Badminton Bundesliga

Fast-Absteiger ist nun ein Konkurrent für den 1. BV Mülheim

Rachel Sugden steht dem 1. BV Mülheim am Sonntag wieder zur Verfügung.

Rachel Sugden steht dem 1. BV Mülheim am Sonntag wieder zur Verfügung.

Foto: Martin Möller / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Nächstes Heimspiel für den 1. BV Mülheim – wieder geht es gegen einen Konkurrenten im Kampf um die Play-offs. Das ist durchaus überraschend.

Der Heimsieg gegen den 1. BC Beuel hat dem 1. BV Mülheim Auftrieb gegeben. Und das ist auch nötig – denn mit dem erneuten Heimspiel gegen Blau-Weiss Wittorf-Neumünster am Sonntag (15 Uhr) steht bereits das nächste richtungsweisende Duell in der Badminton Bundesliga an.

Die guten Nachrichten vorweg: Rachel Sugden steht den Mülheimern am Sonntag ebenso zur Verfügung wie Tom Wolfenden, der am vergangenen Sonntag sein Comeback nach langer Verletzungspause gegeben hatte. Ansonsten wollte sich Teammanager Jonathan Rathke nicht in die Karten schauen lassen. „Ich kann nur so viel sagen: Es wird nicht die Mannschaft spielen, die am vergangenen Wochenende im Einsatz war“, sagte der Teammanager mit Blick auf Sonntag.

Mülheim trifft auf den Tabellennachbarn

Das ist nur allzu verständlich, geht es mit Wittorf doch gegen einen direkten Tabellennachbarn, der momentan einen Punkt mehr auf dem Konto hat und den ersten Play-off-Platz belegt. Die Entwicklung der Wittorfer ist dabei ebenso erstaunlich wie bewundernswert.

Denn in der vergangenen Saison – die erste Erstligasaison für die Niedersachsen – gelang der Klassenerhalt erst in der Relegation. Ein 5:2 gegen die SG Schorndorf und ein 4:3 gegen den TSV Neuhausen-Nymphenburg sicherten den Wittorfern den Verbleib in der deutschen Eliteliga.

In der Folge drehte sich aber auch das Spielerkarussel. Stine Küspert, Gregory Mairs und Rafal Hawel verließen den Verein, dafür wechselten Lise Jaques (Belgien), Vivien Sandorhazi (Ungarn, TV Refrath) sowie Nina Vislova und Anastasiia Shapovalova (beide Russland) sowie Chong Jee Han (Malaysia) und die beiden Russen Nicolai Ukk und Egor Kurdyukov an die Schwale.

Wittorf hat sich etabliert

Das Resultat: Wittorf ist gut in die Saison gestartet und zählt zu den Play-off-Kandidaten – auch wenn sie selbst ein anderes Ziel ausgegeben haben: „Das Ziel ist wie in der letzten Saison natürlich der Klassenerhalt. Wir freuen uns sehr auf unsere neue Saison und speziell auf unsere heimischen Fans, die uns immer sehr stark und motivierend unterstützen“, ließ sich Ralf Treptau, Spartenleiter Badminton der Wittorfer, auf der vereinseigenen Homepage zitieren.

„Sie sind keine Schlusslichtmannschaft mehr. Es wird nicht einfach, dieses Spiel zu gewinnen“, sagt Jonathan Rathke, der hofft, dass sein Team die Nase trotzdem vorn haben wird.

Denn auch wenn er noch nicht auf die Tabelle schaut, weiß er, dass am Ende jeder Punkt zählen wird. „Um eine Prognose abzugeben, ist es aber noch zu früh. Das können wir erst, wenn wir gegen jede Mannschaft mindestens einmal gespielt haben“, sagt Rathke. Zumindest die Wittorfer wird er am Sonntag genauer kennenlernen.

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