JUGENDFUSSBALL

Wittener Luis Hartwig jagt BVB-Wunderstürmer

Mannschaftskapitän und bester Torschütze: Bei den U19-Junioren des VfL Bochum hat Luis Hartwig (vorne li.) eine wichtige Position inne.

Mannschaftskapitän und bester Torschütze: Bei den U19-Junioren des VfL Bochum hat Luis Hartwig (vorne li.) eine wichtige Position inne.

Foto: Olaf Ziegler / FUNKE Foto Services

Bochum/Witten.  In der A-Jugend-Bundesliga West ist der Wittener Luis Hartwig (VfL Bochum) aktuell zweitbester Torschütze. Nur ein BVB-Toptalent langt öfter hin.

Auf das Fernduell mit dem wohl bekanntesten deutschen Junioren-Spieler hatte sich Luis Hartwig schon gefreut. Denn Konkurrenz, betont der 17-Jährige, mache bekanntlich immer besser und motiviere einen Spieler dazu, die Leistung immer weiter zu steigern. Doch der Kampf um den Spitzenplatz in der Torjägerliste der A-Junioren-Bundesliga West ist fürs Erste vertagt.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) sagte den für dieses Wochenende angesetzten Spieltag der U-Mannschaften kurzfristig ab. Und so geht Youssoufa Moukoko von Tabellenführer Borussia Dortmund als bester Torjäger der Spielklasse in die Zwangspause. Herausforderer Luis Hartwig von der U 19 des VfL Bochum muss sich also ein wenig gedulden, bis er die Jagd auf den Ausnahmestürmer fortsetzen kann.

„Ich muss sagen, dass mich so ein Duell schon irgendwo reizt“

Fünf Tore hat der Wittener, der seine noch junge Karriere beim SV Bommern 05 startete, in den bislang erst drei Punktspielen erzielt. Zehn wiederum hat Moukoko, der allerdings schon viermal auflaufen konnte. „Ich muss sagen, dass mich so ein Duell schon irgendwo reizt“, gibt Hartwig zu. „Youssoufa ist dabei natürlich ein extrem starker Kontrahent, der immer wieder trifft und trifft und trifft.“ Bei aller Ehrfurcht vor dem inzwischen auch international bekannten BVB-Wunderstürmer muss sich Bochums Angreifer keineswegs verstecken. Mit dem VfL belegt er Rang zwei, der Start in die neue Spielzeit ist geglückt. Die Gründe? Hartwig nennt etwa die „extrem positive Stimmung“ im Team oder das vertrauensvolle Verhältnis zwischen Spielern und Trainerteam. Der ständige Austausch sei ein weiterer wichtiger Faktor: „Uns Spielern wird ein gewisses Mitspracherecht in Sachen Taktik, Ideen und Belastungssteuerung zugestanden.“

Der Wittener profitiert davon: „Das hilft natürlich der Mannschaft als Ganzes, aber auch jedem Einzelnen in der Entwicklung und dabei, immer einhundert Prozent geben zu können. Das Team weiß, wie ich spiele, kennt meine Laufwege und setzt auf meine Qualitäten. So ist es auch für mich einfacher.“ Für das Gros der acht VfL-Tore zeichnete der 17-Jährige verantwortlich. Es ist der perfekte Start für die Bochumer - und für ihn persönlich.

Hartwigs Traum: Im Ruhrstadion zu spielen und vor der Ostkurve zu jubeln

Dass seine Ausbeute dabei in die Nähe des ein Jahr jüngeren Dortmunders rückt, ist für ihn trotz des damit verbundenen Ansporns nebensächlich: „Es ist jetzt auch kein Ziel von mir, unbedingt besser zu sein oder mehr Tore zu schießen als er. Ich möchte mich hier weiterhin so gut entwickeln und Erfolge mit der Mannschaft haben.“ Zudem wisse er nicht, wie lange er dieses Niveau halten könne, um den großen Konkurrenten jemals vom Thron stoßen zu können. Torjägerkrone hin oder her - nun ist erst einmal Pause. Zeitlich dürfte die A-Junioren-Bundesliga ohnehin nicht in Not geraten. Denn anders als in vielen andere Ligen spielen die Teams lediglich einmal gegeneinander.

Luis Hartwig denkt, auch wenn es derzeit schwer fällt, aber schon jetzt an die Zeit lange nach der Pause. Wenn endlich wieder Zuschauer ins Stadion dürfen - und wenn auch er eines Tages dort spielen kann. Wenn sein Plan aufgeht: „Seit ich hierher gekommen bin, ist es mein Ziel, Profi zu werden – am liebsten hier beim VfL. Es war schon immer mein Traum, im Ruhrstadion zu spielen und vor der Ostkurve zu jubeln.“

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