In der 3. Volleyball-Liga West kommt der Moerser SC langsam in Fahrt. Nach einer über weite Strecken sehr guten Teamleistung setzten sich die Mannen von Trainer Thomaz Santos gegen Aufsteiger VSG Ammerland im Enni-Sportpark hoch verdient mit 3:0 (25:10, 25:16, 26:24) durch. Auch wenn die Partie im dritten Satz unnötig spannend wurde. Der MSC versiebte eine 16:9-Führung und brauchte am Ende vier Matchbälle. „Da haben wir uns phasenweise dem Spielniveau des Gegners angepasst“, stellte Coach Santos fest.

Moerser SC gewährt VSG Ammerland kaum einen Stich

Wirklich Trübsal war aber fehl am Platze. Die Adler gewährten dem wackeren, aber spielerisch limitierten Gast im ersten Durchgang bei nur vier eigenen Fehlern praktisch keinen Stich. Die Blockarbeit mit dem leicht angeschlagenen Tim Broshog sowie Mats Herbe war recht gut, die meist dynamischen Aufschläge der Kollegen klar verbessert.

3. Liga Volleyball, Saisonstart: Moerser SC - TK Hannover
Kleiner Schulterklopfer: Trainer Thomaz Santos (rechts) vom Moerser SC beglückwünscht Umberto Sorrenti zum verwandelten Satzball im zweiten Durchgang gegen Ammerland.© FUNKE Foto Services | Rainer Hoheisel

Im zweiten Satz brannte trotz eines zwischenzeitlichen 9:10 auch nichts an. Gut drauf war der erstmals in der 3. Liga startende Zuspieler Luca Scrollavezza, der eine Aufschlagsalve zum 18:11 abfeuerte. Aber auch Youngster Jona Pukownik, der zahlreiche Schmetterbälle versenkte, wusste auf Annahme/Außen zu überzeugen. „Jona hat einen ziemlichen Leistungssprung gemacht. Mit Luca kam viel Stabilität rein“, lobte Teammanager Marco Destefani das Duo.

Für den Moerser SC beendet Umberto Sorrenti den zweiten und dritten Satz

Der Italiener Umberto Sorrenti beendet Durchgang zwei mit einem Ass. Und setzte dann im dritten Satz den entscheidenden Block zum 26:24. Bis dahin wurde es allerdings nahezu aus dem Nichts spannend. Der MSC führte schon 9:2 und 16:9. Coach Santos wechselte, wie in Durchgang eins und zwei, Zuspieler Nico Haug und Außenangreifer Lukas Lübke ein. Diesmal gab es einen kleinen Bruch im Moerser Spiel. Nach 2:7 Punkten in Serie nahm der Coach eine Auszeit, ließ aber Haug und Lübke noch auf dem Feld. Die sorgten dann doch wieder für einen Vier-Punkte-Vorsprung.

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Nach dem Rückwechsel zu Davide D‘Amato und Luca Scrollavezza leistete sich der MSC ungewohnt leichte Fehler, ließ Ammerland nach drei versiebten Matchbällen an der Wende schnuppern. Sorrentis Block zum 26:24 beendete vor 213 Zuschauern dann doch die Partie mit dem gerechten Endergebnis. „Insgesamt habe ich eine gute Teamleistung gesehen. Die Gefahr gegen einen unterlegenen Kontrahenten ist immer da, dass man in der Konzentration etwas nachgibt“, erklärte Coach Thomaz Santos.

Ähnliches könnte am nächsten Samstag passieren. Dann ist der MSC um 16 Uhr beim bislang punktlosen Schlusslicht PTSV Aachen zu Gast.

MSC-Startsechs: Herbe, D‘Amato, Pukownik, Broshog, Scrollavezza, Sorrenti; Libero: Illmer - eingewechselt: Haug, Lübke, Jost.