- Noel Czapelka, der jüngste Zugang der SSVg Velbert, sieht den Wechsel als eine neue Chance nach einer schwierigen Zeit ohne Verein.
- Nach seiner Zeit bei SC Paderborn, wo er als Stammspieler in der U19 auf sich aufmerksam machte, war er für ein halbes Jahr vereinslos, bevor er das Angebot der SSVg annahm.
- Trotz seiner intensiven Belastung durch Fußball, Beruf und Studium ist er entschlossen, seine Chance in Velbert zu nutzen und hofft auf einen erfolgreichen Aufstieg mit dem Team.
Die SSVg Velbert sieht er als neue Chance: Noel Czapelka, die jüngste Verpflichtung des Fußball-Oberligisten, ist in der vergangenen Woche erst 20 Jahre alt geworden, doch trotz seiner Jugend wirkt er bereits sehr reif und abgeklärt. „Im Fußball wie im Leben trifft man manchmal falsche Entscheidungen“, hat er festgestellt. Nach seiner Zeit als Spieler in der U19 des SC Paderborn war er das letzte halbe Jahr vereinslos.
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Was war passiert? „Ich hatte noch einen Anschlussvertrag beim SC Paderborn für ein Jahr in der U21 in der Regionalliga, doch den haben wir einvernehmlich aufgelöst“, erläutert der Innenverteidiger „Danach habe ich einige interessante Angebote aus der Oberliga erhalten, die ich aber nicht angenommen habe, weil ich gehofft habe, dass noch etwas Besseres kommt“, erklärte er.
Doch Ende August war das Transferfenster dann geschlossen. „Dann fällt man auf den Boden der Tatsachen zurück. Jetzt bin ich aber glücklich, dass ich wieder auf den Platz zurückkomme. Ich bin der SSVg sehr dankbar, dass sie einem jungen Spieler wie mir die Chance gibt“, betont er.
SSVg Velberts Zugang Noel Czapelka: In Paderborn war er Vizekapitän, doch dann nur noch Ersatzspieler
Er fühlt sich sehr wohl in Velbert. „Ich bin schon beim Probetraining von der Mannschaft und dem Trainerteam super aufgenommen worden“, berichtet Czapelka. Auch das ganze Umfeld hat ihn beeindruckt. „Ich habe einen sehr positiven ersten Eindruck gewonnen. Wenn man sich alleine das Stadiongelände ansieht, die Gegebenheiten sind einfach top und können mit einigen Nachwuchsleistungszentren mithalten. Ich habe sogar schon schlechtere NLZ’s gesehen“, sagt er.

Mit 14 Jahren begann Czapelka seine qualifizierte Fußballausbildung bei Borussia Dortmund, bevor er zum VfL Bochum weiterzog. Dann wechselte er zum SC Paderborn, wo er schon als jüngerer Jahrgang in der U19, die in der Bundesliga spielte, zum Stammspieler avancierte. Im zweiten Jahr wurde er zum Vizekapitän des Teams ernannt und führte in der Hinrunde mehrfach die Mannschaft mit der Binde am Arm auf das Spielfeld.
Doch dann musste er erkennen, wie schnelllebig das Fußballgeschäft manchmal sein kann. „Als der Trainer von der gewohnten Dreier- auf eine Viererkette umstellte, musste ein Innenverteidiger weichen und das war ich dann“, erinnert er sich. „In der Rückrunde habe ich dann nur noch 20 Minuten gespielt.“
20 Stunden Arbeit, Studium und Oberliga-Fußball: Noel Czapelka fährt ein hartes Programm
Die Chance, die sich ihm nun bietet, will er unbedingt nutzen. Da konnte ihn dann auch die weite Anreise aus Dortmund nicht abschrecken. „In der Regel brauche ich für die Fahrt zum Training im Berufsverkehr 45 Minuten, zurück etwas weniger. Da bin ich anderes gewohnt, nach Paderborn habe ich mit der Bahn manchmal zweieinhalb bis drei Stunden gebraucht“, erinnert er sich mit Schrecken. „Ich will wieder auf dem Platz stehen, Spiele bestreiten und gewinnen“, setzt er eine klare Priorität für sich persönlich.
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Die Situation der Mannschaft im Aufstiegskampf sieht er optimistisch. „Für uns ist doch noch alles möglich. Bald haben wir dann das direkte Duell mit dem Spitzenreiter SC St. Tönis. Wir müssen hart arbeiten, dann werden wir die Spiele auch gewinnen“, strahlt er Zuversicht aus.
Auch durch sein großes Pensum mit Fußball, 20 Stunden Berufstätigkeit und sein Studium (Bauingenieurwesen) lässt er sich nicht stoppen. „Das habe ich in der Zeit, als ich fürs Abitur lernen musste, viel schlimmer wahrgenommen“, stellt er klar. „Je älter man wird, umso besser strukturiert man sich auch mit der Zeit“, hat er festgestellt.
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