Malte Hellwig kommt gerade von der Videoanalyse. „Gerade ist es noch ein bisschen schwierig, die Stimmung ist ziemlich gedrückt“, sagt der 21-jährige Mülheimer am Mittag nach dem 2:4 mit der Hockeynationalmannschaft im EM-Halbfinale gegen Belgien. Trotz einer zwischenzeitlichen 2:0-Führung platzte für die deutsche Auswahl der Traum vom Endspiel. Für den jungen Uhlenhorster war es allerdings schon ein Erfolg, überhaupt dabei gewesen zu sein.

Denn der blonde Stürmer gehörte zunächst nicht zum Kader von Bundestrainer Stefan Kermas. Noch vor nicht einmal zwei Wochen stand er wieder für den HTC Uhlenhorst im Testspiel gegen Düsseldorf auf dem Platz. „Ich hatte einen Anruf des Bundestrainers natürlich im Hinterkopf, weil Marco Miltkau ja schon länger angeschlagen war, aber ich hatte ihn ehrlich gesagt früher erwartet“, erzählt Hellwig. Am Mittwochabend der letzten Woche, als Hellwig kaum mehr mit einer Nachnominierung rechnet, klingelte doch noch das Telefon.