War es das nun? Die SSVg Velbert unterliegt dem SC Paderborn II mit 1:3 und ist Stand jetzt abgestiegen. Mit nur 25 Punkten aus 32 Spielen bleiben die Velberter auf Tabellenplatz 17 und können nun nur noch hoffen. Wenn der Wuppertaler SV am Samstag bei Fortuna Düsseldorfs zweiter Mannschaft gewinnt, ist der Abstieg der SSVg so gut wie sicher. Dann würde nur noch ein kleines Wunder am letzten Spieltag helfen, würden die Wuppertaler doch drei Punkte Vorsprung und das bessere Torverhältnis aufweisen.

Am letzten Spieltag tritt Velbert am 16. Mai bei den Sportfreunden Siegen an (14 Uhr). Parallel empfängt der Wuppertaler SV den Bonner SC. Doch all die Hoffnung hängt sowieso von Fortuna Düsseldorfs erster Mannschaft ab, die in der 2. Bundesliga gegen den Absturz kämpft. Sollte die Fortuna absteigen, müsste auch die zweite Mannschaft der Düsseldorfer runter - und die Abstiegsplätze würden sich dementsprechend reduzieren. Dann könnte Rang 16 doch noch zum Klassenerhalt reichen. Doch der scheint nun in weiter Ferne.

„Es gibt eine kleine Hintertür und das ist Düsseldorf. Ich wünsche keiner Mannschaft abzusteigen und dass es dann noch Einfluss auf andere Ligen hat. Aber so ist das Reglement. Deshalb habe ich mich am Ende noch sehr über unser Tor gefreut. Velbert gibt nie auf. Egal wo wir nächstes Jahr spielen: Wir werden zurückkommen“, so SSVg-Coach Bogdan Komorowski nach Abpfiff.

SSVg Velbert - SC Paderborn U23: Es drohte ein Spielabbruch

Gegen Paderborns U23 drohte zwischendurch sogar ein Spielabbruch. Nachdem die Gäste deutlich besser ins Spiel kamen und mehrere gute Chancen hatten, wurde das Spiel unterbrochen. Der Schiedsrichter Lukas Koch hatte sich verletzt, eine Lösung musste her. Die Teams verließen das Spielfeld. Lange wurde nach einem Unparteiischen gesucht, der normalerweise mindestens in der Oberliga pfeift. Per Stadiondurchsage wurde ein weiterer Unparteiischer gesucht, der dann als Linienrichter agieren sollte. Eine kuriose Geschichte. Nach einer halben Stunde konnte es dann doch noch weitergehen.

SSVg Velbert gegen SC Paderborn II in Velbert
Der Schiedsrichter Lukas Koch verletzte sich und musste vom Feld.© FUNKE Foto Services | Uwe Möller

Velbert kam daraufhin besser in die Partie, wurde dann aber noch vor dem Pausenpfiff kalt erwischt. In der 38. Minute klärte Keeper Kevin Jackmuth noch in großer Not, in der 43. Minute war er dann machtlos. Eigentlich war die Aktion bereits geklärt, doch Medin Kojic nahm sich aus dem Rückraum nochmal den Ball und hämmerte ihn ins Tor. 0:1 - Velbert mit dem Rücken zur Wand.

SC Paderborn dominiert SSVg Velbert in Halbzeit zwei: „Enttäuschung ist aktuell groß“

Als Julius Bugenhagen per Kopf zum 2:0 erhöhte, war die Messe gelesen. Zwar hatte die SSVg dank Calvin Mockschan unmittelbar danach noch die Chance zum Anschluss, so richtig gefährlich wurde es aber nur auf der anderen Seite. Jackmuth rettet mehrmals in höchster Not, Velbert fehlten die Lösungen. Die Entscheidung besorgte dann Arne Zajaczek in der 78. Minute. Robin Hilgers Treffer in der 91. Minute war nur noch Ergebniskosmetik.

„Wir haben uns viel vorgenommen, wussten aber im Vorhinein, dass Paderborn ein Brett ist. Um an Rödinghausen heranzukommen hätte heute nur ein Sieg gezählt, das haben wir leider nicht geschafft. Wir hatten in der ersten Halbzeit ein, zwei gute Möglichkeiten, die haben wir nicht gemacht. Die komplette zweite Halbzeit gehört dann Paderborn. Die Enttäuschung ist aktuell groß, weil wir uns heute viel vorgenommen haben“, so Komorowski.

Den Velbertern bleibt nun nur noch das Bangen und Hoffen. Doch der Abstieg, er ist so nah wie noch nie.

Regionalliga West Liveticker: SSVg Velbert - SC Paderborn II