Fußball

Nie wieder Trainer: Peter Kursinski bleibt standhaft

Hedefspor Hattingen führte Peter Kursinski in die Landesliga. Danach beendete er seine Trainerkarriere. Foto:Udo Kreikenbohm

Hedefspor Hattingen führte Peter Kursinski in die Landesliga. Danach beendete er seine Trainerkarriere. Foto:Udo Kreikenbohm

Hattingen.   Eine Rückkehr auf die Bank schließt der ehemalige Coach von Hedefsporund Welper aus. Ein Engagement in anderer Funktion er sich aber vorstellen.

So ganz nah dran ist er laut eigener Aussage nicht mehr. Aber bestens informiert ist er immer noch. Das wird schnell klar im Gespräch mit Peter Kursinski, dessen letzte Trainerstation Hedefspor Hattingen war. Hedefspor ist zurzeit noch auf der Suche nach einem neuen Coach, während Kursinskis eigentlicher Heimverein, die SG Welper, mit Thorsten Kastner jetzt einen Nachfolger für Wolfgang Westerkamp gefunden hat.

Viel individuelle Klasse bei der SG Welper

Beide Ex-Vereine von Peter Kur­sinski spielen in der kommenden Saison in der Bezirksliga. Die SG Welper stieg aus der Kreisliga A auf, Hedefspor aus der Landesliga ab. Die besseren sportlichen Perspektiven haben aber wohl die Welperaner, die auch in der höheren Spielklasse oben mitspielen wollen und die ihre ohnehin schon starken Kader noch einmal verstärkt haben.

Hedefspor muss jetzt neu aufbauen

Hedefspor muss dagegen nach dem Abstieg neu aufbauen. Die aktuelle Entwicklung sieht Peter Kur­sinski mit Sorge. „Hedefspor hat bald einen neuen Kunstrasen. Auf der anderen Seite gibt es aber keine funktionierende Mannschaft mehr, und auch in der Administrative fehlen im Augenblick wohl die Leute, die richtig helfen können. Zurzeit gibt es auf jeden Fall viel Unruhe im Verein. Und so etwas ist nie gut.“

Absagen nach diversen Anfragen

Peter Kursinski trainierte Hedefspor Hattingen in der Zeit von 2011 bis 2013 und krönte seine Arbeit mit dem Aufstieg in die Landesliga. Nach diesem Erfolg hatte Kursinski betont, dass Hedefspor seine letzte Trainer-Station gewesen sei. Und dazu steht der 60-Jährige auch heute noch, obwohl es aktuell wieder Anfragen gegeben habe. Und zwar auch von Hedefspor und der SG Welper, so der ehemalige Profi.

„Der Trainerjob kommt für mich aber nicht mehr in Frage, vielleicht mache in Zukunft mal etwas anderes“, sagt Kursinski, der sich schon vorstellen kann, irgendwann einmal irgendwo als Sportlicher Leiter einzusteigen. „So wie früher wird es auf jeden Fall nicht mehr sein. Da war ich Trainer, habe den Wasserkasten getragen, die Bälle aufgepumpt, die Gespräche mit den Spielern geführt und mich auch um Sponsoren gekümmert. Aber dafür bin ich inzwischen ein bisschen zu alt.“

Aufstieg eine Selbstverständlichkeit

Die sportliche Situation bei der SG Welper, die Kursinski, mit Unterbrechungen, zwölf Jahre lang trainierte, sei aktuell wesentlich besser als die bei Hedefspor, glaubt der ehemalige Torjäger, der aber auch klarstellt, dass der Höhenflug der Grün-Weißen viel mit dem Engagement von Sponsor Kaan Öztürk zu tun habe. „Diese Konstellation in Welper ist auch nicht ganz einfach und birgt natürlich auch einige Risiken“, sagt Kursinski, der aber dann anfügt: „Ich drücke die Daumen, dass es funktioniert.“

Welpers Aufstieg in die Bezirksliga war nach Ansicht von Peter Kur­sinski eine Selbstverständlichkeit. Für die Kreisliga A sei die individuelle Klasse der Mannschaft einfach viel zu groß gewesen, so der Ex-Trainer, der die Grün-Weißen aber dennoch nicht optimal aufgestellt sieht. Denn Peter Kursinski ist in erster Linie eine funktionierende Defensive wichtig.

Große Konkurrenz in Welper

Welper ist dagegen sehr offensiv ausgerichtet. „Das war in der Kreisliga A aber natürlich kein Problem, obwohl es da auch nicht so wenige Gegentore gegeben hat. Aber die wurden von der überragenden Offensive halt überdeckt“, sagt Kursinski, der noch ein weiteres Problem sieht. „Welper hat viele Spieler für wenige offensive Positionen. Und diese Spieler können natürlich nicht alle spielen, obwohl sie wegen ihrer Klasse den Anspruch haben, immer zu spielen. Das ist also keine ganz leichte Aufgabe für den neuen Trainer.“

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