Ist das schon eine Vorentscheidung in der Deutschen Mannschafts-Meisterschaft? Die Bundesliga-Frauen des PV Triathlon TG Witten lieferten am Samstag wie schon zwei Wochen zuvor in Tübingen eine Galavorstellung ab, gewannen mit großem Vorsprung ihr zweites Rennen der Saison - der Titelverteidiger aus der Ruhrstadt enteilt allmählich der Konkurrenz. Herausragend beim Wettbewerb in Dresden, der auch als Deutsche Einzel-Meisterschaft gewertet wurde, war Annika Koch, die bei ihrem Saisondebüt die Silbermedaille ersprintete.
„Das war einmal mehr ein tolles Rennen unserer Frauen. Ich hatte ja vorher schon gesagt, dass dieser Wettkampf eine andere Dynamik haben wird durch die herausragende Besetzung“, so Thomas Fehrs, Wittens Sportlicher Leiter. Außer Laura Lindemann (Potsdam), Olympiasiegerin mit der Mixed-Staffel in Paris, war nicht als Aktive, sondern diesmal als TV-Kommentatorin vor Ort.
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Beim Laufen habe ich hier und da eine Attacke versucht, um von Lisa Tertsch wegzukommen - das hat aber nicht geklappt. Hätte ich mir vielleicht schenken sollen.
Annika Koch,, Deutsche Vizemeisterin aus dem siegreichen Wittener Bundesliga-Team
Schon nach dem Schwimmen im Alberthafen deutete sich an, dass es beinahe zu einem Alleingang der Wittener Bundesliga-Frauen werden könnte. Die Italienerin Bianca Seregni, erstmals für ihren neuen Club im Einsatz, kam als Erste nach den 750 Metern aus dem Wasser. Gar nicht weit dahinter folgten Annika Koch, Bianca Bogen und auch Merel Veltman. Nach den folgenden knapp 20 Rad-Kilometern hatte sich Koch weit nach vorn gearbeitet, gehörte zum Trio mit Fanni Szalai (Köln) und der nur für die DM-Wertung startenden Lisa Tertsch.
Am Ende der fünf Laufkilometer zum Abschluss wurde es zu einem Duell zwischen Koch und Tertsch - dabei setzte sich Letztere im Sprint mit wenigen Sekunden Vorsprung vor DM-Titelverteidigerin Annika Koch durch, die damit aber die Bundesliga-Einzelwertung für sich entschied. Weil im Liga-Klassement auch Bianca Seregni (5.) und Bianca Bogen (8.) weit vorne ins Ziel kamen, holte der PV Triathlon TG Witten mit weitem Abstand vor den Teams aus Köln und Lüneburg den Tagessieg.

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Die „doppelte Bianca“ wird vom Publikum begeistert gefeiert
„Mein Ziel war vorher schon ein Podiumsplatz - die Titelverteidigung wäre ein Traum gewesen“, gab Annika Koch nachher zu Protokoll. Auf dem Rad habe sie versucht, das Tempo weiter zu forcieren, die Konkurrentinnen spielten dabei aber nicht mit. „Beim Laufen habe ich hier und da eine Attacke versucht, um wegzukommen - das hat aber nicht geklappt. Hätte ich mir vielleicht schenken sollen“, so Kochs Analyse nach DM-Silber.
Bianca Bogen, die zweifache Mutter im Wittener Quartett, war „sehr zufrieden mit meiner Leistung. Beim Laufen war am Ende einfach nicht mehr drin.“ Auf der zweimal zu bewältigenden Laufstrecke lag sie lange gleichauf mit Teampartnerin Bianca Seregni. „Das war schon witzig. Es waren so viele Zuschauer an der Strecke. Und immer, wenn alle laut ,Bianca‘ gerufen habe, war das eine schöne Anfeuerung für uns beide“, so Bogen.

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Teamchef Thomas Fehrs war happy, dass man sich an der Tabellenspitze weiter absetzen konnte. „Die anderen Teams haben sich quasi gegenseitig die Punkte abgenommen“, bilanzierte er. Und meinte mit freudigem Blick aufs Gesamtklassement noch fast philosophisch: „Man kann eben immer nur gewinnen, wenn man gewonnen hat.“
Beim Männer-Wettbewerb landete das Quintett des PV Triathlon TG Witten auf einem soliden neunten Platz, bestätigte damit auch die Erwartungen von Thomas Fehrs. Bester PV-Starter war Max Meckel auf Platz 24 (52:58 min.) der Einzelwertung, sein Bruder Lukas folgte in 52:50 min. auf Position 34. Bemerkenswert: Der inzwischen für Potsdam startende Wittener Luca Fahrenson lieferte ein famoses Rennen ab, wurde Vierter der DM-Einzelwertung in 51:21 Minuten und sogar Zweiter im U-23-Klassement.





