Zusammenfassung
- Artur Sahakyan, ein 26-jähriger Turner aus Mülheim, wird Deutschland bei der Weltmeisterschaft in Jakarta vertreten und sich erstmals mit Jetlag auseinandersetzen.
- Sahakyan, der an den Ringen brilliert, wurde Deutscher Meister und Sportler des Jahres in Mülheim, und strebt nun einen Finalplatz bei der WM an.
- Der Turner trainiert in Bochum und ist auch als Kindertrainer aktiv, während er sich auf das größte Ereignis seiner Karriere vorbereitet.
Jetlag? Hatte Artur Sahakyan in seinem Leben noch nicht. „Also weiß ich noch nicht, wie das für mich sein wird“, sagt der 26-Jährige, der sich bald an eine Zeitumstellung wird gewöhnen müssen. Denn den bisher wichtigsten Turnwettkampf seines Lebens absolviert er Ende des Monats im indonesischen Jakarta – bei der Weltmeisterschaft!
Der Athlet der KTV Ruhr-West (bestehend aus Mülheim, Essen, Bochum) gehört zu einem nur siebenköpfigen Team, das Deutschland bei der WM vom 19. bis 25. Oktober vertreten darf. Der gebürtige Armenier turnt an seinem Paradegerät, den Ringen. „Das kam ehrlich gesagt schon überraschend für mich“, sagt der 26-Jährige, dessen Planungen eigentlich schon auf das kommende Jahr ausgerichtet waren.
Mülheimer Artur Sahakyan tritt für den Turnerbund Altendorf aus Essen an
Zumal die Qualifikation für den Turner ein Auf und Ab war. „Ich wusste selbst nach der zweiten Quali immer noch nicht, ob es reichen würde“, sagt der 26-Jährige. Hat es aber. „Das ist für mich absolut das größte Ereignis bisher. Es ist eine Motivation, noch mehr zu arbeiten und gleichzeitig eine Bestätigung, dass es sich lohnt“, sagt Sahakyan.
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Der KTV-Turner, der für seinen Stammverein Turnerbund Altendorf an den Start geht, machte vor allem im vergangenen Jahr auf sich aufmerksam, als er Deutscher Meister an den Ringen wurde und bei einem Weltcup in Antalya auf Anhieb den dritten Platz erreichte. Dafür wurde er in Mülheim zum Sportler des Jahres gewählt.
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Auch in diesem Jahr wurde er für einen Weltcup in Kairo nominiert, erreichte das Finale an den Ringen. „Da konnte ich meine Leistung aber nicht ganz abrufen“, gesteht Sahakyan, ergänzt aber gleich: „Trotzdem bin ich dran geblieben und habe versucht, mich für die WM zu qualifizieren.“

Trainieren tut er mittlerweile in Bochum, „weil da bessere Möglichkeiten sind, vor allem auch an den Ringen“. Als Kindertrainer ist er aber auch noch mehrfach die Woche im Leistungszentrum am Mülheimer Mühlenfeld zugegen. Seine Schützlinge werden aber bald eine Weile auf ihren Coach verzichten müssen, denn für ihn geht es am 13. Oktober los gen Asien. „Wir haben dann noch ein paar Trainingstage vor Ort, um uns an die Zeitumstellung zu gewöhnen“, erklärt er.
Mülheimer repräsentiert Deutschland auf internationaler Ebene
Ob bei seiner Premiere Zeit bleibt, das Geschehen auch zu genießen, kann Artur Sahakyan noch nicht einschätzen. „Wir sind zwei Wochen dort, vielleicht kann man nach dem eigenen Wettkampf auch ein bisschen die Stadt angucken“, so der Mülheimer Sportler des Jahres. Zunächst will er sich aber voll auf seinen Sport fokussieren und alles daran setzen, vielleicht einen Finalplatz zu ergattern.
Viele seiner Kontrahenten kennt er bereits von den Weltcups oder aus der Bundesliga. Was die Zielsetzung betrifft, bleibt er realistisch: „Es ist für mich schon ein großer Erfolg, dabei zu sein und das Turnteam Deutschland auf internationaler Ebene zu repräsentieren.“






