Dass man auch mit einem vermeintlich schwächeren Fahrzeug im Motorsport erfolgreich sein kann, bewies kürzlich Opel-Pilot Jan Soumagne. Beim ADAC-24-Stunden-Rennen auf der 25,378 Kilometer langen Kombination aus Grandprix-Kurs und Nordschleife des Nürburgrings ließ der Rennfahrer aus Neukirchen-Vluyn die leistungsstärkere Konkurrenz hinter sich und fuhr in der „grünen Hölle“ zum Sieg in der Klasse SP 2T.
Nach dem Training erwies sich Toyota eigentlich als zu stark
Nach dem Zeittraining hatte es noch so ausgesehen, als hätten Soumagne und seine Mitstreiter der Konkurrenz nichts entgegenzusetzen. Im Zeittraining fehlten dem Rüsselsheimer Kleinwagen dann wie erwartet mehr als eineinhalb Minuten auf die Bestzeit des Toyota Gazoo Rookie Racing Team.

Als der Rennleiter die 159 Fahrzeuge in den Marathon zweimal rund um die Uhr schickte, stürmten zunächst die rund 600 PS starken und mit Werksfahrern besetzten GT3-Boliden, die um den Gesamtsieg kämpften, vorn weg. Dahinter trugen die ambitionierten Amateure ihr eigenes „Rennen im Rennen“ aus. Die unzähligen Überrundungen sorgten allerdings für eine Reihe von brenzligen Situationen. „Wir wurden gleich zu Beginn des Rennens, als Volker Strycek im Auto saß, von einem Audi umgedreht“, berichtete Jan Soumagne hinterher: „Es ist aber glimpflich ausgegangen und wir konnten weiterfahren.“
Quintett mit Neukirchen-Vluyner freut sich über den Sieg
Im Rennen zog der vom Team Bitter eingesetzte Corsa dann weitgehend problemlos seine Runden. „Bei uns lief das Rennen recht ruhig. Wir haben unsere Stints abgespult und uns aus allem herausgehalten, soweit es denn eben ging“, so Soumagne. Die vermeintlich unbesiegbare Konkurrenz strauchelte dagegen und fiel durch eine Reihe von technischen Problemen zurück. So durften sich Jan Soumagne, Volker Strycek (Dehrn), Björn Morhin aus Königs-Wusterhausen und der Berliner Christian Schäffer am Ende über den verdienten Klassensieg freuen.

Auch Jan Hendrik Heimbach durfte einen Pokal mit nach Hause nehmen. Der 23-jährige Moerser stellte sich in der Klasse V5 für Fahrzeuge vom Typ Porsche Cayman CM12 der Konkurrenz und überquerte nach 24 Stunden und genau 13:22,393 Minuten als Zweiter den Zielstrich. Der VW Golf GTI Clubsport von Benjamin Leuchter wurde ebenfalls Klassen-Zweiter. Gegen den werksunterstützten Subaru WRX war das Rennteam, welches Leuchter zusammen mit dem Ex-Fußball-Profi Max Kruse leitet, zwar chancenlos. Aber auf den drittplatzierten Hyundai hatte man dank einer klugen Boxenstopp-Strategie am Ende komfortable 27 Runden Vorsprung.
24 Stunden am Nürburgring: Nächster Termin ist 27. bis 30. Mai 2027
Übrigens: Der Termin für die nächsten „24 Stunden“ steht schon fest. Die 55. Ausgabe auf dem Nürburgring steigt am Fronleichnam-Wochenende vom 27. bis 30. Mai 2027 statt. Der Vorverkauf startet im Dezember.


