Umfassender Rollentausch bei der HSG Annen-Rüdinghausen vor der neuen Handball-Saison. Der bisherige Trainer der Bezirksliga-Frauen, Henning Schierbaum, verabschiedet sich nach mehreren Jahren in diesem Amt, widmet sich fortan der Arbeit in der Jugendabteilung. Dafür übernimmt Andreas Menne, der bislang die Kreisliga-Männer des Vereins trainiert hat, den Chefsessel der Frauen, die in der abgelaufenen Saison Vizemeister waren und nun den nächsten Schritt anpeilen.

„Wir sind momentan gewissermaßen noch in der Kennenlern-Phase“, sagt Andreas Menne mit einem Augenzwinkern. Aber das, was er in den bisherigen Wochen seit seinem Amtsantritt beim ambitionierten Wittener Bezirksligisten zu sehen bekam, hat ihm durchweg gefallen. „Im Juni haben wir mit dem Training begonnen, es sind immer zwischen 15 und 20 Spielerinnen im Training. Ich muss sagen, ich habe da ein richtig gutes Gefühl“, teilt Menne mit. Auch, weil die erste und zweite Frauenmannschaft bei der HSG Annen-Rüdinghausen nach wie vor so eng vernetzt sind. Davon sollen beide Teams profitieren.

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Bei einem kleinen Trainingslager gleich in der Startphase ging es im Miteinander zwischen Trainer und Mannschaft um die ersten Grundlagen, um das Ausloten der gegenseitigen Spielphilosophien. Auch ein erstes Testspiel wurde nach der Teilnahme am Beachhandball-Turnier des TV Lössel (Platz zwei) bereits bestritten - gegen Verbandsliga-Absteiger TV Wattenscheid setzte sich die HSG am Ende sicher durch. Für den Wittener Club gilt es, jetzt auch die drei neuen Spielerinnen, die im Sommer zum Aufgebot gestoßen sind, zu integrieren. Torfrau Annika Hohage kam vom Ortsnachbarn HSV Herbede, Hanna Porck von der SG Linden-Dahlhausen, und Lena Larysch war zuletzt bei der HSG Rauxel-Schwerin am Ball. „Unsere erste Linkshänderin“, freut sich Coach Andreas Menne über ungeahnte neue taktische Möglichkeiten.

Aufgehört hat bei den Wittenerinnen die langjährige Torhüterin Gianna Lehnen-Gasper, zudem spielt auch Lisa Ostermann nicht mehr für die HSG-Frauen. Gleichwohl ist der Trainer zuversichtlich, die sportlichen Ziele erreichen zu können. „Die Mannschaft ist in der letzten Saison Vizemeister geworden hinter Überflieger Lünen - was kann man da schon tiefstapeln?“ Er freue sich darüber, eine „so tolle Truppe mit einer wirklich guten Einstellung“ übernommen zu haben. „Alle haben hier richtig Lust“, einschließlich seiner Person, versteht sich.

Damenhandball-Bezirksliga: HSG Annen-Rüdinghausen gegen VfL Aplerbeckermark
Die Erfahrenste im Team der HSG Annen-Rüdinghausen: Andrea Rüwald (re.) wird in der kommenden Saison mit den Wittenerinnen gewiss ein Kandidat für einen Aufstiegsplatz sein.© FUNKE Foto Services | Rainer Raffalski

Im Juni haben wir mit dem Training begonnen, es sind immer zwischen 15 und 20 Spielerinnen im Training. Ich muss sagen, ich habe da ein richtig gutes Gefühl.

Andreas Menne,, Trainer der HSG Annen-Rüdinghausen

Oberstes Gebot sei aus Mennes Sicht, jetzt Konstanz in die Leistungen zu bekommen. Dass die HSG-Frauen um die früheren Oberliga-Spielerinnen Andrea Rüwald und Bianca Lohrmann alle Qualitäten mitbringen, ist kein Geheimnis. Beim zweiten Testspiel drehte Annen-Rüdinghausen gegen Kreisligist HSG ECD Hagen richtig auf, fegte den Gegner mit 31:10 vom Feld. „Ich bin gespannt, was unsere Gegner in der Saison so auf die Platte bringen“, sagt Andreas Menne.

Der auch in Sachen Trainingsgestaltung viele eigene, kreative Ideen einbringt. In dieser Woche absolvieren die Handballerinnen eine gemeinsame Einheit beim Fußballteam des früheren Regionalligisten SpVg. Berghofen. Demnächst sind die Wittenerinnen dann zu Gast bei den Sportschützen der SSG Annen - „da steht dann ein Biathlon aus Laufen und Schießen an. Ich bin selbst gespannt, wie das ankommt“, so der Trainer, der bei seiner Arbeit von „Co“ Tobias Mertens unterstützt wird.

Damenhandball/Bezirksliga:
HSG Annen-Rüdinghausen gegen TV Westfalia Halingen
Eigengewächs Catharina Althaus (am Ball) soll in der neuen Saison dafür sorgen, dass die HSG Annen-Rüdinghausen von Beginn an ganz vorne mitmischen kann.© FUNKE Foto Services | Dirk A. Friedrich

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