RUDERN

Lukas Föbinger vom RC Witten sichert sich Gold und WM-Ticket

Hatten nach ihrem Titelgewinn und der festgezurrten Qualifikation für die Weltmeisterschaft (U 23) in den USA gut lachen: Lukas Föbinger (re.) und Leon Schandl.

Hatten nach ihrem Titelgewinn und der festgezurrten Qualifikation für die Weltmeisterschaft (U 23) in den USA gut lachen: Lukas Föbinger (re.) und Leon Schandl.

Foto: Detlev Seyb

Brandenburg.  Bei der U 23-DM fährt Föbinger mit seinem Zweierpartner Leon Schandl auf Platz eins. DM-Titel berechtigt zur Teilnahme an WM in den USA.

Aus dem Strahlen kamen Lukas Föbinger und sein Zweierpartner Leon Schandl (Bessel-RC Minden) am Ufer des Beetzsees gar nicht mehr heraus. Der Ausnahmeruderer des Ruder-Clubs Witten sicherte sich im Zweier bei den Deutschen U 23-Meisterschaften in Brandenburg souverän den Titel. Zudem sprang noch eine Reise in die Vereinigten Staaten heraus.

Aus sportlicher Sicht ist die Titelgeschichte von Föbinger und Schandl eigentlich schnell erzählt. Aufgrund des geringen Teilnehmerfeldes von nur drei Booten wurde in der Rennklasse „Männer-Zweier ohne Steuermann“ direkt das Finale ausgetragen. „Dass nur so wenige Boote antraten, hatte etwas mit den Ergebnissen im Vorfeld zu tun“, erklärte Föbinger. So wären zum Beispiel noch eine Fahrgemeinschaft Berlin/Osnabrück und ein Hamburger Boot für das Zweier-Finale startberechtigt gewesen. Die betreffenden Athleten entschieden sich allerdings dafür, lieber gemeinsamen in einem Boot mit vier sportlichen Sitzplätzen zu starten.

So bekam es das Duo Föbinger/Schandl auf dem Beetzsee im brandenburgischen Havelland nur mit Jonas Krimpenfort und Henning Köncke vom Osnabrücker RC sowie Felix Braband und Johannes Overhage zu tun. Letztere traten als Gemeinschaftsboot der Rgm. Frankfurter RG Germania und des RC Potsdam an.

Ernst wurde es über die 2000 Meter dann am Samstagmittag: Vor dem Start waren die Rollen klar verteilt. „Die Rangliste führt uns als drittschnellsten Zweier, hinter den Booten aus Berlin/Osnabrück und Hamburg. Da die ja nicht angetreten sind, haben wir versucht, unserer Favoritenrolle gerecht zu werden“, meinte Föbinger. Das klappte vorzüglich. Föbinger/Schandl dominierten das Renngeschehen von Beginn an, hatten sich auf halber Strecke schon elf Sekunden Vorsprung auf die zweitplatzierten Osnabrücker herausgearbeitet. Am Ende ruderte das Wittener Ausnahmetalent in 6:50,61 Minuten und mit 13 Sekunden Vorsprung souverän zur Goldmedaille. „Wir waren voll fokussiert und wollten vorneweg fahren. Man weiß ja nie, was so passiert“, meinte Föbinger.

Dreiwöchiges Trainingslager steht an

Die Freude war im Ziel und anschließend bei der Siegerehrung aber nicht nur aufgrund des gewonnenen Edelmetalls so groß. Denn die Goldmedaille bedeutete gleichzeitig die Qualifikation für die U 23-Weltmeisterschaft vom 24. bis 28. Juli im sonnigen Sarasota (Florida, USA). „Das war absolut das Ziel. Und das haben wir geschafft“, gab der 22-Jährige glücklich zu Protokoll.

Damit auch dort ein gutes Ergebnis herausspringt, geht’s ab Dienstag zur Vorbereitung an die Ruderakademie nach Ratzeburg. Drei Wochen hartes Training stehen dort am Bundesstützpunkt des Deutschen Ruderverbands auf dem Programm, ehe es dann am 17. Juli mit dem Flieger über den Atlantik geht.

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