Möchte man das Positive in den Vordergrund stellen, so sind es die Phasen, in denen Kampf und Engagement das Selbstvertrauen befeuern und es gar nicht so schlecht läuft. Doch für die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort bleibt die Konstanz in der bald endenden Saison 2025/26 weiterhin das Fremdwort. Denn: Die krassen Aussetzer kommen ganz bestimmt. Und es ist dann auch völlig egal, wie lange die „schlimmen Zeiten“ andauern: Es reicht einfach nicht zu einem Erfolgserlebnis. Der TuS Lintfort ist nicht konkurrenzfähig. Wie sich auch im vorletzten Heimspiel in der dürftig besuchten Eyller Sporthalle zeigte. Die Heimpartie gegen den ESV Regensburg ging mit 25:31 (11:14) verloren.
TuS Lintfort bleibt auch gegen den ESV Regensburg chancenlos
Lintfort profitierte zunächst von einer tadellosen Einstellung. Talent Mia Hinz stand überraschend in der Startaufstellung. Die erst 16-jährige Linksaußen rechtfertigte ihren Einsatz mit jeder folgenden Spielminute, warf den ersten Saisontreffer bereits in fünften Minute. Torfrau Senanur Gün bekam diesmal den Vorzug zwischen den Pfosten. Die türkische Nationalspielerin hatte etliche gute Szenen, war neben einem insgesamt recht stabilen und lauffreudigen Deckungsverband der Faktor, weshalb es nach zehn Minuten 4:4 stand.

In der Folgezeit übernahmen die „Bunkerladies“ aus Regensburg jedoch die Initiative. Die Gäste aus Bayern agierten dabei schnörkellos, „netzten“ immer wieder eiskalt ein. Der TuS Lintfort hingegen wurde sehr nervös, patzte mehrmals in Stress-Situationen in der Offensive und „schenkte“ die Bälle leichtfertig her. Regensburg zog auf 13:6 (20.) davon. Aber Lintfort ließ sich nicht abschütteln. Im Gegenteil. Das Team verkürzte das Ergebnis bis zum Pausenpfiff.
Die TuS-Spielerinnen unterlaufen zu viele Fehler in Stresssituationen
Als der TuS Lintfort nach dem Seitenwechsel durch Eva Manthei – erneut die beste TuS-Spielerin in der Offensive – sogar bis auf 13:15 (34.) herankam, schien diesmal sogar eine gewisse Spannung möglich. Doch daraus wurde erneut nichts. Regensburg musste etwas tun und erhöhte kurzerhand die Schlagzahl. Der Gast um seine Top-Spielerinnen Franziska Peter und Julika Birnkammer zeigte nun richtig Energie.

Der TuS Lintfort zerbrach unter diesem brutalen Druck, produzierte im Angriff unglaublich viele Fehler. Die TuS-Spielerinnen schlossen die Aktionen verfrüht und wenig clever ab. Die Würfe waren schwach und unplatziert. Regensburg enteilte, und spätestens beim 25:15 (47.) war die Entscheidung gefallen. Die Gäste wechselten in der Schlussviertelstunde ihren Kader munter durch, so dass Lintfort das Ergebnis etwas freundlicher gestalten konnte.

„Ich denke, die erste Hälfte war in Ordnung. Die Schwächephase nach dem Seitenwechsel war leider zu lang“, so TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. Nicht im Aufgebot standen am Samstagabend übrigens Neele Brandt, Sydney Lupisella, Femke Kleijkers und Vakare Damuleviciute.
TuS Lintfort: Senanur Gün, Anita Polackova – Alea Mattig 3, Nathalie Corsten 1, Mia Hinz 2, Insa Weisz, Lynn Broders 1, Jana Willing 2, Rieke Rosner 2, Yara Vlaswinkel 2, Svenja Rottwinkel 3, Eva Manthei 6, Leonie Udaw 3/1.


