Bitterer geht’s eigentlich nicht. Den Regionalliga-Handballerinnen vom TV Biefang stand beim Schlusspfiff das blanke Entsetzen förmlich ins Gesicht geschrieben. Die Mannschaft von Dieter Schölwer unterlag in allerletzter Sekunde dem 1. FC Köln II. Das 21:22 (9:12) war inzwischen die vierte Niederlage im fünften Saisonspiel. „Das haben die Mädels absolut nicht verdient. Die Enttäuschung nach so einem dramatischen Finish ist brutal. Wir haben ein mehr als ordentliches Spiel abgeliefert. Dem Team kann ich keinerlei Vorwurf machen“, war der maximal unglückliche Ausgang auch für den TVB-Trainer nur schwer zu begreifen.

Die taktisch gut eingestellten TVB-Frauen machten bis zur 20 Minuten viel richtig. Nach einem 8:7 ging es dann allerdings doch mit einem Rückstand in die Pause, weil die Gastgeberinnen einige ihrer Chancen nicht verwerten konnten. Schölwer passte mit dem Wiederanpfiff vorne das System etwas an. Youngsterin Henriette Tenfelde agierte fortan auf der Rückraummitte. „Das hat super funktioniert“, sah sich der Coach in seiner vollzogenen Umstellung bestätigt.

TV Biefang-Frauen kassieren kurz vor Schluss den bitteren Knockout

Für uns kommt es aktuell knüppeldick. So einen Wirkungstreffer müssen wir auch erstmal verdauen und uns das nötige Matchglück schnell wieder erarbeiten.

Dieter Schölwer, TVB-Trainer

Das offene Kopf-an-Kopf-Rennen fand schließlich in der Schlussminute seinen Höhepunkt. Emily Milbach verwandelte einen Siebenmeter zum 21:21-Ausgleich. 15 Sekunden standen noch auf der Uhr, als die Biefangerinnen einen Ballgewinn verzeichneten. Der vermeintlich letzte Angriff entpuppte sich aber auch aufgrund eines etwas unsauberen Zuspiels als Bumerang. Freiwurf Köln, Pass nach außen, Tor, Ende! „Für uns kommt es aktuell knüppeldick. So einen Wirkungstreffer müssen wir auch erstmal verdauen und uns das nötige Matchglück schnell wieder erarbeiten“, schloss Schölwer.

TVB: Schulz, Geukes; Langenhoff (6), Hegemann, C. Evers, Milbach (5/3), Tenfelde (1), Steiner (4), Hagedorn, Häßler (3), Kämpker (2), Feulner, Ferencevic.

Herren-Oberligist SC Rot-Weiß Oberhausen bleibt zu Hause eine Macht. Der Aufsteiger gestaltete auch sein drittes Heimspiel in der Willy-Jürissen-Halle erfolgreich. Die Mannschaft von Chris Oploh behielt mit 41:34 (20:17) gegen den TV Lobberich die Oberhand. „Wir sind natürlich irre happy über diesen starken Saisonstart mit 8:2-Punkten. Die Jungs haben das gegen einen starken Gegner hinten raus sehr gut gelöst. Jetzt gehen wir entspannt in die Herbstpause“, resümierte ein zufriedener RWO-Trainer nach dem Schlusspfiff.

Nach Schwächephase zeigen die RWO-Handballer eine starke Reaktion

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Die Kleeblätter kamen gut ins Spiel, mussten sich aber nach 20 Minuten erst einmal auf die doppelte Manndeckung gegen Merten Krings und Tolga Asci einstellen. Die Pausenführung gab den Hausherren nicht die erforderliche Sicherheit. Lobberich nutzte die schläfrige Phase zu Beginn der zweiten Hälfte und lag plötzlich mit 22:21 vorn (35.).

„Wir haben im taktischen Bereich umgestellt und rigoros auf die Schwachstellen vom TVL abgezielt. Danach lief es bedeutend besser und wir haben es souverän nach Hause gebracht“, beobachtete Oploh, wie seine Schützlinge fortan das Kommando übernahmen. Die Rot-Weißen unterbanden zunehmend das Tempospiel der Gäste und nutzten ihre Möglichkeiten konsequent.

RWO: Grzesinski (1), Jednoralski; Krecker, Krings (7), Asci (9/2), Janduda, D. Janus (7), J. Drahten (3), Hanenberg (2), Lohmann (1), Schoofs, S. Janus (1), Handschke (7), R. Werner (1), Hinz (2), S. Drahten.