Leichtathletik

Stina Goldau startet bei der Deutschen Meisterschaft

Der große Wurf gelang Stina Goldau bei der Niederrheinmeisterschaft: Sie qualifizierte sich für die Deutsche U 20-Meisterschaft im Mehrkampf

Der große Wurf gelang Stina Goldau bei der Niederrheinmeisterschaft: Sie qualifizierte sich für die Deutsche U 20-Meisterschaft im Mehrkampf

Foto: VSG

Bad Oeynhausen.   Die Velberterin Stina Goldau knackt bei der Niederrheinmeisterschaft die Normund gibt nun bei der U20-DM ihr Debüt im Mehrkampf

Großartiger Erfolg für Stina Goldau. Die Leichtathletin der Velberter SG hat bei den NRW-Mehrkampf-Meisterschaften in Bad Oeynhausen das Ticket zu den Deutschen Jugendmeisterschaften gelöst.Die 19jährige Velberterin konnte im Siebenkampf der weiblichen Jugend U 20 die DM-Norm knacken.

Nach zwei hochspannenden Wettkampftagen hatte sie mit 4499 Punkte die geforderte Marke von 4400 überboten und obendrein in der Endabrechnung einen hervorragenden vierten Platz belegte.

Der Siebenkampf startete traditionell mit den 100m Hürden, die Goldau bei leichtem Gegenwind in 15,76 Sekunden bewältigte.

Danach musste sie allerdings anderthalb Stunden bis zur nächsten Disziplin, dem Hochsprung, warten. Bei 30 Grad Hitze keine guten Voraussetzungen. Dennoch überzeugte sie mit 1,63 Metern und blieb hier nur knapp unter ihrer persönlichen Bestleistung. Es folgten 9,16 Meter im Kugelstoßen und zu später Stunde 26,95 Sekunden über die 200 Meter (persönliche Bestleistung). Dies bedeutete Rang sieben dem ersten Tag.

Bis an die Leistungsgrenze gehen

Nun hieß es schnell zu regenerieren. „Mit Blick auf die DM-Norm war noch alles möglich, aber es war klar, dass Stina weiter an ihre Leistungsgrenze würde gehen müssen“, erklärt VSG-Trainerin Nicole vom Hove. Nach kräftigen Regengüssen ging es im Weitsprung weiter. Hier gelang Goldau gleich im ersten Versuch ein gültiger und weiter Sprung auf 5,17 Meter.

Im Speerwerfen waren die ersten beiden Versuche zwar gut, aber noch nicht weit genug. Goldau behielt jedoch die Nerven und schleuderte den 600-Gramm- Speer im dritten Versuch auf 33,99 Meter. Danach hieß es rechnen. Nach sechs erfolgreichen Disziplinen musste Stina für die DM-Quali eine 800-Meter-Zeit von etwa 2:43 Minuten unterbieten. Das hatte sie zwar schon einmal bei den Kreismeisterschaften geschafft.

Im finalen 800-Meterlauf alles klar gemacht

Das Sportzentrum in Bad Oeynhausen glich aber mittlerweile wieder einem Glutofen. Doch das blendete die junge Velberterin aus. Mutig und mit großer Willensstärke bewältigte sie die zwei Stadionrunden hervorragenden 2:34,68 Minuten.

Die DM-Norm geschafft — die erste Teilnahme an der Deutschen Jugendmeisterschaften gesichert. Entsprechend groß war ihre Freude trotz der großen Wettkampfanstrengungen. „Sie hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert und wurde nun für ihren großen Trainingsfleiß belohnt“, lobt vom Hove. Die Meisterschaften finden Mitte August in Kienbaum (Brandenburg) statt.

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