RUDERN

Der olympische Traum des Mülheimers Jonathan Rommelmann lebt

Golödener Lohn am Fühlinger See:Goldener Lohn: Der Mülheimer Jonathan Rommelmann vom Crefelder Ruderclub gewannt bei der deutschen Kleinbootmeisterschaft den Titel im leichten Einer.

Golödener Lohn am Fühlinger See:Goldener Lohn: Der Mülheimer Jonathan Rommelmann vom Crefelder Ruderclub gewannt bei der deutschen Kleinbootmeisterschaft den Titel im leichten Einer.

Foto: DRV

mülheim.   Der für den Krefelder RC startende Mülheimer Ruderer Jonathan Rommelmann gewann in Köln die deutsche Kleinboot-Meisterschaft im leichten Einer.

Es scheint als wäre Ruderer Jonathan Rommelmann allein auf dem Fühlinger See in Köln unterwegs. Erst als die Kamera nach rechts umschwenkt, sind noch mehrere Konkurrenten sichtbar. Sie sind längst geschlagen, haben im Finale der deutschen Kleinboot-Meisterschaft im leichten Einer keine Chance gegen den Mülheimer.

Dass er den Titel holen würde, wusste der 24-Jährige schon einige Tage zuvor. Bei den Leistungstests vor zwei Wochen war er Zweiter hinter Jason Osborne geworden. Jener Osborne meldete sich kurz vor der Regatta krankheitsbedingt ab. Der Weg für Rommelmann war frei. Er distanzierte das Feld deutlich. „Zeiten sind bei uns ja immer schwer zu vergleichen, deswegen sind Abstände immer ein ganz guter Richtwert“, erklärt der Mülheimer, der für den Crefelder Ruderclub startet. Daher war die DM für ihn ein voller Erfolg.

Gemeinsame Sache mit dem Kollegen Jason Osborne

Mit Jason Osborne möchte Rommelmann in diesem Jahr aber noch gemeinsame Sache machen. Beide sollen in den nächsten Wochen den Doppelzweier des deutschen Ruderverbandes bilden. Bei der Wedau-Regatta in Duisburg haben sie ihren ersten gemeinsamen Auftritt. Über die EM in Luzern (31. Mai bis 2. Juni) und die Weltcups in Posen (21. bis 23. Juni) und Rotterdam (12. bis 14. Juli) geht es weiter bis zur Weltmeisterschaft in Linz.

Dort entscheidet sich zwischen dem 25. August und dem 1. September, ob Deutschland einen Olympia-Startplatz im Doppelzweier bekommt. „Wir müssen unter die ersten Sieben kommen“, erklärt Rommelmann. „Von den Einzelzeiten her sind wir gut dabei aber im Zweier kann es ja noch einmal ganz anders laufen“, so der Mülheimer.

Der große Traum vom Start bei Olympischen Spielen

Holen Osbborne und Rommelmann tatsächlich das Olympia-Ticket, heißt das aber nicht automatisch, dass die beiden auch in Tokio rudern. „Dann hat Deutschland erstmal den Startplatz, im nächsten Jahr gibt es dann aber noch einmal eine freie Selektion“, schildert Rommelmann den Prozess. Erst da geht es final um seinen Olympia-Traum.

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