Der SC 20 geht als Vorjahressieger in das Finale des Fußball-Kreispokals. Dieses findet am Donnerstag, 16 Uhr, auf der Platzanlage des SV Fortuna Bottrop an der Rheinbabenstraße statt. Gegner ist dann Landesligist VfB Bottrop. Die Voraussetzungen für die Blau-Gelben sind aber diesmal andere. Anders als im Vorjahr ist der Spielclub diesmal nicht Favorit, sondern Außenseiter. Sterkrade 72 wehrte sich damals lange tapfer, musste sich aber am Ende dem damaligen Bezirksliga-Konkurrenten mit 1:3 geschlagen geben.
„Mit dem VfB Bottrop wartet ein richtiges Brett auf uns. Eine gestandene Landesliga-Mannschaft mit individuell starken Spielern“, weiß Erkan Aydin. Doch Angst und Bange ist dem Coach des SC 20 deshalb nicht. „Wir brauchen uns nicht zu verstecken, wir kommen mit breiter Brust. Aber klar ist der VfB Favorit, weil sie der Landesligist und klassenhöhere Verein sind.“ Doch der ist im neuen Jahr komplett aus der Spur geraten. Die Schwarz-Weißen, bei denen Raphael Steinmetz seinen Abschied zum Saisonende bekannt gegeben hat, befindet sich auf der Suche nach alter Form. Gegen den Mülheimer FC 97 unterlag der VfB zuletzt 3:5 – das war bereits die achte Niederlage des Tabellenfünften nach dem Jahreswechsel.
SC 20: Turbulente Generalprobe gegen Rhenania Hamborn geht mit 6:7 verloren

Die Generalprobe des SC 20 ging ebenfalls gründlich daneben. Mit 6:7 hatte der Spielclub am Sonntag in einem verrückten Spiel gegen den abstiegsgefährdeten SV Rhenania Hamborn das Nachsehen. Aydin zeigte sich anschließend selbstkritisch, da er einige taktische Veränderungen bzw. Vorsichtsmaßnahmen mit Hinblick auf das Pokalfinale vornahm. „Das Spiel nehme ich auf meine Kappe. Ich habe zu viel ausprobiert“, so der 47-Jährige. Bereits nach 24 Minuten lagen der SC 20 mit 0:4 zurück, kam aber noch einmal zurück. Doch in der 87. Minute markierten die Gäste den 7:6-Siegtreffer.
Das soll den Blau-Gelben am Donnerstag nicht noch einmal passieren. „Wir werden dem VfB alles abverlangen“, verspricht Aydin. Der kann im Endspiel aus dem Vollen schöpfen. Auf Experimente wird er ganz sicher verzichten.
Im Spiel um Platz drei treffen SW Alstaden und Sterkrade-Nord aufeinander
Mit dem VfB Bottrop wartet ein richtiges Brett auf uns. Eine gestandene Landesliga-Mannschaft mit individuell starken Spielern.
Erkan Aydin, SC 20-Trainer
Bereits um 11 Uhr findet an der Rheinbabenstraße das Spiel um Platz drei statt. Dort kommt es zum Aufeinandertreffen zwischen den beiden Bezirksligisten SW Alstaden und der Spvgg. Sterkrade-Nord. Dabei ist es nicht zuletzt auch für die beiden Trainer ein besonderes Duell, schätzt man sich doch untereinander sehr – auf und neben Platz. „Fachlich wie auch menschlich ist der Ogi ein super Kollege und Freund“, lobt SWA-Coach Bilal Fezzani den Nord-Linienchef Oguzhan Cuhaci, der das Kompliment gerne zurückgibt. „Bilal leistet in Alstaden, wie aber auch schon vorher beim Spielclub, hervorragende Arbeit. Das macht schon richtig Spaß, wenn man gegen solche Trainerkollegen spielen darf.“
Kreispokalfinale der Frauen
Im Kreispokalfinale der Frauen trifft die Mannschaft von Arminia Klosterhardt auf die Vorjahressiegerinnen von Rhenania Bottrop. Anstoß des Endspiels ist um 13.30 Uhr.
Allerdings dürfte mit Anpfiff am Donnerstag die Freundschaft für zumindest 90 Minuten ruhen, wollen doch beide Teams gewinnen und damit das Ticket für den Niederrheinpokal lösen. „Die Vorfreude ist groß, was jetzt schon seit einiger Zeit bei den Jungs zu spüren ist. Für uns wäre es klasse, wenn wir in diesem Übergangsjahr mit der Pokalteilnahme etwas mitnehmen könnten“, sagt Fezzani, der gegen die Nordler aus den Vollen schöpfen kann. Lediglich hinter Wassim Jabri steht noch ein Fragezeichen, der am letzten Freitag beim 5:2-Sieg gegen TuS Asterlagen kurz vor Schluss wegen muskulärer Probleme ausgewechselt werden musste.
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Sterkrade-Nord: Personallage hat sich im Vergleich zu den Vorwochen etwas entspannt
Bei Sterkrade-Nord gibt es zwar nach wie vor „ein paar Verletzte“ zu beklagen, allerdings hat sich laut Cuhaci die Personalsituation im Vergleich zu den vergangenen Wochen und Monaten schon deutlich verbessert. Wie SWA sind auch die Nordler in ihrer Bezirksliga-Gruppe sorgenfrei im Tabellenmittelfeld zu finden, wobei Cuhaci betont, dass das anstehende Pokalspiel in den letzten Tagen und Wochen nicht vom Ligaalltag abgelenkt hat. „Wir haben uns von Spiel zu Spiel konzentriert. Es geht bei uns darum, dass wir uns in unserer Entwicklung stetig verbessern. Deshalb hatte ich nicht das Gefühl, dass die Jungs nur das Pokalspiel im Kopf hatten. Aber klar ist, jetzt gilt der volle Fokus dem Duell gegen Alstaden, was wir natürlich gewinnen wollen.“



