Einen richtig guten Start, so wohl individuell als auch im Team erwischte Maja Manten, Centerin der New Basket Oberhausen, für diese Spielzeit. 26 Punkte, 17 Rebounds, 4,5 Steals/Blocks im Schnitt sind tolle Werte. Ihre Mannschaft steht mit einem Sieg und einer Niederlage in der Meisterschaft auf Rang vier, dazu kam der Einzug in Runde drei des Pokals durch einen überzeugenden Sieg gegen Ligakonkurrent AstroLadies Bochum und die sind immerhin mit zwei Siegen aus zwei Spielen in der Liga noch besser gestartet.
Die gute Form kommt nicht von ungefähr, immerhin hat Manten im Sommer viele Extraeinheiten hingelegt, darunter auch bei der FIBA 3x3 Youth Nations League. Gemeinsam mit den im Damen-Basketballsport bekannten Nachwuchstalenten Marianna Byvatov (BS Marburg), Lilly Küppers (ChemCats Chemnitz) und Olivia Okpara (WINGS Leverkusen) trat Manten im Juni die Reise nach Vilnius, Litauen an, um sich mit den verschiedensten U23-Teams der Welt in der 3x3-Variante des Lieblingssports der NBOlerin zu messen.
Maja Manten in Litauen: Zweimal Training pro Tag mit Krafttraining
New Baskets empfangen den punktlosen Aufsteiger UBC Münster
Am Samstag, 19.30 Uhr, geht es für die New Baskets mit dem dritten Heimspiel in Serie weiter. Nach Siegen über TuS Lichterfelde (82:53, Liga) und Bochum (74:59, Pokal) kommt nun der punktlose Aufsteiger UBC Münster zum Abschluss in die Halle Ost. Die haben ihren Ligastart lustigerweise gegen Lichterfelde (56:79) und Bochum (53:73) gehabt. Dass die Mannschaft nicht zu unterschätzen ist, das zeigten sie am letzten Wochenende im Pokal mit einem 80:77-Sieg über die Talents Bonn/Rhöndorf. Eben genau die Mannschaft, die NBO zum Auftakt mit 73:63 die einzige Niederlage zufügte.
Doch bei einem internationalen Turnier dieser Größenordnung muss natürlich im Vorhinein trainiert und sich vor allem kennengelernt werden. Denn die Spielerinnen, die schlussendlich in Litauen für die Bundesrepublik auf dem Feld standen, haben in ihrer bisherigen Karriere wahrscheinlich eher gegen als miteinander gespielt. So berichtete Manten nach ihrem aufregenden Sommer von zwei spannenden und intensiven 3x3-Lehrgängen am Olympiastützpunkt in Niedersachen, an welchen auch die A-Nationalmannschaft des drei-gegen-drei-Sports teilnahm. „Wir hatten zweimal Training pro Tag mit Krafttraining und allem Drum und Dran“, erinnerte sich die 21-jährige Physikstudentin im Nachhinein.
Ende Mai ging es für das nach den Trainingswochen nun besser eingespielte junge Team dann nach Litauen „Wir fuhren erstmal ohne Trainerin, hatten den Media-Day und dann ging es auch schon los.“ Head Coach der U23 3x3- Nationalmannschaft, Beatrix Waffenschmied, hatte als Lehrerin zu diesem Zeitpunkt nämlich noch mit Abiturprüfungen an ihrer Schule zutun und stieß erst im späteren Verlauf des Turnieres dazu. Nach dem 21:16-Erfolg in der ersten Partie gegen Kroatien, konnten die jungen Basketballerinnen dennoch „per Videochat“ mit ihrer Trainerin sprechen und ihre Freude mit dieser teilen.
Maja Manten: „Unser Team war einfach richtig toll, das hat so gut harmoniert“
In der Hauptstadt des baltischen Staates erlebte die vierköpfige Mannschaft rund um Manten während der ersten drei Tage des Weiteren eine Achterbahnfahrt aus Siegen und Niederlagen. Jeweils zwei Spiele standen für Manten und Co. pro Tag an. Gewannen sie den Auftakt gegen Kroatien mit 21:16, verlor die Mannschaft nur wenige Stunden später 17:21 gegen Slowenien. Am zweiten Turniertag unterlag Deutschland den Gastgeberinnen aus Litauen nach Verlängerung knapp mit 16:17, feierte jedoch noch am gleichen Abend einen deutlichen 21:9-Triumph gegen Aserbaidschan. Tag drei begann mit einem erneuten Sieg über Kroatien, gefolgt von einer Wiederholung des dritten Spieles, denn erneut schlugen die Litauerinnen die deutsche Mannschaft 17:16. Nach vielen Rechnereien und Auswertungen der Spiele landete Deutschland laut Manten „sehr unglücklich“ auf dem vierten Platz „es hat uns nur ein Punkt gefehlt“, verriet die gebürtige Niederrheinerin.
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Doch die nächsten drei „Stops“ der U23 Young Nations League ließen nicht lange auf sich warten und daher reiste die gleiche Mannschaft Mitte Juni erneut nach Vilnius in Litauen. „Der vierte und fünfte Stopp war ziemlich erfolgreich für uns, wir konnten diese nämlich gewinnen“, freute sich Manten über die dort gesammelten Punkte. Auch die Gastgeberinnen konnten im letztlich vierten Aufeinandertreffen 21:20 endlich besiegt werden.
Für eine WM-Qualifikation der 3x3-Meisterschaften hat es in diesem Jahr jedoch noch nicht gereicht. Aber was nicht ist, kann ja durchaus noch werden. Für Maja Manten ging ein aufregender Sommer mit dem Saisonbeginn der 2. Damen-Basketball-Bundesliga Anfang September zu Ende, was jedoch bleiben wird sind die Erinnerungen und die Vorfreude auf die kommenden Jahre mit ihren 3x3-Mädels „Unser Team war einfach richtig toll, das hat so gut harmoniert.“



