Zusammenfassung
- Das traditionelle A-Jugend-Turnier der SSVg Heiligenhaus an Pfingsten findet nicht mehr in gewohnter Form statt.
- Stattdessen richtet der Verein jetzt Turniere für jüngere Mannschaften aus, da das Interesse an älteren Teams zurückging und auch weniger englische Mannschaften teilnehmen.
- Brexit und gestiegene Kosten erschweren die internationale Teilnahme, weshalb Fördergelder für Gegenbesuche nötig sind.
Über viele Jahre fand über die Pfingstfeiertage bei der SSVg Heiligenhaus das traditionelle A-Jugend-Turnier auf dem Programm, bei dem auch regelmäßig Teams aus den englischen Partnerstädtern Mansfield oder Basildon auf der Teilnehmerliste standen. Heute ist das alles aber nicht mehr so.
Hat vielleicht auch der Brexit, der Austritt Englands aus der EU, etwas verändert? „Wir haben schon vor Ausbruch der Pandemie festgestellt, dass das Interesse an einem A-Jugend-Turnier gebröckelt ist. Durch Corona stand dann auch erstmal alles still“, berichtet Jugendleiter Werner Wenzler. Und so entschied der Jugendvorstand des Klubs, das Turnier künftig für die jüngeren Mannschaften auszurichten. „Das lohnt sich auch wirtschaftlich mehr.“
Brexit erschwert Turnierteilnahme in Heiligenhaus: Englische D-Jugend braucht jetzt Visa
Die Veranstaltung für die F- und G-Jugend findet dann am Pfingstsamstag (23. Mai) statt. Eine englische Mannschaft, wie früher bei den ältesten Jugendteams, ist allerdings diesmal nicht dabei. „Dafür kommt dann am Pfingstsonntag eine D-Jugend-Vertretung aus Basildon zu uns. Die nehmen bereits am Tag zuvor an einem Turnier in Hösel teil und spielen dann gegen unsere Mannschaft“, erläutert der Jugendleiter.

Dass der Brexit eine Rolle spielt und die Reisen für die Vereine aufwändiger macht, habe er aber auch festgestellt. „Für uns als Gastgeber jetzt nicht, aber die Engländer müssen sich Visa besorgen.“ Dass die Gäste nicht mehr in deutschen Familien untergebracht werden, habe allerdings andere Gründe. „Die Spieler beziehen lieber ihr Lager in der Jugendherberge in Velbert oder im Jugendfreizeitheim in Heiligenhaus“, erklärt der Funktionär, der auch schon einen Gegenbesuch auf der britischen Insel plant.
„Eigentlich wollten wir das ja schon in diesem Jahr machen, aber das war dann zu kurzfristig. Die Reise ist schon recht teuer geworden und da wollen wir Fördergelder beantragen“, kündigt Wenzler an. Nicht alle Eltern könnten das jedoch bezahlen. „Aber wir wollen alle Spieler dabeihaben. Wir haben gesagt, alle oder keiner.“ Dies werde aber wohl nur mit Fördergeldern klappen.


