Der Abstiegskampf in der Fußball-Bezirksliga geht in die entscheidende Phase. Zwei Spieltage vor Schluss kämpfen zwei Vertreter Oberhausens um den Klassenerhalt in der Gruppe sechs, deren Stimmungslagen unterschiedlicher kaum sein könnten. Die Redaktion hat die tabellarische Konstellation analysiert und bei beiden Vereinen vor den beiden entscheidenden Partien nachgefragt.

Die Ausgangslage ist wie folgt: Die Sportfreunde Königshardt belegen als Tabellen-15. im Moment den Relegationsplatz mit 26 Punkten. Direkt dahinter liegt mit einem Zähler weniger und fünf Tore schlechter Arminia Lirich auf dem ersten direkten Abstiegsplatz. Fatihspor Essen und Blau-Gelb Überruhr stehen bereits als Absteiger fest. Vor den Oberhausener Mannschaften liegend sind der Heisinger SV (31 Punkte), Niederwenigern II (30) und die Spvgg. Steele 03/09 (26) ebenfalls noch nicht gerettet. Übrigens: Bei Punktgleichheit gibt es keine Entscheidungsspiele mehr, sondern es zählt der direkte Vergleich.

SF Königshardt stellen die zweitschlechteste Defensive der Bezirksliga

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„Wir bekommen einfach zu viele Gegentore und zu viele Gegentore in der Nachspielzeit. Wären die nicht gewesen, wären wir jetzt schon durch“, hadert Kenan Hodzic, Trainer der Sportfreunde. Ein Blick auf die Tabelle zeigt: Mit 107 Gegentoren stellen die Rot-Weißen zusammen mit Fatihspor Essen die zweitschlechteste Defensive der Liga – nur das abgeschlagene Schlusslicht Überruhr hat noch mehr Gegentreffer kassiert (194). Der SFK-Coach weiter: „Wir haben sieben Punkte durch Gegentore kurz vor Schluss kassiert. Deshalb haben wir uns die aktuelle Lage selber zuzuschreiben. Ich bin aber überzeugt, dass wir am Ende über dem Strich stehen, wenn wir unsere individuellen Fehler abstellen.“ Seine Mannschaft muss zunächst am kommenden Wochenende beim Tabellenachten in Vogelheim ran, ehe es am letzten Spieltag zum Showdown zu Hause am Pfälzer Graben gegen Steele 03/09 kommt. „Gewinnen wir beide Spiele, bleiben wir definitiv drin“, hat Hodzic ausgerechnet.

Ganz anders die Stimmungslage bei der Arminia aus Lirich. „Vor fünf, sechs Wochen waren wir für die meisten schon abgestiegen. Jetzt, zwei Spieltage vor Schluss haben wir immer noch alle Chancen drin zu bleiben“, zeigt sich Jens Szopinski gewohnt kämpferisch. Der Arminia-Coach weiter: „Jetzt ist alles möglich!“ Die drei Erfolge zuletzt gegen Steele (3:2), in Überruhr (2:0) und das Derby gegen Königshardt (3:2) waren „überlebenswichtig“, wie es „Schuppi“ treffend formuliert. Die Arminen müssen zunächst bei Sterkrade-Nord ran, Szopinskis Ex-Klub. „Das Hinspiel haben wir 6:1 verloren. Und im Pokal-Viertelfinale sind wir knapp mit 2:3 nach Verlängerung ausgeschieden. Wir haben da etwas gut zu machen“, weiß der 49-Jährige. Danach gastiert der Heisinger SV im Käfig. Genauso wie Kollege Hodzic hat auch er eine simple Rechnung aufgestellt: „Gewinnen wir beide Spiele, haben wir auf jeden Fall die Relegation sicher.“ Wenn Fußball doch immer so einfach wäre…