Keine Aussicht auf Besserung! Die Handballerinnen des TuS Lintfort sind und bleiben aller Voraussicht auch bis zum Saisonende in der 2. Bundesliga nicht mehr konkurrenzfähig. Dabei war es am Sonntagnachmittag ein sogenanntes Kellerduell. Aber auch bei diesem Kräftemessen ging die Leistungsschere extrem weit auseinander. Das Team um Trainerin Bettina Grenz-Klein unterlag im regionalen Derby beim TSV Bayer Leverkusen vor immerhin 350 Zuschauern recht deutlich mit 24:31 (9:13).
350 Zuschauer sehen das regionale Derby zwischen Leverkusen und Lintfort
Der TuS Lintfort hatte dabei in Hälfte eins die gesamte Bandbreite seines Leistungsvermögens zwischen himmelhoch jauchzend und einer mittlerweile hinreichend bekannten Fehlerkette abgerufen. Der Auftritt in den ersten knapp 13 Minuten war wirklich prima. Die lauffreudige und stabile Deckung um eine gut aufgelegte Torfrau Anita Polackova überzeugte. Und auch das Angriffsspiel wurde erstaunlicherweise schnörkellos, dynamisch und geradlinig abgespult. Es lief einfach – bis zur 6:2-Führung.

Aber die Kontrolle ging in der Folgezeit mal wieder verloren und die altbekannte Kombination aus fehlender Übersicht und Cleverness sowie zu viele unkluge Abschlüssen drängten sich in den Vordergrund. Die Bayer-Elfen hatten es nun leicht, ihr „Tief“ zu überwinden und zurück ins Spiel zu finden. Leverkusen gab fortan den Ton an und drehte die Partie noch bis zum Pausenpfiff.

Als der TuS Lintfort die Startphase in Durchgang zwei total verschlief, machte Leverkusen schnell bis zum 20:12 in der 37. Minute den Sack zu. Die Gäste vom linken Niederrhein konnten die restliche Spielzeit zwar ausgeglichen gestalten, doch Spannung oder eine Trendwende zum Guten gab es nicht. „Wir haben in Phasen wirklich überzeugt“, nennt TuS-Trainerin Bettina Grenz zunächst die guten Dinge. Kommt aber nicht darum herum, auch das Negative anzusprechen: „Wir haben es zum wiederholten Mal nicht geschafft, nach einer Schwächephase wieder nach oben zu kommen – auch nicht gegen einen Gegner, der mit uns dem Tabellenkeller angehört.“
Der TuS Lintfort erwartet am Samstag den ESV Regensburg
Am kommenden Samstag (17.30 Uhr, Eyller Sporthalle) geht es nun für die TuS-Handballerinnen mit einem Heimspiel gegen den Tabellensechsten ESV Regensburg weiter. Danach folgen die finalen drei Partien der Zweitliga-Saison.
TuS Lintfort: Anita Polackova, Neele Brandt, Senanur Gün – Alea Mattig 3, Mia Hinz, Nathalie Corsten, Insa Weisz 1, Lynn Broders 1, Jana Willing 2, Sydney Lupisella, Yara Vlaswinkel 1, Femke Kleijkers 2, Svenja Rottwinkel 6/2, Eva Manthei 8, Leonie Udaw.


