Triathlon

Herausragendes Rennen von Jeanne Lehair

Carina Brechters (re.) und die Damen vom Stadtwerke-Team Witten belegten am Sonntag Rang vier, sind damit Dritte im Gesamtklassement der Bundesliga.

Carina Brechters (re.) und die Damen vom Stadtwerke-Team Witten belegten am Sonntag Rang vier, sind damit Dritte im Gesamtklassement der Bundesliga.

Foto: imago/Ulmer

Tübingen.   Tolles Debüt einer erst 19-Jährigen: Die Französin Jeanne Lehair vom Stadtwerke-Team Witten wurde Zweite in Tübingen, ihre Mannschaft belegte Rang vier. Der PV-Triathlon wurde Achter.

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Der Seriensieger hat wieder zugeschlagen - und das auch einmal mehr gleich doppelt: Das Ejot-Team des TV Buschhütten feierte am Sonntag sowohl mit seinen Damen als mit den Herren den Triumph im Gesamtklassement der Triathlon-Bundesliga. Für die beiden Mannschaften vom Stadtwerke-Team der TG Witten sprang jeweils der dritte Rang heraus. Der PV-Triathlon (Männer 9., Frauen 8.) landete im sicheren Mittelfeld.

Premiere in der Universitätsstadt Tübingen - erstmals fand dort ein Bundesliga-Wettkampf der Triathleten statt. Im 19 Grad warmen Wasser des Neckar, der mitten durch die 85.000-Einwohner Stadt fließt, durften die Athleten ihre Neoprenanzüge tragen, spulten die 750 Meter flott ab. Bei den Damen, die am Mittag zuerst starteten, waren Jeanne Lehair, Carina Brechters und Katharina Heid vom Stadtwerke-Team der TG Witten gleich mit im Vorderfeld dabei, Starterin Nummer vier war Dio Berk, die für die verletzte Grace Musgrove eingesprungen war. Vor allem die erst 19-jährige Französin Lehair, die zuletzt mit ihren Landsleuten in Hamburg noch die Mixed-Weltmeisterschaft gewonnen hatte, wusste vollauf zu überzeugen und belegte am Ende einen hervorragenden zweiten Platz hinter Tagessiegerin Emmie Charayron (Buschhütten). Carina Brechters beendete das Rennen als Zwölfte, Katharina Heid blieb der 32. Platz - diese drei Triathletinnen kamen in die Wertung, so dass für das Stadtwerke-Team letztlich der vierte Platz heraussprang. Ganz vorne landete Buschhütten, dahinter Lemgo und Griesheim. Im Gesamtklassement belegen die Wittener Frauen einen guten dritten Rang.

Knifflige Laufstrecke

Vorab auf einen neuerlichen siebten Platz hatte das Damen-Quartett des PV-Triathlon gehofft - am Ende wurden Lina Völker, Annika Vössing, Johanna Rellensmann und Katharina Krüger Achte. „Das war das erste Mal, dass wir in drei Rennen der Saison in gleicher Besetzung angetreten sind“, erklärte Johanna Rellensmann, die mit ihrem eigenen Rennen - vor allem auf der „sehr schwierigen Laufstrecke, da waren enorm viele Rampen drin“ - nicht ganz zufrieden war. Beste PVT-Starterin war Lina Völker auf dem 24. Platz. Nach Schwimmen und Laufen hatte sie sensationell sogar in Führung gelegen.

„Für uns war das Abschneiden okay - der siebte Platz war auch nicht weit weg“, so Rellensmann, die vor allem mit Schwierigkeiten nach dem Schwimmen haderte. „Da haben wir den Anschluss an die vordere Radgruppe verpasst“, so die Münsteranerin nach dem vierten und letzten Liga-Wettbewerb.

Dass sich ganz vorne hinter der Buschhüttener Tagessiegerin Charayron mit Jeanne Lehair eine so junge Athletin vom Stadtwerke-Team platzieren konnte, überraschte auch Mannschafts-Betreuer Richard van Diesen. „Das war schon ein beeindruckendes Rennen, das sie da abgeliefert hat mit ihren gerade mal 19 Jahren.“ Für ihre Mannschaft wäre in Tübingen sicherlich noch etwas mehr drin gewesen als Rang vier, wenn nicht die Australierin Grace Musgrove ausgefallen wäre. Die Youngster Katharina Heid und Dio Berk mühten sich zwar im stark besetzten Teilnehmerfeld nach Kräften, konnten letztlich aber nicht genug Zähler beisteuern, um ihr Stadtwerke-Team noch am TuS Griesheim vorbei auf den Bronzeplatz zu schieben.

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