enttäuschen die Bundesliga-Triathleten aus Witten in Düsseldorf.

Viel schlechter hätte es beim zweiten Wettbewerb der Saison kaum laufen können für die Bundesliga-Mannschaften der SG Triathlon Witten. Die Damen fielen mit ihrem elften Platz im Gesamtklassement weit zurück, noch etwas weiter hinten landeten die Herren mit Position 13. Nach der Hälfte der Rennen sind die einstigen Mitbewerber um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft nur noch Mittelmaß.

Ganz vorne in den Einzeldisziplinen leuchteten in Düsseldorf wieder einmal die knallroten Triathlon-Anzüge der Athleten vom EJOT-Team des TV Buschhütten. Sowohl bei den Herren als auch bei den Damen feierten die Siegerländer am Sonntag bei hochsommerlichen Temperaturen einen Doppelsieg. Justus Nieschlag entschied das Männer-Rennen in 54:41 Minuten vor seinem südafrikanischen Teamkollegen Richard Murray (55:07) und dem Süßener Dario Chitti (55:26) für sich. Bei den Frauen war Anna Maria Mazetti (1:02,14 std.) die Tagesschnellste, ließ die Australierin Emma Jeffcoat (1:02,25) und die Potsdamer Britin Olivia Mathias (1:02,50) hinter sich.

Durchweg NRW-Teams bei den Damen auf dem Podium

In der Mannschaftswertung aber kassierten die erfolgsverwöhnten Buschhüttener wie schon im Vorjahr eine Niederlage, mussten sich hinter Triathlon Potsdam einreihen, das es fertigbrachte, vier seiner fünf Athleten unter die ersten Neun zu bringen. Damit lagen die Brandenburger am Ende bei den Platzziffern um 21 Zähler vor Buschhütten, Dritter wurde der TuS Griesheim. Der Sieg bei den Damen ging ganz überlegen an Titelverteidiger TV Buschhütten (Platzziffer acht), dahinter sorgten das Kölner-Triathlon-Team (31) und die SSF Bonn (36) überraschend für ein durchweg nordrhein-westfälisch besetztes Siegerpodest.

Dass Wittens Frauen in der ungewohnten Besetzung mit Marlene Gomez-Islinger, Margit Vanek, Nina Rosenbladt und Debütantin Carina Huhn nicht für einen der vorderen Ränge infrage kam, war vorher schon absehbar. „Dass es dann aber mit Platz elf so schlecht laufen würde, hatten wir selbst nicht auf der Rechnung“, so Teamsprecher Lars Wenzel. „Wir hatten schon Probleme, nach dem Schwimmen die vorderen Gruppen zu erreichen.“ Das wäre aber vonnöten gewesen, denn auf den 20 Rad-Kilometern wurde mächtig Tempo gemacht. So bekam schließlich auch Nina Rosenbladt beim Laufen Probleme, belegte in 1:10,52 Stunden lediglich Rang 52, blieb unter ihren Möglichkeiten. Die Ungarin Margit Vanek wurde 33. in 1:06,21 std., beste Wittenerin war Marlene Gomez-Islinger mit einem respektablen 13. Platz in 1:04,34 Stunden. „Carina Huhn war nicht konkurrenzfähig“, so Wenzel über die Vierte im Bunde, die ohnehin als Ergänzung eingeplant war, falls etwas Unvorhergesehenes passieren würde.

Platten bei Wittens Julian Erhardt

Noch weniger gut absolvierte das Männer-Quintett das Rennen am Düsseldorfer Medienhafen. Lediglich vier Mannschaften schnitten am Ende noch schlechter ab, die Platzziffer (189) deutet bereits darauf hin, dass die SG Triathlon Witten mit ihrem internationalen Aufgebot weit weg von der Ligaspitze war. Pech allerdings hatte Julian Erhardt, der als zweitbester Wittener hinter dem Ungarn Aurel Sinko-Uribe aus dem Wasser kam. „Dann aber hat er sich einen Platten eingehandelt, musste zurück, um das Rad zu wechseln“, berichtet Lars Wenzel. Erhardt lieferte letztlich das Streichergebnis (Platz 71) - doch seine Teamkollegen waren auch nicht in der Lage, das Resultat aufzuhübschen. Der Däne Nicklas Roessner (58,32 min.) kam auf Platz 39 ins Ziel, dahinter folgten der Norweger Morten Hansen (58:45/41.), der Niederländer Finn Timmermans (59:52/53.) und Sinko-Uribe (1:00,03/56.) - Rang 13 und mehr als 160 Platzziffern Rückstand auf Tagessieger Potsdam. „Bei uns lief einfach nichts zusammen“, so das Fazit von Lars Wenzel. Beim Rennen in Tübingen (21. Juli) muss eine deutliche Steigerung her.

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