Der TuS Lintfort hat sich erneut als eine kampfstarke Einheit verkauft, ist zum richtigen Zeitpunkt wieder in Top-Form. Die Verbandsliga-Handballer sind in der Relegation für den Klassenerhalt weiterhin im Rennen. Aber der Weg zum Ziel ist noch lang und steinig. Die Klosterstädter haben allerdings die erste wichtige Teilstrecke erfolgreich absolviert. Lintfort ist nach dem 28:25-Auftaktsieg am Pfingstmontag gegen TSV Aufderhöhe II und dem 32:27 (15:11)-Auswärtserfolg am späten Donnerstagabend bei Schwarz-Rot Aachen Platz eins nicht mehr zu nehmen. Doch es geht weiter. Fakt ist: Nur der Sieger, also ein Verein, bleibt nach Beendigung der kompletten Relegation in der Verbandsliga. Alle anderen Vereine steigen ab. Der TuS Lintfort genießt nun als Sieger der Gruppe 1 zunächst Heimrecht (6. oder 7. Juni) gegen den Sieger der Gruppe 2, SSV Nümbrecht Handball II oder ATV Biesel. Das Rückspiel findet eine Woche später statt.

Nur ein Mannschaft bleibt Verbandsligist – alle anderen Vereine steigen ab

„Es ist leider so“, erklärt Jens Fischer, Staffelleiter für die Verbandsliga des HVN. „Nur eine Mannschaft bleibt in diesem Jahr in der Verbandsliga, alle anderen Vereine steigen definitiv ab. Das heißt. Es werden auch nur noch die zwei Spiele der beiden Erstplatzierten ausgetragen. Weitere, zunächst angesetzte Platzierungsspiele werden umgehend abgesetzt.“

Bester Mann im Dress des TuS Lintfort beim Auswärtssieg in Aachen: Yannik te Morsche
Bester Mann im Dress des TuS Lintfort beim Auswärtssieg in Aachen: Yannik te Morsche© TuS Lintfort | Michael Gorke

Der TuS Lintfort muss sich somit auf zwei weitere kräftezehrende Begegnungen einstellen. Aber die TuS-Mannschaft hat in Aachen aufgezeigt, dass sie für die anstehenden Aufgaben gewappnet ist. Lintfort überzeugte über die komplette Spielzeit mit einer gut funktionierenden 3:2:1-Deckung, die den Aachener Spielaufbau empfindlich störte. Auch die Offensive überzeugte, obwohl die Chancenverwertung nicht optimal war.

Beim TuS Lintfort überzeugt vor allem Yannik te Morsche mit neun Toren

Die Gäste vom linken Niederrhein hatten Spiel und Gegner unter Kontrolle, selbst dann, als Aachen ab der 47. Minute gleich drei TuS-Spieler in eine enge Manndeckung nahm. Lintfort reagierte sofort und brachte fortan den 7. Feldspieler. „Es war erneut ein befreiter Auftritt der Mannschaft“, freute sich TuS-Kapitän Sebastian Küpper: „Man hat gesehen, dass wir es doch können.“ Yannik te Morsche überzeugte auf der rechten Seite. Der Linkshänder „netzte“ neunmal ein.

TuS Lintfort: te Morsche 9, Nederkorn 8, Salobir 6/4, Lessmann 3, König 2, Hannes Hellwig 2, Lasnig 1, Schlieper 1.