Leichtathletik/Triathlon

Nordler starteten beim Ironman im schwedischen Jönköping

Die Nordtriathleten starten beim Ironman im schwedischen Jönköping (v.l.): Dirk Adolphs, Julia Reinhardt und Max Niemand

Die Nordtriathleten starten beim Ironman im schwedischen Jönköping (v.l.): Dirk Adolphs, Julia Reinhardt und Max Niemand

Foto: NordtriathleteN

Oberhausen.  Dirk Adolphs und Julia Reinhardt kommen durch, Max Niemand muss seinen ersten Halbmarathon abbrechen.

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Julia Reinhardt, Max Niemand und Dirk Adolphs von Sterkrade-Nord stellten sich der anspruchsvollen Herausforderung am 1100 Kilometer entfernten Südende des Vätternsees in Jönköping, der fünfgrößten Stadt Schwedens. Das Rennen erstreckte sich über 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen. Für Reinhardt und Niemand war es der erste Start auf der Halb-Ironman-Distanz.

Regengüsse zum Start

Die Veranstalter und Sportler hatten die Rechnung ohne den Wettergott Petrus gemacht. Pünktlich zum Rad-Check-In öffneten sich die Himmelsschleusen. Regen, kühle Temperaturen und zunehmender Wind kamen auf. Zwölf Grad Lufttemperatur und ein bewölkter Himmel begrüßten die Nord-Triathleten aus Oberhausen. Auf der Strecke war dann aber alles perfekt vorbereitet und die Spannung stieg. Wegen der kalten Wassertemperaturen von 15,6 Grad Celsius war ein Neoprenanzug zum Schutz der 2750 Athleten vorgeschrieben. Ein Kanonenschuss zum Start ließ die Innenstadt von Jönköping erzittern. Jetzt hieß es: Vollgas! Nach 1,9 km und 33:40 Minuten im dunklen Münksjön-See, kam Reinhardt standesgemäß als erste Nordlerin aus dem Wasser und damit auf den Weg in die 800 Meter entfernte Wechselzone, wo bereits die Fahrräder auf ihren Einsatz warteten. Aber auch Adolphs und Niemand machten einen guten Job und nahmen mit nur knapp über zwei Minuten Rückstand die Verfolgung auf.

Max Niemand muss abbrechen

Adolphs übernahm kurz nach der ersten Verpflegungsstation die Führungsposition der Nordtriathleten. Max Niemand überholte die stark fahrende Reinhardt ebenfalls, wurde allerdings von einem Plattfuß eingebremst. Die immer noch kühlen Temperaturen waren dann zu viel für den ehemaligen Leistungsruderer. Die untere Rückenmuskulatur machte zu. An einen abschließenden Halbmarathon war nicht mehr zu denken.

Dirk Adolphs läuft WM-Quali-Zeit

Adolphs und Reinhardt setzten ihren Weg durch die traumhafte schwedische Natur weiter fort. Wälder, Seen und kleine Siedlungen mit den typischen roten Schwedenhäusern wechselten sich ab. Nach 2:33,25 beziehungsweise 3:05:26 Stunden waren die 90 km beendet und der abschließende Halbmarathon stand an. Dirk Adolphs hielt sein Tempo perfekt und bog als erster Nord-Triathlet nach 1:36,32 Stunden Laufen in den Zielkanal ab. Seine Endzeit lag bei 4:55,36 Stunden. In der Endabrechnung bedeutete das Platz 23 in der M40-44 (Platz 202 von 2131). Diese Platzierung reichte sogar zur Qualifikation für die Ironman-Weltmeisterschaft im neuseeländischen Taupo.

Reinhardt, die bereits in Liga-Wettkämpfen gute Leistungen zeigte, meisterte den anstrengenden Halbmarathon ebenfalls ohne große Schwierigkeiten. Nach 5:59:52 Stunden nahm sie überglücklich die Medaille entgegen. Diese Zeit bedeutete Platz 26 in der Frauen 30-34 (Platz 1148 von 2131). Mit den Starts in Rheine, Hückeswagen und Vreden warten nach der Rückkehr aus Schweden wieder die lokalen Events auf die drei Nord-Triathleten.

Der Vättern ist der zweitgrößte See Schwedens

Mit einer Gesamtfläche von insgesamt 1 885,98 km² ist der Vättern nach dem Vänern im Südwesten Schwedens der zweitgrößte See des Landes.

Die Stadt Jönköping ist mit circa 94.000 Einwohnern bezüglich der Bevölkerung die zehntgrößte und mit einer Fläche von 42,57 km² flächenmäßig die fünftgrößte Stadt Schwedens.

Der Vättern ist Namensgeber einer beliebten Badmöbelserie des schwedischen Einrichtungshauses IKEA.

Außerdem liegt die Stadt Jönköping in der historischen Provinz Småland. Auch diesen Namen kennen viele von IKEA: So heißt das Spielparadies für Kinder in jedem der 53 deutschen Einrichtungshäuser.

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