FELDHOCKEY

Uhlenhorster Jugend wird zweimal Deutscher Meister

Neuer Deutscher Meister der männlichen A-Jugend: Der HTC Uhlenhorst aus Mülheim.

Neuer Deutscher Meister der männlichen A-Jugend: Der HTC Uhlenhorst aus Mülheim.

Foto: HTCU

Mülheim.   In Heilbronn zittert sich die A-Jugend am Ende zum Titel, da hatten die A-Mädchen bereits ihren Wimpel nach dem 2:0 über Alster.

Der erste Uhlenhorster Jubel ertönte am Sonntagmittag gegen 13.30 Uhr in Krefeld, der zweite eine knappe Stunde später in Heilbronn. Die Erfolge des Mülheimer Feldhockey-Nachwuchses waren geografisch verteilt, aber thematisch vereint: Der HTCU ist zweimal Deutscher Meister. Trauer tragen die nur Knaben A, die im Finale verloren. Die weibliche A-Jugend schied schon am Samstag im Halbfinale aus.

„Heute Abend wird das Klubhaus wackeln“, versprach Trainer Phil Neuheuser. Er hatte mit seinen Mädchen A im Vorfeld die vermeintlich geringsten Chancen und dennoch war es die erste Uhlenhorster Mannschaft, die am Sonntag den Meisterwimpel entgegennehmen durfte.

Verdienter Halbfinalerfolg im Penaltyschießen

„Es war natürlich auch etwas Glück dabei“, gestand Neuheuser, schließlich zog sein Team am Samstag erst im Penaltyschießen gegen den favorisierten Bremer HC ins Finale ein. 1:1 hatte es nach der regulären Spielzeit gestanden. Am Ende stand ein 3:1-Erfolg des HTCU, auch weil Torfrau Victoria Drews zwei Versuche der Bremerinnen abwehrte. „Das Penaltyschießen haben wir verdient gewonnen“, so der Coach.

Im Finale gegen den Club an der Alster hätten die Mülheimerinnen schon zur Pause führen müssen. „Aber kurz vor und kurz nach der Pause sind uns zwei meiner Meinung nach reguläre Eckentore abgepfiffen worden“, sagt Neuheuser. Hatte also erst Alster Glück, musste dann der HTCU froh sein, nicht in Rückstand zu geraten. Durch einen Konter in der 44. Minute erzielte Mia Rosser dann das 1:0. Im Anschluss erwies sich Torfrau Victoria Drews erneut als starker Rückhalt, indem sie den Ausgleich verhinderte. Marleen Bosserhoff machte schließlich alles klar.

Eine Stunde später in Heilbronn: Die männliche A-Jugend des HTC Uhlenhorst führte schon vermeintlich sicher mit 5:2, musste nach dem Anschlusstreffer aber noch einmal eineinhalb Minuten zittern, ehe auch hier der Jubel in grün und weiß ausbrach.

Elian Mazkour stellt die Weichen für den HTCU auf Sieg

Aber der Reihe nach: Im Halbfinale hatte sich der HTCU mit 3:0 gegen den Crefelder HTC durchgesetzt. Im Finale gegen den UHC Hamburg lag die Mannschaft von Trainer Arndt Herzbruch zweimal hinten, aber Moritz Ludwig, später zum besten Verteidiger des FinalFour gewählt, und Max Dickel hielten die Uhlenhorster auf Kurs. Elian Mazkour brachte sie mit der letzten Aktion vor der Pause sogar erstmals in Führung.

Mazkour war es auch, der in der 38. Minute einen Fehler in der Hamburger Defensive ausnutzte und auf 4:2 stellte. Per Siebenmeter machte Robert Duckscheer vermeintlich alles klar. Aber die Hamburger steckten nicht auf und verkürzten durch eine kuriose Aktion, als Hannes Müller den Ball über dem Kopf wie beim Tennis volley ins Netz schlug, und kamen in der vorletzten Minute sogar zum Anschlusstreffer per Siebenmeter. „Die letzten eineinhalb Minuten haben wir souverän runtergespielt“, meinte ein stolzer Trainer Arndt Herzbruch. Der Coach weiter: „Einige sind an diesem Wochenende über sich hinausgewachsen. Auch über die gesamte Saison gesehen sind wir verdient Meister.“

A-Knaben geben 2:0-Vorsprung noch aus der Hand

Die Spielerinnen und das Trainerteam der Mädchen A waren extra noch in Krefeld geblieben, um ihre männlichen Altersgenossen dabei zu unterstützen, womöglich der dritte Uhlenhorster Meister an diesem Sonntag zu werden. Doch die Knaben A verloren das DM-Endspiel gegen den Düsseldorfer HC nach Pausenführung noch mit 2:4 (2:0).

Dabei sah zunächst alles optimal aus für die Mannschaft der beiden Trainer Robert Imdahl und Malte Hellwig. Kapitän Alec von Schwerin brachte den HTCU schon in der vierten Minute in Führung. Kurz nachdem die Mülheimer auf der Linie retten mussten, legten sie das 2:0 nach.

Doppelschlag führt zum schnellen 2:2-Ausgleich

Doch die Düsseldorfer drehten nach der Pause auf. Durch einen Doppelschlag stand es plötzlich 2:2. Der HTCU konnte danach aber zu einem offenen Schlagabtausch zurückkehren, ehe die Düsseldorfer in der Schlussphase das Finale für sich entschieden.

Gar nicht erst ins Endspiel hat es die weibliche A-Jugend des Mülheimer Klubs geschafft. Zum dritten Mal nach den beiden Zwischenrundenspielen ging es im Halbfinale gegen den Großflottbeker THGC ins Penaltyschießen und offenbar war das Glück des HTCU aufgebraucht. Die Mannschaft von Trainer Benjamin Hinte verlor mit 3:4.

Im kleinen Finale sicherten sich die Mülheimerinnen durch einen 4:2 (1:0)-Erfolg über den UHC Hamburg den dritten Platz. Meister wurde der Düsseldorfer HC (1:0).

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