Motorsport

Felix Günther holt ersten Langstrecken-Titel am Nürburgring

Der Velberter Felix Günther fährt in der BMW M235i Klasse zusammen mit seinem Teamkollegen Guido Wirtz zum Sieg in der Junioren Trophy

Der Velberter Felix Günther fährt in der BMW M235i Klasse zusammen mit seinem Teamkollegen Guido Wirtz zum Sieg in der Junioren Trophy

Foto: FG

Nürburgring.   Der junge Velberter Pilot fährt Felix Günther bei der VLN-Meisterschaft zum Gesamtsieg in seiner Juniorenklasse. Schreckensmoment im Finallauf.

Bei seiner ersten VLN-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring sichert sich Felix Günther auf Anhieb den Junioren-Titel in der BMW M235i Klasse.

Mit mehr als 20 Fahrzeugen, gehört diese zu den hart umkämpften und spannenden Klassen der VLN, bei dessen Rennen über 150 Autos an den Start gehen. Im neunten und letzten Lauf machte der 22-jährige den durchaus überraschenden Erfolg perfekt.

Überraschend schnell vorne dabei

Schon zu Beginn der Saison hatte der junge Velberter gezeigt, dass er im vorderen Feld der Klasse mitmischen kann. Zusammen mit seinem Schweizer Teamkollegen Guido Wirtz konnte er sich mit kontinuierlich sinkenden Rundenzeiten sowie zuverlässigen vorderen Platzierungen früh an die Tabellenspitze der BMW Junioren Trophy setzen – damit hatte zunächst eigentlich niemand gerechnet, denn das erste Jahr in der VLN-Langstreckenmeisterschaft wollte Günther nutzen, um Erfahrungen zu sammeln.

Schließlich ist die erhebliche Umstellung nicht leicht zu bewältigen. Der Velberter begann seine Motorsportlaufbahn beim Autoslalom, bei dem der Fahrer alleine auf der Strecke gegen die Uhr kämpft.

Dabei werden um die 80 Stundenkilometer erzielt, ein Wertungslauf dauert ungefähr eine Minute. Beim Rundstreckensport werden über 200 km/h gefahren — und die Piste ist umkämpft. Auch Blechkontakte zwischen den Autos gehören dazu. „Der Umstieg auf die Rundstrecke ist mir nicht schwer gefallen“, meinte Günther nach dem gelungenen Auftakt am Nürburgring. Er konnte sein Niveau halten und baute die Führung in der Meisterschaft aus.

Vor dem abschließenden Rennen hatte er einen schönen Vorsprung. Der sollte wichtig werden, denn im finalen Lauf gab es einen Schreckmoment: Nach einem Unfall seines Teamkollegen musste Günther die Fahrt in einem Ersatzwagen beenden. Guido Wirtz war unglücklich von einem Kontrahenten berührt worden, krachte gegen die Leitplanke und überschlug sich mehrfach.

Teamkollege Wirtz bei Unfall verletzt

„In dem Moment habe ich nicht einmal über die Meisterschaft nachgedacht, sondern ausschließlich an den Zustand meines Teamkollegen. Er wurde umgehend in das Medical Center gebracht. Neben einer starken Gehirnerschütterung, Prellungen und Sehnenrissen blieb er unverletzt“ berichte Günther und ergänzte nachdenklich: „Das machte mir wieder deutlich, wie gefährlich unsere Sportart ist. Hätten die Rennfahrzeuge und -fahrer nicht die vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen, wäre es sicher nicht so glimpflich ausgegangen.“

Das Rennen ging derweil weiter: Günther setzte es mit einem Ersatzfahrzeug fort und fuhr ins Ziel – zwar mit einem beachtlichen Abstand zur Konkurrenz. Aber das Punktepolster der voran gegangenen Rennen reichte. Der Gesamtsieg war ihm nicht mehr zu nehmen. Wenig später wurde er für den Meistertitel bei der VLN.Jahressiegerehrung am Nürburgring von BMW Motorsport ausgezeichnet.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben