Seit einer Woche sind Nordrhein-Westfalens Jugendliche in die Sommerferien entschwunden, aber eine ganze Reihe an C-Junioren-Mannschaften weiß immer noch nicht, in welcher Liga sie nach den Ferien Fußball spielen wird.
Grund dafür ist nach wie vor das lange offene Spiel aus der bisherigen Rhein-Ruhr-Liga (sie heißt künftig Landesliga) zwischen dem VfB Speldorf und der SG Essen-Schönebeck, das Ende Mai beim Stand von 2:2 vorzeitig abgebrochen wurde. Das Essener Kreisjugendsportgericht entschied zunächst auf Neuansetzung. In dem Fall hätte die SGS noch die Chance gehabt, mit einem Sieg die Qualifikationsrunde zu erreichen und nicht in die Leistungsklasse abzusteigen.
Fußball in Mülheim: C-Junioren vom VfB Speldorf müssen nach den Sommerferien in die Qualifikation
Doch der Verband entschied nun pro Speldorf. „Im Urteil steht, dass die Unsportlichkeiten der SGS dazu geführt hätten, dass der Schiedsrichter das Spiel nicht weiterleiten konnte“, sagt VfB-Jugendleiter Daniel Steinbring.
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Was heißt das jetzt? Die SGS ist abgestiegen, Speldorf erreicht die Qualifikationsrunde, die aber eigentlich längst abgeschlossen ist. „Unsere Spiele sollen jetzt in den zwei Wochen zwischen Ferienbeginn und Saisonstart stattfinden“, sagt Steinbring. Entweder im Rhythmus Mittwoch, Samstag, Mittwoch oder Samstag, Mittwoch, Samstag. Auf jeden Fall ein knackiges Programm.
Jugendfußball: Unlauterer Wettbewerb? Mülheimer Jugendleiter hat Verständnis für diese Sichtweise
Zumal von der Mannschaft, die Ende Mai auf dem Feld stand, nur noch drei Spieler übrig geblieben sind. Der Rest ist neu zusammengewürfelt. „Das ist bei unseren Gegnern aber auch nicht anders“, weiß Steinbring. Die Kontrahenten sind die SpVg Schonnebeck II, Hamborn 07 II und der TV Grafenberg aus Düsseldorf.
„Der ein oder andere wirft uns natürlich jetzt unlauteren Wettbewerb vor, weil wir die anderen Ergebnisse schon kennen und jetzt quasi wissen, wie wir spielen müssen“, sagt Steinbring und hat durchaus Verständnis für diese Sichtweise. Aktuell steht Schonnebeck mit zwei Siegen an der Spitze, dahinter Hamborn mit drei Punkten, am Ende die punktlosen Düsseldorfer.
„Man kann einfach nicht planen“, ärgert er sich, dass der Verband alle Teams in diese Situation gebracht habe. Auch weitere Einsprüche von beteiligten Teams am Ende der späten Qualifikation schließt er längst nicht mehr aus. „Es ist einfach ätzend, aber Anfang September wissen wir mehr.“





