Nachruf

Trauer um Ulrich Feldhoff

Ulrich Feldhoff bei einem seiner Besuche in der Sportredaktion

Ulrich Feldhoff bei einem seiner Besuche in der Sportredaktion

Foto: WAZ

Ehemaliger Präsident des nationalen und internationalen Kanu-Verbandes verstarb am Samstag nach schwerer Krankheit. Der Oberhausener war 59 Jahre Mitglied beim TC Sterkrade. 2009 erhielt er den Olympischen Orden.

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Der Oberhausener Sport trauert um seinen international bekanntesten Vertreter auf Funktionärs-Ebene. Ulrich Feldhoff verstarb am vergangenen Samstag nach schwerer Krankheit. Der 75-Jährige gehörte seit dem 1. Juli 1954 dem TC Sterkrade 69 an, war also 59 Jahre Mitglied und wurde 2007 Ehrenmitglied des Vereins.

Ulli Feldhoff war wegen seiner direkten und ehrlichen Art ein anerkannter und gesuchter Gesprächspartner. Besonders am Herz hing ihm die Sportförderung und Akzeptanz des Leistungssports, aber nicht unter Vernachlässigung des Breitensports.

Von 1953 bis 1966 war er aktiver Kanurennsportler. Ab 1968 engagierte er sich auf Landes- und zwei Jahre später auf Bundesebene im Kanusport. Dabei war er mehrere Jahre Abteilungsleiter Kanu im TC 69 und Präsident des Kanuverbandes NRW.

1981 wurde er zum Präsidenten des Deutschen Kanu-Verbandes gewählt, was er bis 2005 blieb. 1998 übernahm er zudem die Präsidentschaft im Internationalen Kanuverband ICF. Diesem stand er bis November 2008 vor.

Außerdem war der Sterkrader von 1988 bis 2006 Vorsitzender des Bundesausschuss Leistungssport des Deutschen Sportbundes und Mitglied im Präsidium des Nationalen Olympischen Komitees für Deutschland. Bei der Fusion der beiden Sportorganisationen zum DOSB 2006 wurde er dessen erstes Ehrenmitglied.

Feldhoff war bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona und 1996 in Atlanta Chef de Mission der deutschen Olympiamannschaft und führte damit das erste gesamtdeutsche Olympiateam nach 1960 an. 2009 wurde er mit dem Olympischen Orden ausgezeichnet.

Als DKV-Ehrenpräsident wurde Feldhoff zum Ende seiner Amts-zeit als Präsident des Kanu-Weltverbandes ICF zu dessen Ehrenpräsidenten ernannt. Beim ICF-Kongress in Rom wurde Feldhoff von den Delegierten mit Standing Ovations verabschiedet.

Unabhängig von seinen unzähligen Auszeichnungen auf nationaler und internationaler Ebene verlor er nie den engen Kontakt zu seinem TC 69. Bei jeder sich bietenden Möglichkeit stand er seinem Heimatverein mit Rat und Tat zur Verfügung. „Wir verlieren einen großartigen Menschen und Freund. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Edith“, so Peter Räkow, Willi Rüddel, Günter Opolony und Walter Brandenburg im Namen des gesamten Vereins.

Die Sportredaktion schließt sich dem an. Auch wir verlieren einen langjährigen Weggefährten, der sich jeder Diskussion stellte und weit über den Kanusport hinaus ein jederzeit kompetenter Ansprechpartner war.

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