Radsport XXXL-Rück-Preis

Tim Schlichenmaier: „Ich hatte einiges gut zu machen

 Bierdusche für den Sieger. Da kennen die Teamkameraden von Tim Schlichenmaier keine Gnade.

Bierdusche für den Sieger. Da kennen die Teamkameraden von Tim Schlichenmaier keine Gnade.

Foto: Kerstin Bögeholz / FUNKE FotoServices

Oberhausen.  Der RSC Kempten beherrschte mit drei Fahrern die 69. Ausgabe der Pfingstradrennen um den XXXL Rück-Preis. Am Ende stand ein klarer Sieger.

Der Sieger des 69. Pfingstradrennens in Oberhausen heißt Tim Schlichenmaier. Er zeigte mit seinen Teamkollegen Christopher Schmieg (2.) und dem sechstplatzierten Andreas Mayr ein überragendes Rennen bei der 69. Auflage der Rennen um den XXXL-Rück-Preis. In 1:37 Stunden legte Schlichenmaier die 40 Runden (80 Kilometer) am schnellsten zurück.

Bei optimalem Wetter machten die Hobby- und Jedermann-Fahrer den Anfang. Den Sieg sicherte sich nach 20 Runden und 53 Minuten Daniel Knyss, der aus einer Gruppe von sechs Fahrern die schnellsten Beine hatte und Florian Ehm und Daniel Pessara auf die Plätze verwies.

Es folgten die Amateure, die zehn Kilometer mehr abspulten als die Jedermann-Fahrer. Der Sieger hier war Alexander Kuesters vom RV Komet-Delia 09 Köln vor Max Nickel (Nord West Cycling Team) und Maurice Ballerstedt (SC Berlin).

Doch bevor sich nun die Profis auf ihre Runden machen konnten, standen erst noch das Kinderrennen sowie das Gästefahren auf dem Programm. Bei den Rennen der Kinder, die mit Laufrädern auf der Zielgerade Gas gaben, war der Jubel im Zielbereich riesig. Nach der Runde Gästefahren mit Stadtsportbundpräsident Manfred Gregorius, der seine Konkurrenten um Bürgermeister Klaus-Dieter Broß distanzierte, fiel dann um 15.41 Uhr der Startschuss für die Profis.

Schon von Beginn an zeigte sich der RSC Kempten sehr stark, Christopher Schmieg konnte sich als erster Fahrer absetzen und sich einige Runden als Solist an der Spitze halten. Nachdem das Feld ihn eingeholt hatte, fuhr Teamkollege Schlichenmaier dann aus der Gruppe raus. Auch seine erste Attacke des Tages wurde einige Runden später gestellt, und so probierte sich erneut Schmieg in der Flucht als Solist.

Mehrere Ausreißversuche wurden unterbunden

Das Feld kassierte Schmieg ein zweites Mal und forcierte das Tempo nun merklich, es wurde schwer, eine Lücke rauszufahren. Unter kühlenden Wolken setzte sich dann acht Runden vor dem Schluss eine fünfköpfige Gruppe mit Schlichenmaier, Schmieg, Nico Brenner, Nils Büttner und Hannes Baumgarten aus dem Feld ab. Die Gruppe war sich einig und fuhr sich einen soliden Vorsprung heraus. 40 Sekunden betrug der Abstand auf die Verfolger und es war klar: Der Sieger des Pfingstradrennens ist einer der Fünf in der Spitzengruppe.

Auf der Schlussrunde fuhr Tim Schlichenmaier dann eine große Lücke raus und konnte bereits deutlich vor dem Zielstrich die Arme zum Jubel hochreißen. Den Sprint um Platz zwei entschied Christopher Schmieg dann vor Nico Brenner für sich. „Wir wollten mal wieder hoch in den Pott. Das letzte Mal bin ich noch auf der alten Runde gestürzt und hatte was gutzumachen“, sagte ein zufriedener Schlichenmaier nach der Zieldurchfahrt. „Die Gruppe war sich einig. Auf der letzten Runde ist dann eine kleine Lücke aufgegangen und ich hab einfach die 600 Watt durchgetreten. Das hat dann gereicht.“ Auch sein Teamkollege Schmieg war mit dem Ergebnis sehr zufrieden: „Das Rennen war sehr anstrengend, da hieß es Kopf runter und Vollgas.“

Familienprogramm vorangebracht

Der von den Kemptenern geschlagene Nico Brenner hatte ebenfalls nicht viel zu beklagen: „Ich bin mit Platz drei zufrieden. Das waren starke Kollegen in der Gruppe, Respekt vor Kempten, die haben das heute richtig stark gemacht.“

Organisator Michael Zurhausen zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden mit dem Rennen. „Unser Konzept ist voll aufgegangen. Das Ereignis war mehr als nur der Sport, der Geschmack der Leute hat sich geändert. Wir haben das Familienprogramm richtig gut vorangebracht. Auch die Qualität des Jedermann-Rennens war wirklich top. Für diese Klassen ist Oberhausen prädestiniert, da es nicht die schwerste Runde ist und so auch gut für Anfänger. Nächstes Jahr zur 70. Ausgabe wird es etwas ganz Besonderes und eine Steigerung zu diesem Jahr geben.“

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