Handball

HSG Velbert/Heiligenhaus setzt weiter auf Oliver Franke

Emotional auf der Bank, engagiert in der Vereinsarbeit: Oliver Franke wird auch in der kommenden Saison die HSG-Herren trainieren.

Emotional auf der Bank, engagiert in der Vereinsarbeit: Oliver Franke wird auch in der kommenden Saison die HSG-Herren trainieren.

Foto: Socrates Tassos

Velbert/Heiligenhaus.   Routinier Olli Franke übernahm in der Hinrunde den Trainerstuhl bei der HSG Velbert/Heiligenhaus. Dort sitzt er auch in der neuen Saison

Die Saison in der Herren-Landesliga läuft zwar noch, drei Spiele stehen für die Handballer noch auf dem Plan — bei der HSG Velbert/Heiligenhaus steht aber schon die neue Spielzeit im Brennpunkt. Für 2017/18 haben die Adler gerade wichtige Entscheidungen getroffen: Dabei setzten sie auf sportliche Kontinuität.

Denn Trainer Oliver Franke wird auch in der neuen Saison die Regie auf der Bank übernehmen, ebenso bleibt praktisch die gesamte Mannschaft. Lediglich Torwart Simon Hüttel verabschiedet sich, er geht zum Oberligisten Mettmann, wofür die HSG-Verantwortlichen Verständnis haben. „Warum soll ein junger Spieler nicht seine Chance suchen“, sagen Spielgemeinschaftsleiter Maik Blumenthal und Vereinsgeschäftsführer Axel Spitzer.

Der Routinier hat es gerichtet

Beide richten dann aber den Blick auf diejenigen, die bleiben, besonders auf Trainer Franke: „Wir sind froh, dass er weiter bei uns arbeitet. Zudem haben wir ihm einiges zu verdanken, er ist in einer schwierigen Situation eingesprungen.“

In der Hinrunde war etwas überraschend der verdienstvolle Trainer Olaf Schulz zurück getreten, ebenso überraschend sackte die Mannschaft in die Abstiegszone ab. So tauschte Routinier Olli Franke das Spielfeld mit der Trainerbank und führte die Mannschaft durch die schwierige Saison.

Drei Spieltage vor Schluss steht sein Team auf der sicheren Seite — sechs Punkte und vier Tabellenplätze Vorsprung dürften reichen. In der Form der vergangenen Spiele könnten die HSG-Herren sogar noch ein bisschen in der Tabelle klettern.

Dennoch gibt Spielgemeinschaftsleiter Maik Blumenthal zu: „So eine Saison möchten wir nicht noch einmal erleben.“ Zwar sei die Mannschaft von besonders hartnäckigem Verletzungspech verfolgt worden. Dennoch könne man sportlich nicht zufrieden sein. Von daher sei die Entscheidung, das Team im Kern zusammen zu halten, bemerkenswert. Aber Blumenthal und Franke sind sich einig: „Die Mannschaft hat eine zweite Chance verdient.“ Denn unterm Strich sei aus Fehlern gelernt worden und der positive Trend nicht abzustreiten.

„Einiges haben wir auch unterschätzt. Es hat länger als erwartet gedauert, zusammen zu wachsen, eine richtige Einheit zu bilden. Jetzt läuft es, jetzt wird auch einiges außerhalb des Platzes gemeinsam unternommen“, sagt Franke, der sich zugleich darüber freut, dass nun auch auf dem Parkett viel unternommen wird. Hatte er in der Hinrunde noch über manch miserable Trainingswoche geklagt, so rennen ihm die Spieler derzeit fast die Bude ein: „Zuletzt hatte ich 15 Mann im Training – in den Ferien.“

Kein Aufstiegsdruck in der neuen Saison

Diesen Schwung gelte es nun, für die restlichen Spiele zu nutzten und darauf aufzubauen. Damit die Adler „so eine Saison nicht noch mal erleben“, ist bereits die Vorbereitung für 2017/18 geplant. Es wird intensiv: Trainingslager, Fitness-Studio, dreimal Training pro Woche.

Was dann dabei heraus springen soll? „Sicher wollen wir mittelfristig schon die eine oder andere Liga höher spielen“, erklärt Trainer Oliver Franke. „Aber wir wollen keine überzogenen Erwartungen.“

So sieht es auch Blumenthal: „Es gibt kommende Saison keinen Druck, aufzusteigen.“ Einen Ehrgeiz haben sie bei der HSG Velbert/Heiligenhaus allerdings schon: „Wir möchten das handballerische Aushängeschild der Stadt sein.“ Das gehe über sportliche Erfolge, vor allem der ersten Herren, aber auch über die Außenwirkung.

So sollen die Heimspiele in der kommenden Saison auch als „Event“ aufgezogen werden: Mit einem bunten Programm und als große Handball-Tage, an denen Jugend, Reserve und „Erste“ nacheinander spielen. Adlerzeit im Emka-Sportzentrum.

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