Zusammenfassung
- Türkgücü Velbert kehrt nach 17 Jahren in die Bezirksliga zurück.
- Der Verein hat mit Ali Akkaya einen neuen Sportlichen Leiter verpflichtet.
- Kompensiert werden die Abgänge von sechs langjährigen Spielern durch qualitativ hochwertige Zugänge.
17 Jahre hat Türkgücü Velbert gebraucht, um wieder in die Bezirksliga zurückzukehren, wo sich der Verein auch selbst richtig angesiedelt fühlt. Vorstandsmitglied Yalcin Yilmaz äußert sich zum vergangenen Jahr, den weiteren Aussichten der Mannschaft in der kommenden Saison und zu den personellen Veränderungen im Kader.
„Nach dem Aufstieg nach so vielen Jahren ist ja klar, dass wir primär die Liga halten wollten. Die Saison ist dann auch wie geplant und gut für uns verlaufen“, äußert sich der Funktionär durchaus zufrieden. Er zieht für das gesamte Jahr ein positives Fazit. „Wir haben auch den Pokalwettbewerb der Botschaft gewonnen und sind Stadtmeister in der Halle geworden. Das Jahr hat für uns gespielt“, bilanziert er.
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„Unsere große Community ist auch glücklich und wir bedanken uns in dem Zusammenhang bei unseren Fans, die uns immer gut unterstützt haben“, betont Yilmaz. Mittlerweile hat der Verein mit Ali Akkaya auch einen Sportlichen Leiter verpflichtet. „Wir sind sicher, dass wir mit ihm einen guten Fang gemacht haben, denn in den Gesprächen zwischen Vorstand und ihm wurde sehr schnell eine Einigung erzielt. Er hat einen super Dialog mit den Spielern und ist in Wuppertal sehr gut vernetzt. Wir sind sicher, dass er jemand ist, der den Verein weiterbringen kann“, stellt Yilmaz dem neuen Sportchef schon jetzt ein gutes Zeugnis aus.
Türkgücü Velbert verliert einen Top-Stürmer
Im Kader hat es einige Veränderungen gegeben, sechs teilweise langjährige verdiente Spieler werden den Klub verlassen. Nach acht Jahren wechselt Muzaffer Sirlak, der meist die Kapitänsbinde trug, zum FC Iraklis Neviges „Er hat gesagt, er hat alles erreicht, was er mit Türkgücü erreichen kann. Den ersehnten Aufstieg und dann den Klassenerhalt. Da habe ich Verständnis, dass er noch einmal eine neue Herausforderung sucht“, merkt Yilmaz an. Auch Andreas Mikeli verlässt den Klub.
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Torjäger Osman Aktas, der mit 32 Treffern maßgeblichen Anteil am Bezirksligaaufstieg hatte, will nach seinem Kreuzbandriss seine aktive Laufbahn beenden. „Dafür haben wir aber auch gut nachgelegt, um die Abgänge zu kompensieren. Unter den Neuzugängen sind einige qualitativ gute Spieler“, sagt Yilmaz. Große Stücke hält er beispielsweise auf den Südkoreaner Seonghyeok Lee, der für den A-Kreisligisten SC Sonnborn 13 Tore erzielte, und im Nachwuchsleistungszentrum des MSV Duisburg ausgebildet wurde.
Unter anderem wird noch ein Torwart gesucht
Eine spannende Personalie, von der man sich bei Türkgücü viel verspricht, ist Ndangoh Nanjoh Godlove, der in der Oberliga Westfalen beim TuS Bövinghausen sechsmal zum Einsatz kam und bei Beton Berlin in der Baller League aktiv war. In der Jugend war der 19-Jährige unter anderem bei den Vereinen Borussia Dortmund, Fortuna Düsseldorf und Wuppertaler SV, aber kurzzeitig auch beim SC Velbert aktiv.
„Einen Torwart und einen Feldspieler wollen wir noch holen, dann ist die Kaderplanung aber auch abgeschlossen“, stellt Yilmaz klar, zumal der Verein gegenüber dem Vorjahr mit leicht reduziertem Etat planen musste. Ein klar definiertes Saisonziel will der Vorstand nicht ausgeben. „Ich möchte jetzt nicht vom einstelligen Tabellenplatz reden, aber schön wäre es schon, wenn wir da letztlich landen würden. Aber wir backen kleine Brötchen“, so das Vorstandsmitglied.
- Abgänge: Nicolai Gaulke (Union Velbert), Muzaffer Sirlak, Andreas Mikeli, Durmus Gülackti (alle FC Iraklis Neviges), Emre Okran, Osman Aktas (beide Laufbahnende)
- Zugänge: Pablo Silva, Muhammed Kahraman (beide SSV Sudberg), Vitaly Golik (Rot-Weiß Wülfrath), Ismet Agadakmaz (VfB Schwelm), Deniz Elmazi (Sportfreunde Siepen), Efe Türk (SC Velbert II), Ndangoh Nanjoh Godlove (TuS Bövinghausen), Seonghyeok Lee (SC Sonnborn)



