Voll wird es auf den Oberhausener Plätzen am Wochenende. Im höherklassigen Jugendfußball spielt Rot-Weiß Oberhausen mit allen drei Mannschaften an der Lindnerstraße, zwei Mal am Leistungszentrum und dazu in der B-Jugend Bundesliga standesgemäß im Stadion Niederrhein. Auch die U17 der Klosterhardter spielen in der Niederrheinliga am Hans-Wagner-Weg, einzig die U15 von Edi Kayatas muss am Samstag nach Essen, zur SG Schönebeck.

Sowohl zeitlich, als auch ranghoch, macht die U17 von RWO am Samstag, 11 Uhr, den Auftakt gegen die Borussia aus Mönchengladbach. Die Jungfohlen sind – neben dem Wuppertaler SV als überraschendem Spitzenreiter – das einzige Team ohne Niederlage. Allerdings ist die Mannschaft von Mihai Enache auch erst zu einem Sieg aus vier Spielen gekommen. „Gladbach ist keine einfache Aufgabe, aber wir bleiben bei uns“, stellt Linienchef Ken Aseada klar. Die deutliche Niederlage gegen Schalke ist aufgearbeitet, „wir haben auch keine Zeit uns damit aufzuhalten.“

RWO-U17 vor dem Duell gegen Borussia Mönchengaldbach: So ist die Personallage

Der Blick geht nach vorne und auf die Dinge, die zuletzt trotzdem gut liefen. „Wir wollen die Sachen, die wir uns nach und nach aneignen auch umsetzen und sind voll fokussiert darauf“, nimmt er eine Entwicklung war. Personell muss allerdings umgebaut werden, mit Dijan Yalcin (Erkältung), Jakob Brune („auf der Kippe“), Leandro Ritter (Sprunggelenk) und Berdan Suri („angeschlagen“) droht ein Quartett auszufallen. „Wenn das so ist, bieten sich natürlich Möglichkeiten für andere. Wir werden gegen Gladbach elf gute Jungs plus die von der Bank aufbieten können“, verspricht er.

Einen Tag später, zur selben Zeit und auf der anderen Seite der Lindnerstraße, empfängt die U19 von Rafael Garcia und Mike Terranova Dostlukspor Bottrop um 11 Uhr am Leistungszentrum. Die Vorzeichen im Derby könnten unterschiedlicher kaum sein, die Bottroper stehen nach zwei Spielen noch ohne Zählbares und einer Tordifferenz von 2:11 auf dem vorletzten Platz. Die Kleeblätter haben den Start – bei natürlich anderen Erwartungen und Zielen – mit zwei Siegen und 8:2-Toren deutlich besser hinbekommen. Beim 7:2 in Schonnebeck letzte Woche ging jedoch der Start in die Partie ziemlich daneben. „Den haben wir verschlafen“, weiß Garcia. Dass seine Mannschaft einen Gang hochschalten kann ist gut, sollte aber nicht zur Gewohnheit werden müssen. Die Favoritenrolle annehmen und schnell für klare Verhältnisse sorgen, das würde dem Trainerteam graue Haare ersparen.

Edi Kayatas: „Wir haben natürlich keine breite Brust, sondern Druck“

Parallel dazu empfängt Arminia Klosterhardt in der U17 die SG Unterrath. Personell kann die Mannschaft von Philipp Cordeiro und Dustin Arnold aus dem Vollen schöpfen, nur an der Seitenlinie muss Arnold ohne seinen Trainerkollegen auskommen. „Die Stimmung ist super“, freut sich Arnold. Das liegt auch daran, dass man von der Tabellenspitze grüßt und Montag im Testspiel gegen Waltrop ebenfalls noch erfolgreich war. „Die Woche war intensiv und gut, aber es geht halt nur zusammen und das wissen die Jungs auch“, betont er die Geschlossenheit des Teams.

Einen Tag früher, parallel zur U17 in der Bundesliga, empfängt die U15 von RWO in der Niederrheinliga den FC Kray am Leistungszentrum. Positiv auch hier: Zwei Siege aus zwei Spielen, kein einziges Gegentor und ein sich lichtendes Lazarett sind der Stand der Dinge. „Ein paar Verletzte kehren zurück, aber nicht alle sind schon eine Option“, weiß Jannick Weis, nur im Tor könnte es dünn werden. Das Pokalspiel unter der Woche wurde beim Stand von 20:0 für die Kleeblätter gegen den SV Concordia abgebrochen. „Wir wissen, was wir zur Vorwoche verbessern möchten und ich bin mir sicher, wenn wir das umsetzen, dass wir drei Punkte holen.“ Klosterhardt muss um 15 Uhr in Schönebeck ran. „Ich habe über 90 Spiele mit der Mannschaft gemacht, aber noch nie gegen die.“ Entsprechend fällt Edi Kayatas die Einschätzung schwer. „Wir haben natürlich keine breite Brust, sondern Druck.“ Den will er seinen Schützlingen nehmen und betont: „Alles gut. Wir werden das schon machen, einfach den Ball laufen lassen.“ So sollen sich auch etwaige körperliche Nachteile aufwiegen lassen.