Die Velberter hatten in Bocholt zunächst große Probleme, zu ihrem Spiel zu finden und konnten sich in der Anfangsphase kaum vom Druck des Gegners befreien. Hochkarätige Chancen ließen sie jedoch nicht zu, immer bekam noch ein SSVg-Akteur einen Fuß dazwischen.

„Wir wussten, was auf uns zukommt und um die Stärke des Gegners bei Standards. In der ersten Halbzeit war Bocholt klar die bessere Mannschaft“, befand Trainer Bogdan Komorowski. So ging die Pausenführung der Gastgeber in Ordnung, auch wenn sie glücklich zustande kam.

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Eine Vielzahl von Eckbällen verteidigten die Niederbergischen gut weg, doch nach einem weiten Einwurf wurden sie kalt erwischt. Der Ball konnte nicht weit genug geklärt werden, aus 20 Metern kam Marlo Frey zum Schuss, der zwar harmlos war, doch von Jonas Büchte unhaltbar ins eigene Tor abgefälscht wurde.

SSVg Velbert in Bocholt: Westerhoff und Buczkowski sorgten für neuen Schwung

In der Pause wechselte Komorowski doppelt und brachte Nicolas Westerhoff und Philip Buczkowski ins Spiel. „Durch die beiden Neuen haben wir eine neue Dynamik bekommen“, stellte der Coach fest. Und tatsächlich bekam seine Auswahl die Begegnung immer besser in den Griff. Und als Robin Hilger den Ball nach einer Flanke von Calvin Mockschat per Kopf verlängerte, war Max Wiese zur Stelle und drückte die Kugel aus kurzer Distanz zum 1:1 über die Linie.

Doch die Freude über den Ausgleich währte nicht lange, nur drei Minuten später lagen die Bocholter wieder vorne. Die Velberter konnten eine Flanke auf ihrer rechten Abwehrseite nicht verhindern, im Zentrum nahm Cedric Reuschen den Ball geschickt an und kam gegen zwei Velberter aus zehn Metern zum erfolgreichen Abschluss. „Der Gegentreffer fiel dann viel zu schnell. Wir haben es nicht geschafft, die Druckphase nach dem Ausgleich auszuhalten. Daraus müssen wir lernen“, sagte der SSVg-Trainer.

Regionalliga West: Wuppertaler SV - SSVg Velbert 02
„Jetzt müssen wir uns schütteln.“ Für Trainer Bogdan Komorowski und die SSVg Velbert ist das rettende Ufer trotz Niederlage in Bocholt noch in Sicht. © FUNKE Foto Services | Stefan Rittershaus

In der Schlussphase warf seine Mannschaft noch mal alles nach vorne, der erneute Ausgleich wollte aber nicht mehr gelingen. Das damit verbundene Konterrisiko kostete dann auch ein personelles Opfer. Als die Bocholter gegen die aufgerückten Velberter schnell umschalteten, zig Benjamin Hemcke die Notbremse und sah die Rote Karte. „Wir müssen uns jetzt schütteln und dann arbeiten wir weiter. Wir freuen uns nun auf das wichtige Spiel in Rödinghausen, aber bis dahin haben wir noch knapp zwei Wochen Zeit, um uns darauf vorzubereiten“, blickt Komorowski aber weiterhin zuversichtlich der nächsten Aufgabe entgegen.

Regionalliga West: Velbert plagen Verletzungssorgen im harten Abstiegskampf

Weiterhin bleibt der SSVg die Verletzungsmisere treu. Nach ersten Versuchen nach einjähriger Pause aufgrund seines Kreuzbandrisses klagt Tristan Duschke aktuell über muskuläre Probleme und mit einer Rückkehr von Noah Abdel Hamid und Arlind Mimini ist zunächst auch nicht zu rechnen, so dass drei etatmäßige Innenverteidiger weiterhin ausfallen werden. Zudem mussten Jonas Büchte und Niklas Westerhoff in Bocholt angeschlagen ausgewechselt werden, Folgen zurzeit ungewiss.

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Aber Komorowski ist kein Trainer, der sich beklagt. „Manche Situationen im Leben muss man so nehmen, wie sie sind. Wir haben noch andere Spieler im Kader, die in die Bresche springen, und mit denen wollen wir das jetzt wuppen“, kündigt er an.