Für den Nachwuchs von Rot-Weiß Oberhausen war es kein erfolgreiches Oktober-Wochenende. Sowohl die U19 als auch die U17 unterlagen in ihren Partien, mussten sich am Ende aber vor allem darüber ärgern, die eigenen Chancen nicht verwertet zu haben.

U19 verliert gegen MSV Duisburg

Die U19 verlor mit 0:1 (0:1) beim MSV Duisburg, hatte dabei aber genügend Chancen, eine sogar noch kurz vor dem Ende frei vom Elfmeterpunkt. „Wenn du oben bist, laufen die Szenen anders“, kennt Trainer Ken Asaeda die kleinen Unterschiede. Dabei ist er mit dem Auftritt seiner Mannschaft aber zufrieden: „Selbst die Duisburger haben gesagt, dass wir die bessere Mannschaft waren. Das war über 90 Minuten eines der besten Spiele, die wir gemacht haben. Die Jungs haben läuferisch, kämpferisch und spielerisch überzeugt.“

Dass Jakob Brune, am Knie verletzt, früh raus musste, half sicher auch nicht. Er hätte am 0:1 durch Adrian Gorczycki allerdings auch nichts machen können. Der Schuss des Meiderichers titschte ganz unangenehm vor Thomas Hinterkeuser auf und klatschte vom Innenpfosten rein (35.). Eine Riesenchance hatte dann RWO noch vor der Pause, doch Damilola Olupona versuchte, an MSV-Schnapper Jihan Masseling vorbeizulaufen, statt den mitgelaufenen Emilyo Bayekula den Ball einfach ins dann vermutlich leere Tor schieben zu lassen.

„Das war über 90 Minuten eines der besten Spiele, die wir gemacht haben. Die Jungs haben läuferisch, kämpferisch und spielerisch überzeugt.“

Ken Asaeda

Auch im zweiten Abschnitt hatte RWO die Möglichkeiten. Einmal war der Abschluss von Corleone Hirtopeanu zu überhastet, dann brauchte Can Pasek, clever von Oumar Beladel eingesetzt, im Gegenteil etwas zu lange für seinen Abschluss. Genug Szenen, um auszugleichen oder das Spiel zu drehen, schon vor dem Elfmeter durch Olupona in der 81. Minute, den er zwar auch an den Pfosten setzte, aber der Ball eben nicht ins Tor sprang. „Kein Vorwurf an ihn, wir müssen vorher einfach das Tor machen“, baut Asaeda seinen Stürmer auf. Dass dann auch Malek Karadamur noch die Ampelkarte sah, passte zu einem erneut gebrauchten Tag. „Inhaltlich gibt uns das Spiel trotzdem einen Schub. Wir haben durch die Bank weg gut gespielt“, findet Asaeda.

U17-Coach Dennis Czayka unzufrieden mit Leistung

Das fand Dennis Czayka nach dem 1:3 (0:1) gegen Fortuna Düsseldorf derweil nicht. „Mit unserer bestmöglichen Leistung hätten wir die Chance gehabt, zu punkten“, ist er sicher. Absolut nicht weit hergeholt, denn tatsächlich hatte RWO die bessere Anfangsphase. Gerade in den zehn Minuten vor dem Nackenschlag durch Doruk Muzak in der 18. Minute schnürten die Kleeblätter die Fortuna hinten ziemlich ein.

„Wir hatten einfach zu viele kritische Ballverluste und waren zu schwach in der Kontersicherung“, resümiert Czayka damit fast das gesamte Spiel. Beim 0:1 war es ein Konter nach eigener Ecke, in dem der überragende Sulaiman Kanyon davon eilte und noch die Übersicht für den mitgelaufenen Teamkameraden hatte. Vorher hätte Abderahman Elkassah (15.) nach tollem Flugball von Torwart Mattheo Schulte-Ladbeck oder auch Louis Schulte mit einem aufmerksamen Distanzschuss durchaus für die RWO-Führung sorgen können. Den lenkte Maximilian Helwig noch so eben über die Latte, die daraus folgende Ecke bedeutete den Rückstand. Der schockte die Kleeblätter spürbar und doch hätten sie ausgleichen können, wenn Luke Musial (26.) das Auge für Liam Störmann oder Marko Soares gehabt hätte.

Auch direkt nach der Pause hatte Agon Islami eine gute Chance mit dem Kopf, bei der sich Helwig ordentlich strecken musste. Die Fortunen dagegen ließen sich in der 55. Minute nicht bitten. Nach einem langen Ball folgte ein Querschläger genau vor die Füße von Danylo Malikov, an dessen Schuss Schulte-Ladbeck zwar noch die Fingerspitzen bekam, jedoch nicht mehr blocken konnte.

Elkassah und Soares hatten unmittelbar danach aussichtsreiche Umschaltmomente, kamen aber nicht zu einem gefährlichen Abschluss. Ein bisschen Glück hatte RWO, dass es in der 61. Minute keinen Elfmeter gab: Schulte-Ladbeck rutschte eine Flanke aus den Händen, ehe er das Gleichgewicht verlor und Muzak in die Hacken fiel. Für Schiedsrichter Makram Nakad jedoch zu wenig, was wiederum die Möglichkeit bot, nach dem strammen Abschluss unter die Latte durch Soares in der 75. Minute noch einmal an etwas Zählbares zu glauben. „Da hatte ich schon das Gefühl, es wäre was gegangen“, sagt Czayka, dessen Mannschaft zuletzt bewiesen hat, dass sie dramatische Schlussphasen an der Lindnerstraße beherrscht. Stattdessen kassierte sie das dritte, sehr vermeidbare Gegentor. Nach einem eigenen Einwurf zum Gegner war es wieder Kanyon mit einem tollen Pass auf den eingewechselten Romain Kenou. Der enteilte seinen rot-weißen Verfolgern und legte für Muksin Inusah quer. Bei dem Pass fehlte RWO jedoch die nötige Orientierung und der ebenfalls eingewechselte Fortuna machte den Deckel auf die Partie.